in kurzer Zeit ein Kleinſtadtbild von packender Wirkung geſchaffen. (Der Beſchauer ſtelle ſich etwas zurück in die Erbacher Straße!) Ferner wurde der alte ſchmuckloſe Brunnen auf dem Hoſpitalplatz künſtleriſch ausgeſtaltet. Ein prächtiges Puttenpaar krönt heute den Säulenſchaft, und die handwerkliche Schmiedekunſt eines alten Bensheimer Schloſſer⸗ meiſters hat die Waſſerausläufe kunſtvoll in Rebenranken gefaßt. Dieſer„Weinbrunnen“ ſoll die Bedeutung Bensheims als„Weinſtadt“ ſinnfällig zum Ausdruck bringen.
Das älteſte und früher unbeachtetſte Stadtviertel, die Haſengaſſen, wurde in ſeiner volkstümlichen Bemalung durch Schüler der Gewerbe⸗ und Malerſchule zu einer vielbeachteten neuen Sehenswürdigkeit(Ma⸗ lerwinkel.)
Gleich im erſten Jahre der Machtergreifung wurde durch den vor⸗ bildlichen Opferſinn der Bensheimer Einwohnerſchaft ein großes Fami⸗ lienbad errichtet, das wohl als das modernſte und beſteingerichtetſte Schwimmbad an der Bergſtraße bezeichnet werden darf.
Auch der neue Schlachthof muß hier genannt werden, der eine muſtergültige neuzeitliche Innenausſtattung aufweiſt, die allen An⸗ forderungen vollauf gerecht wird.
Dieſer kurze Ueberblick über die Geſchichte und Entwickelung Bens⸗ heims möge genügen, um den Beweis zu liefern, daß Bensheim eine auf⸗ ſtrebende Stadt iſt, deren Ruf als Kurort, als Feſtſtadt, als„Stadt der Blüten und des Weines“ bis in die entfernteſten Gaue Deutſchlands gedrungen iſt.
Wer einmal Bensheim im Kranze der Blüten erleben oder das heute weltbekannte„Bergſträßer Winzerfeſt in Bensheim“ mitfeiern konnte, der wird beſtätigen müſſen, daß dieſer gute Ruf Bensheims zu Recht beſteht.
Treffend gibt der Einheimiſche dem Gefühle ſeines Stolzes darüber in den Worten Ausdruck:
„Es gitt nor aa Benſem!“ Beigeordneter Joſ. Stoll.
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