52. Schiff Heinrich, aus Genſingen im Kreiſe Bingen, geb. am 22. Mai 1858.
53. Schork Johannes, aus Löhrbach im Kreiſe Heppenheim, geb. am 9. Auguſt 1858.
54. Schubert Leonhard, aus Dautenheim im Kreiſe Alzey, geb. am 16. April 1859.
55. Stenner Wilhelm, aus Klein⸗Zimmern im Kreiſe Dieburg, geb. am 13. Dezember 1856. 56. Weber Aloys, aus Radheim im Kreiſe Dieburg, geb. am 27. Juni 1858.
57. Welde Karl, aus Weinsheim im Kreiſe Worms, geb. am 24. März 1859.
58. Zimmermann Jakob, aus Flonheim im Kreiſe Alzey, geb. am 3. Januar 1858.
v. Chronik der Anſtalt.
Der 9. Juſki 1875, als der Geburtstag Seiner Königlichen Hoheit des Großherzogs, wurde durch beſonderen Gottesdienſt in der Seminarkirche, welchem die Lehrer und Zöglinge beiwohnten, feierlich begangen. Der Unterricht blieb an dieſem Tage ausgeſetzt.—.
Am 25. Auguſt 1875, dem Namenstage Seiner Königlichen Hoheit des Großherzogs, unternahmen die ſämmtlichen Zöglinge der Anſtalt mit dem Director und den Seminarlehrern Helm und Köpp einen zwei Tage dauernden größeren Ausflug nach Bingen und Kreuznach. Die Abfahrt von Bensheim erfolgte Morgens früh mit dem erſten Bahnzuge, und ſchon bald nach 7 Uhr traf die Reiſegeſellſchaft in Bingen ein, wo dieſelbe auf dem Rheinquai von dem Mitgliede der Kreis⸗Schulcommiſſiou Bingen, Herrn Tabaksfabrikanten Karl Gräff sen. und Herrn Pfarrer Dr. Bergmann in der freundlichſten Weiſe empfangen wurde. Von ſchönem Wetter begünſtigt, beſtieg die muntere Schaar vier bereitſtehende Kähne, von denen ſie an der ſchönen Burg Ehrenfels, dem Mäuſethurm und dem Binger Loche vorüber nach Aßmannshauſen gebracht wurde. Im rüſtigen Turnerſchritte wurde der Niederwald erſtiegen und alsdann an einem ſchattigen Platze vor dem Jagdſchloſſe Raſt gehalten, um von den mitgenommenen Lebensmitteln einige Erfriſchungen an Speiſe und Trank zu ſich zu nehmen. Heitere Unterhaltung und fröhliche Geſänge würzten das Mahl, nach welchem der Gang an die verſchiedenen herrlichen Ausſichtspunkte des Niederwaldes unternommen wurde. Nach dem Beſuche der Zauberhöhle wurde auf der Roſſel etwas länger Halt gemacht, um die entzückende Ausſicht, die ſich hier dem Auge bietet, zu genießen. In der erquickenden Waldesfriſche immer weiter wandernd, gelangte die Geſellſchaft zu dem geebneten, mit Kies beſtreuten Platze, auf welchem das Denkmal zur Erinnerung an die einmüthige Erhebung des deutſchen Volkes und an die heldenmüthige Vertheidigung des angegriffenen geliebten Vaterlandes im Jahre 187 ⁄1 errichtet werden ſoll. Ihren patriotiſchen Gefühlen Ausdruck verleihend, ſtimmte die Reiſegeſellſchaft„die Wacht am Rhein“ an, und donnernd tönte das mit Begeiſterung geſungene Lied auf die unten vorüberfließenden grünen Fluthen des ſchönſten deutſchen Stromes hernieder. Nach⸗ dem noch die Eremitage und der Tempel beſucht worden waren, erfolgte der Nieder⸗ gang nach Rüdesheim, an der Brömſer Burg vorüber zum Rhein, von wo die fröhlichen Wanderer durch das Traject⸗Dampfboot wieder nach Bingen zurückgebracht wurden. Im Gaſthauſe„zur Germania“ wurde das Mittagsmahl eingenommen, welchem Herr Gräff, Herr Kreis⸗Schulinſpector Krämer und Herr Pfarrer


