Jahrgang 
1929
Einzelbild herunterladen

deſſen baldiger Berufung an die Oberrealſchule l! zu Kaſſel aber vom 1. Mai ab den Studienaſſeſſor Dr. Alfred Tapp, bisher am Realgymnaſium in Biedenkopf. Er war als vollbeſchäftigter Hilfslehrer

an der Realſchule bis Oſtern 1920 tätig. b) Ein Oberſtudienrat iſt an der Anſtalt nicht vorhanden.

c) Den Oehrerausſchuß bildeten auch weiterhin: Studienrat Conrad, Studienrat Dr. Waga und Oberſchullehrer Köſter.

d) Eine pädagogiſche Vorbereitungsanſtalt iſt mit der Realſchule nicht verbunden.

4. Bericht über die Schüler.

a) ſiehe nebenſtehend!

b) Verbleib der abgegangenen Schüler: Von den ſeit Beginn des Schuljahres bis zum 15. März 1920 abgegangenen 7 Schülern trat 1 Schülerin(lI II) wegen Krankheit aus, ein Schüler(UI III) trat in einen praktiſchen Beruf ein(Konditor); 4(1 V, 2 UIII, 1 UIh gingen zu anderen höheren Schulen 1(O IIh in eine private Unterrichtsanſtalt über.

c) Das Durchſchnittsalter der Schüler am 1. Februar 1920 betrug in VI 11,4; in V 12,3; in IV 13,8; in U III 14,7; in O III 15,5; in U II 16, 7 Jahre.

d) Nach Religion oder Bekenntnis waren am 1. Februar 1920 116 Schüler evangeliſch, 11 katho⸗ liſch, 1 Diſſident, 2 Israeliten; nach der Staatsangehörigkeit 83 Waldecker, 44 Preußen, 3 ſonſtige Reichs⸗ angehörige. Beheimatet waren 58 Schüler am Schulort und 72 auswärts(50 in Waldeck und 22 in Preußen). Von ſämtlichen 74(im W. H. 72) auswärtigen Schülern wohnten in Hauspflege am Schulorte im Sommerhalbjahr 4, im Winter 8 Schüler. Von den 70 bezw. 64Fahrſchülern benutzten 43(W. 41) die Eiſenbahn, 1(2) eigenen oder Poſt⸗Kraftwagen; 10(2) kamen mit dem Rade; 16(W. 10) legten den Schulweg zu Fuß zurück.

e) Eine Schlußprüfung wurde nach den neuen Beſtimmungen im Rahmen der Unterrichtsſtunden in den letzten Wochen des Schuljahres abgehalten.

f) Befreiungen vom Unterricht: In den engeren Chor wurden wegen Stimmwechſels oder ſchlechten Gehörs nicht aufgenommen;: aus IV im S. H.?, im W. H. 10 Schüler, aus U IIl im S. H. 12, im W. H. 74 Schüler, aus O III 10 bezw. 9, aus UI II 5 bezw. 3 zuſammen 34 bezw. 36 von im ganzen 98 bezw. 96 Schülern. Außerdem wurden 3 Schüler in den Wintermonaten auf Antrag der Eltern ſchlechter Zugverbindungen wegen vom Chorſingen befreit.

Vom Turnen befreit waren auf Grund amtsärztlichen Zeugniſſes oder körperlicher Gebrechen

in VI V IV uU O e im ganzen ſin Proz. im Sommerhalbjahr ganz 1 1 0, 7 teilweiſe im Winterhalbjahr ganz 1 1 0,7 teilweiſe

Von der Teilnahme an den Spielnachmittagen wurden auf Antrag der Eltern aus geſundheit⸗ lichen Gründen 1, außerdem wegen ungünſtiger Siſenbahnverbindungen im Winterhalbjahr 11 Schüler befreit.

9) Freiwilliger Unterricht wurde im Winterhalbjahr in Werkarbeit erteilt(vgl. 2 f!)

h) In den Einrichtungen zur Schülerſelbſtverwaltung traten im Berichtsjahre keine Aenderungen ein. Geſonderte Schülervereine beſtehen nicht. Den Schüler⸗ oder Jugendgruppen hieſiger oder aus⸗ wärtiger Vereine gehoͤrten an, und zwar dem Wandervogel 1, den Aoͤlern und Falken 5, der Schülergruppe des Vereins für das Deutſchtum im Auslande rund 90 Schüler. Jöglinge des hieſigen Turnvereins waren 32, auswärtiger Turnvereine 10 Schüler; 4 Schüler gehörten dem hieſigen Sportverein an. Je ein aufgabenfreier Nachmittag in der Woche diente den Turnſpielen der 3 Spielabteilungen. Wanderungen

8