C. Ober⸗Klaſſe.
1. Religion.
) Für die katholiſchen Zöglinge.
.) Religionslehre, wöchentlich 2 Stunden, mit Zugrundlegung des Diözeſankatechis⸗ mus: Apologetik. Methodik des Religionsunterrichts in der Volksſchule.
5) Kirchengeſchichte, wöchentlich 1 Stunde, nach Diktaten: Überſichtliche Darſtellung der Geſchichte der Kirche von ihrer Gründung bis auf unſere Zeit. Velm.
b) Für die evangeliſchen Zöglinge.
.) Religionslehre, wöchentlich 2 Stunden nach dem badiſchen Katechismus: Die chriſtliche Glaubenslehre, zweite Hälfte.— Mitteilungen aus der Kirchengeſchichte.— Methodik des Religionsunterichts in der Volksſchule nach der offiziellen„Anleitu ng“.
6) Bibelkunde, wöchentlich 2 Stunden: Zweite Hälfte des Lebens Jeſu nach den ſynoptiſchen Evangelien. Das apoſtoliſche Zeitalter nach der Apoſtelgeſchichte. Die Briefe des Paulus, insbeſondere die 4 großen Briefe. Die übrigen neuteſtamentlichen Bücher nach der Bibelkunde von E. Zittel. Tlegler.
2. Pädagogik, wöchentlich 7 Stunden, nach Vorträgen und Kehrs Praxis der Volksſchule.
a) Schulkunde, insbeſondere die Einrichtungen der Volksſchule; das Betreffende aus dem Schulgeſetz für das Großherzogtum Heſſen.
b) Wiederholung und Erweiterung des in den drei Klaſſen behandelten Stoſſes aus der allgemeinen Erziehungs⸗ und Unterrichtslehre, ſowie aus der Pſychologie und Logik, 2 Stunden.
zllühr. c) Specielle Unterrichtskunde in Verbindung mit Unterrichtsübungen in den Übungsſchulen, 5 Stunden wöchentlich für jede der 4 Abteilungen bei den Sachlehrern.
3. Deutſche Sprache. a) Grammatik, wöchentlich 1 Stunde, nach Wetzel: Die Wort⸗ und Satzlehre wiederholt. Methodik des grammatiſchen Unterrichts in der Volksſchule.
b) Leſeu und Litteratur. wöchentlich 2 Stunden, nach Dr. Reuter: Die mittelalterliche Blüte und die Blüte des 18. Jahrhunderts. Lektüre aus dem Leſebuch von Kehr und Krie⸗ bitzſch, 4. Band. Geleſen:„Der arme Heinrich“, von Hartmann von der Aue, und„Emilia Galotti“ von Leſſing. Einzelne größere Gedichte auswendig gelernt. Methodik des Leſeunter— richts in der Volksſchule.
c) Stil, wöchentlich 1 Stunde: Freie Ausarbeitung gegebener Themata. Die Hauptregeln der Stiliſtik. Durchſchnittlich alle 4 Wochen eine ſchriftliche Arbeit. Methodik der Auſſatzlehre in der Volksſchule. Velm.
4. Mathematik. a) Arithmetik und Algebra, wöchentlich 2 Stunden, teilweiſe nach Pleibels Handbuch der Arithmetik: Wiederholung des in den vorhergehenden Klaſſen durch⸗ genommenen Stoffes.— Die Gleichungen des erſten und zweiten Grades; Logarithmen, loga— rithmiſche Gleichungen; arithmetiſche und geometriſche Reihen; Zinſeszins⸗ und Rentenrechnung. Leichtere diophantiſche Gleichungen.— Methodik des Rechenunterrichts in der Volksſchule mit Wiederholung der bürgerlichen Aehonnoatahe
b) Geometrie, wöchentlich 2 2 Stunden, nach dem Lehrbuche der Elementar-Mathematik von lyr. Wittſtein. Aus der Trigonometrie: Berechnung der rechtwinkeligen und gleich— ſchenkeligen Dreiecke. Aus der Stereometrie: Linien und Ebenen im Raume: Lehre von den Polyedern und runden Körpern; Berechnung derſelben. Wiederholung des in den 3 Klaſſen durchgenommenen Stoffes. Methodik des geometriſchen Unterrichts.. Schrod.


