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6. Geographie, wöchentlich 1 Stunde. Mathematiſche Geographie nach Lorchs Leit⸗ faden der mathematiſchen Geographie; phyſiſche Geographie nach Prof. A. Kirchhoffs Schul⸗ geographie. Wiederholung der früher behandelten Penſa. Methodik des geographiſchen Unterrichts.
Rleinſchmidt.
7. Naturkunde. a) Naturgeſchichte, wöchentlich 1 Stunde, nach Samuel Schillings „Kleine Schul-Naturgeſchichte“, bearbeitet von R. Waeber: Die einfachen Minerale, Geſteins⸗ lehre und Erdbildungsgeſchichte. Im Sommer einige Exkurſionen. Anleitung zur Herſtellung einer Mineralienſammlung. Methodik des naturgeſchichtlichen Unterrichts in der Volksſchule.
b) Phyſik, wöchentlich 2 Stunden: nach R. Waebers Lehrbuch für den Unterricht in der Phyſik: Die Lehre von den mechaniſchen Erſcheinungen der feſten, flüſſigen und luftförmigen Körper mit mathematiſcher Begründung, vom Schall und vom Licht. Experimente zur Veran⸗ ſchaulichung. Methodik des phyſikaliſchen Unterrichts in der Volksſchule.
c) Chemie, wöchentlich 1 Stunde, nach R. Waebers Leitfaden für den Unterricht in der Chemie: Die Metalle und ihre Verbindungen, ſoweit thunlich, durch Verſuche erläutert.
Buxbaum.
S. Franzöſiſche Sprache, wöchentlich 2 Stunden. Lehrbuch: Plötz' Schulgrammatik; Lektion 50— 65. Wiederholung des früher behandelten Stoffes. Lektüre: Plötz' Chreſtomathie, 2. Sektion. RKleinſchmidt.
9. Zeichnen, wöchentlich 2 Stunden: Abteilung IV der Kumpa'ſchen Vorlagen Um⸗ riſſe von Ornamenten und menſchlichen Figuren. Schattierte Ornamente und Siundienköpfe; die Linearperſpektive im Zuſammenhang mit der darſtellenden Geometrie. Parallel⸗Perſpektive. An⸗ wendung der Farben bei den Ornamenten. Methodik des Zeichenunterrichts mit beſonderer Be⸗ rückſichtigung der in den Volksſchulen eingeführten Kumpa'ſchen Zeichenmethode. Buxbaum.
10. Turnen, wöchentlich 2 Stunden, nach dem Leitfaden von F. Marx: Wiederholung und fortgeſetzte Erweiterung der Ordnungs-, Frei⸗ und Geräteübungen. Methodik des Turn⸗ unterrichts und Ubung im Kommandieren Döbert.
11. Muſik. a) Muſtktheorie, wöchentlich 1 Stunde, nach Richters Harmonielehre: Harmoniefremde Töne. Modulationen in enger und weiter Lage. Ausſetzung von bezifferten Choralbäſſen.
b) Geſang, wöchentlich 2 Stunden: Lieder und Choräle mit Klavierbegleitung. Vierſtimmige kleinere und größere Chöre. Sailer.
In einer weiteren Chorgeſangſtunde für jede der beiden Confeſſionen wurden einſtimmige Choräle und vierſtimmige Kirchengeſänge zur Verwendung bei dem Gottesdienſte eingeübt.
Buxbaum und Hhöbert. . c) Orgelſpiel, 4 Abteilungen mit je 2 Stunden wöchentlich: Choräle und Präludien, Übungen im Orgelſpiel bei dem Gottesdienſte. Sailer.
d) Orcheſterſpiel, wöchentlich 2 Stunden: Ouverture zur Oper:„Die Felſenmühle“ v. Reißiger, Meditation v. Bach⸗Gounod, Intermezzo aus der Oper:„Cavalleria Rusticana“ v. Mascagni, Hochzeitsmarſch aus dem Sommernachtstraum v. Mendelsſohn, Brautchor aus Lohengrin v. R. Wagner, Marſch v. Fahrbach. Sailer.
12. Taubſtummenunterricht, wöchentlich 1 Stunde: Über Sprachgebrechen im allge⸗ meinen; die Behandlung ſtammelnder und ſtotternder Kinder; die Heilung ſolcher Sprachſtörungen. Das Weſen der Taubſtummheit; Urſachen und Folgen derſelben; die Eigentümlichkeiten des Taub⸗ ſtummen⸗Unterrichts; Geſchichte des Taubſtummenbildungsweſens. Während des Winterhalbjahres wohnten die Zöglinge dem Unterrichte in der Taubſtummenanſtalt bei. Hemmes.


