Jahrgang 
1936
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Bei Herrn Direktor Diehl lag die Angelegenheit in beſten Händen. Alsbald ging er an die mühevolle Arbeit, die Jahrgänge zunächſt ein⸗ zeln unter ſich in Verbindung zu bringen. Dieſer Satz umſchließt allein einen Berg von Arbeit. Für viele Schüler bedeutete das Maturum ein Auseinandergehen und einen Abſchied für immer, vielfach ohne jedes Lebenszeichen. Dabei war den Schülern die richtige Lebens⸗ auffaſſung, der Sinn für treue Lebensfreundſchaft, vermittelt, er hätte nur wach erhalten werden müſſen. In dieſer Beziehung iſt das Studien⸗ genoſſenfeſt von 1863 in zweifacher Beziehung lehrreich. Es zeigt, daß es nur einer Anregung bedurfte, ſelbſt weit auseinanderliegende Jahrgänge und ſelbſt älteſte Semeſter auf den Plan zu rufen. Das Teilnehmerverzeichnis läßt aber auch die weitgehende Zerriſſenheit erkennen, die in den Jahrgängen untereinander und in den einzelnen Jahrgängen für ſich beſtand. Die 63 Teilnehmer(Schüler) verteilen ſich auf 35 Jahrgänge; von dieſen 35 Jahrgängen ſind vertreten ge⸗ weſen:

18 mit je 1 Schüler; darunter allerdings alte Jahrgänge, aber auch junge Jahrgänge; ſelbſt der Jahrgang 1862,

9 mit je 2 Schülern,

6 mit je 3 Schülern,

1 mit 4 Schülern,

1 mit 5 Schülern(1861).

Oberſtudiendirektor Diehl ſollte das von ihm mit ſo großer Liebe und mit großem Intereſſe begonnene Werk nicht vollenden. Er wurde im beſten Mannesalter in die Ewigkeit abberufen. Sein Nachfolger Oberſtudiendirektor Kraemer nahn die Arbeit mit Fleiß und Energie auf.

Nach noch jahrelangem Bemühen konnte endlich im Jahre 1928 der Einladung zur erſten Wiederſehensfeier nähergetreten werden. Die Feier fand am 25. und 26. 8. 1928 ſtatt. Eine überaus große Anzahl ehemaliger Schüler, ſelbſt der älteſten Jahrgänge, hatte ſich eingefunden. Allgemein fiel das große Intereſſe, die Begeiſterung und treue Anhänglichkeit auf, die bei dem Feſt für Bensheim und das Gymnaſium, für Mitſchüler und Lehrer zutage traten und die der Ver⸗ anſtaltung ein ſo herzliches und ungezwungenes und aufrichtiges Ge⸗ präge gaben.

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