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5. Geſchichte, wöchentlich 2 Stunden, nach Dr. Beck: Die Zeit von 1648 bis auf die Gegenwart; das Wichtigſte aus der heſſiſchen Geſchichte. Die Grundzüge der Verfaſſung des deutſchen Reiches und des Großherzogtums Heſſen. Wiederholung der Geſchichte des Mittelalters. Methodik des Geſchichtsunterrichts in der Volksſchule. Helm.
6. Geographie, wöchentlich 1 Stunde: Mathematiſche und phyſiſche Geographie nach Dr. Schödlers Buch der Natur und Prof. Kirchhoffs Schulgeographie. Wiederholung des früher behandelten Lehrſtoffes. Methodik des Unterrichts in der Geographie. Kleinſchmidt.
7. Naturkunde. a) Naturgeſchichte, wöchentlich 1 Stunde, nach Dr. Schödlers Buch der Natur: Die einfachen Minerale, Geſteinslehre und Erdbildungsgeſchichte.— Im Sommer einige Exkurſionen.— Anleitung zur Herſtellung einer Mineralienſammlung.— Methodik des naturgeſchichtlichen Unterrichts in der Volksſchule.
b) Phyſik, wöchentlich 2 Stunden, nach Dr. Schödlers Buch der Natur: Die Lehre von den mechaniſchen Erſcheinungen der feſten, flüſſigen und luftförmigen Körper mit mathematiſcher Begründung, vom Schall und vom Licht. Experimente zur Veranſchaulichung. Methodik des phyſikaliſchen Unterrichts in der Volksſchule.
c) Chemie, wöchentlich 1 Stunde, nach Dr. Schödlers Buch der Natur: Die Metalle und ihre Verbindungen, ſoweit thunlich durch Verſuche erläutert. Buxbaum.
8. Franzöſiſche Sprache. wöchentlich 2 Stunden, nach Plötz' Schulgrammatik: Lektion 46—58. Wiederholung des in den früheren Jahrgängen behandelten Stoffes. Ausgewählte Stücke aus Plötz' Lectures choisies und zwar: Sect. V, Athalie par Racine.
Kleinſchmidt.
9. Zeichnen, wöchentlich 2 Stunden. Abteilung IV. der Kumpa'ſchen Vorlagen; Um⸗ riſſe von Ornamenten und menſchlichen Figuren. Schattierte Ornamente und Studienköpfe; die Parallel-, Linear- und Schattenperſpektive im Zuſammenhang mit der darſtellenden Geometrie. Anwendung der Farben bei dem Ornament. Methodik des Zeichenunterrichts mit beſonderer Berückſichtigung der in den Volksſchulen eingeführten Kumpa'ſchen Zeichenmethode. Zuxbaum.
10. Turnen, wöchentlich 2 Stunden, nach dem Leitfaden von F. Marx: Wiederholung und fortgeſetzte Erweiterung der Ordnungs-, Frei- und Geräteübungen. Methodik des Turn— unterrichts und Ubung im Kommandieren. Buchinger.
11. Muſik. a) Muſiktheorie, wöchentlich 1 Stunde, nach Richters Harmonielehre. Harmoniefremde Töne. Modulationen in enger und weiter Lage. Ausſetzung von bezifferten Choralbäſſen.
b) Geſang, wöchentlich 2 Stunden: Lieder und Choräle mit Klavierbegleitung. Vier⸗ ſtimmige kleinere und größere Chöre. Sailer.
In einer weiteren Chorgeſangſtunde für jede der beiden Confeſſionen wurden einſtimmige Choräle und vierſtimmige Kirchengeſänge zur Verwendung bei dem Gottesdienſte eingeübt.
Buchinger u. Buxbaum.
c) Orgelſpiel, 4 Abteilungen mit je 2 Stunden wöchentlich. Choräle und Präludien.
Übung im Orgelſpiel bei dem Gottesdienſte. Sailer. d) Orcheſterſpiel, wöchentlich 2 Stunden: Ouvertüren, Märſche und ſonſtige Stücke. Sailer.
12. Taubſtummenunterricht, wöchentlich 1 Stunde: Geſchichte des Taubſtummenbildungs⸗ weſens; Urſachen und Folgen der Taubſtummheit; die Eigentümlichkeiten des Taubſtummen⸗ Unterrichts.— Während des Winterhalbjahres wohnten die Zöglinge dem Unterrichte in der Taubſtummen⸗Anſtalt bei. Vemmes.


