wurden klaſſenweiſe am 26. April, 16. Mai, 15. Juni, 31. Auguſt, 13. September, 7. November, 16. Januar und 20. März unternommen. Schwimmunterricht wurde im Sommerhalbjahr in einer Stunde wöchentlich erteilt. Auch an turneriſchen Wettkämpfen nahmen die Schüler der Realſchule wiederum teil. Bei den Schlagballwettſpielen des Preußiſchen Philologenvereins(Preußenſpielen) ſiegte unſere Mannſchaft über die des Realgymnaſiums in Hofgeismar, blieb aber dann im Bezirkswettſpiel hinter derjenigen der Ober⸗ realſchule l in Kaſſel mit 37 gegen 42 Punkte zurück. Die Reichsjugendwettkämpfe fochten die Schüler der Realchule wieder unter ſich aus(am 11. Auguſt). Es nahmen alle nicht vom Turnen befreiten Schüler daran teil; 75 von ihnen erhielten die Ehrenurkunde des Herrn Reichspräſidenten.— Der Seſundheits⸗ zuſtand unter den Schülern war im allgemeinen gut. Nur im Februar bewirkte die anhaltende hohe Rälte zahlreiche Erkältungskrankheiten, die vorübergehend bis zu 23% der Schüler vom Unterricht fernhielten. — Eine Unterſuchung durch den Rreisſchularzt fand am 11. März ſtatt.
1) Das Schulgeld beträgt für einheimiſche Schüler 200.—, für Auswärtige 250.— RM. auf das Jahr. Die Zahl der gewährten Freiſtellen belief ſich auf 7 ganze, 10 halbe und eine zu einem Viertel. Außerdem wurden 22 Schülern, von denen ältere Geſchwiſter die Realſchule und andere öffentliche höhere Schulen beſuchten, der vorgeſchriebene Nachlaß von je 25(in 4 Fällen 50, in 1 Falle 100) Prozent zuge⸗ billigt. Ein Antrag auf Gewährung einer beſonderen Erziehungsbeihilfe wurde nicht geſtellt. Von der Oeihbücherei der Schule machten 112 Schüler für einzelne oder mehrere Bücher Gebrauch. Auch künftig wird der Schulausſchuß der Realſchule beſtrebt ſein, die zur Erleichterung für minder bemittelte Eltern zur Verfügung ſtehenden Beträge(20% des Schulgeldeinnahme⸗Solls) voll auszunützen. Als Maßnahmen kommen in Frage; 1. Schulgeldermäßigung beim gleichzeitigen Beſuch höherer Schulen(auch auswärtiger) durch mehrere Geſchwiſter(auf Antrag mit Nachweiſen)— 2. Schulgeldnachlaß( ½ und voll) auf An⸗ trag der Eltern, welcher durch die Hand des Direktors an den Schulausſchuß einzureichen iſt.— 3. Dar⸗ leihung von Büchern aus der Hilfsbücherei der Realſchule(auf Anfordern durch die Schüler).— 4. Ge⸗ währung einer beſonderen Erziehungsbeihilfe an einzelne beſonders befähigte und würdige Söhne unbe⸗ mittelter Eltern.
*) Die Aufgabe der Berufsberatung übernahm Studienrat Konrad. Mehrere Reihen ſach⸗ kundiger Darſtellungen über Anforderungen, Ausbildungsgänge und Ausſichten der verſchiedenſten Berufe wurden beſchafft und ſtehen auf Wunſch auch den Eltern jederzeit zur Einſicht zur Verfügung. Auch in die Schülerbücherei der UII ſollen einſchlägige Bücher eingeſtellt werden.
5. Bericht über die Beziehungen zu den Eltern.
Der Elternbeirat wurde um Pfingſten neugewählt und trat am 27. Juni zum erſten mal zuſammen. Der Direktor benutzte die Gelegenheit, um wieder einmal auf die ſchwierige Frage der ſexuellen Behütung der Schüler, ſowie auf die aus dem drückenden Raummangel ſich ergebenden Notſtände hinzuweiſen. Oeider wurde der im Vorjahre aus dem Areiſe der Eltern ſelbſt angeregte weitere Ausbau der Schule von dieſen ſelbſt nicht nachdrücklich genug weiterbetrieben. Die Abſicht der Schulleitung, eine Elternverſamm⸗ lung zur Beratung dieſer und anderer oͤringender Fragen einzuberufen, wurde durch die Grippeepidemie und die ungewöhnlich hohe und anhaltende Winterkälte im letzten Vierteljahr vereitelt.— Am zahlreichſten beteiligten ſich die Eltern auch in dieſem Jahre an der von Oehrern und Schülern vorbereiteten Weihnachts⸗ andacht am 21. Dezember.
6. Verſchiedenes.
a) Dem endlichen Beſitz eines eigenen Schulgebäudes iſt die Realſchule auch im abgelaufenen Schuljahr kaum näher gekommen. Zwar wieſen die Heiter beider ſtädtiſcher Schulen in einer überzeugend begründeten gemeinſamen Eingabe an die Gemeindevertretung am 7. Mai 1928 nochmals auf die mißliche Oage beider Schulen und die ſchon für die nächſten Jahre zu erwartenden großen Schwierigkeiten ein⸗ dringlich hin. Auch ermächtigte ein Beſchluß des Gemeinderates den Gemeindevorſtand, vorbereitende Schritte zu tun zur Erlangung der Genehmigung für den Ausbau der Realſchule zur Vollanſtalt, und in einer gemeinſamen Beratung aller in Frage kommenden örtlichen Inſtanzen am 24. Juli wurde in Aus⸗ ſicht genommen, das vorhandene gemeinſame Schulgebäude zunächſt durch einen doppelſeitigen Anbau zu erweitern und dann alsbald ein beſonderes Realſchulgebäude zu errichten und das bisherige Gebäude der
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