Jahrgang 
1927
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an den Schulausſchuß einzureichen iſt. 3) Darleihung von Büchern aus der Hilfsbücherei der Realſchule (auf Anfordern durch die Schüler) 4) Gewährung einer beſonderen Erziehungsbeihilfe an einzelne be⸗ ſonders befähigte und würdige Söhne unbemittelter Eltern.

E) Zur Berufsberatung wurde die Mithilfe der Schule wenig in Anſpruch genommen. Als Hilfsmittel hierzu wurden dieMerkblätter für Berufsberatung der Deutſchen Jentralſtelle der Akademiker in mehreren Stücken beſchafft.

5. Bericht über die Beziehungen zu den Eltern.

Der im Juni d. Js. neugewählte Elternbeirat hielt unter Oeitung ſeines Vorſitzenden Herrn Ober⸗ poſtſekretär Geisler wiederholt Sitzungen ab, an denen auch der Direktor und andere Mitglieder des Oehrer⸗ kollegiums teilnahmen. Die Ausſprache ergab jedesmal wertvolle Anregungen und führte zu vollem Ein⸗ verſtändnis über die erörterten Fragen. Da das Hehrerkollegium im Winterhalbjahr mit eingehenden Fachberatungen über Fragen des Arbeitsunterrichtes beſchäftigt war, kam es zur Einberufung einer Eltern⸗ verſammlung in dieſem Jahre nicht. Der im Vorjahre gemeinſam ins Auge gefaßte Verſuch einer Zu⸗ ſammenarbeit von Schule und Haus zur ſexuellen Erziehung der Schüler gelangte noch nicht zur Durch⸗ führung, da der Herr Kreisſchularzt zu dem verſprochenen Vortrag für die Mütter der jüngeren Schüler bisher keine Zeit erübrigen konnte. Die Opfertätigkeit der Eltern wurde von der Schule nicht in Anſpruch genommen. Aus freiwilligen kleinen Spenden für die unentgeltliche Darreichung von Oehrbüchern wurde eine Sammlung erdkundlicher Oichtbilder des Verlages Benzinger in Stuttgart angeſchafft. Eine An⸗ zahl wertvoller Bücher kunſt⸗ und literargeſchichtlichen Inhalts aus der Hinterlaſſenſchaft ihres Gatten ſchenkte Frau Lehrer Kliffmüller in Bad Wildungen.

6. Verſchiedenes.

a) Nach immer entbehrt die Realſchule des zu ihrer geſunden Weiterentwicklung unbedingt not⸗ wendigen eigenen Schulgebäudes. Der ſeinerzeit mitgeteilte Beſchluß des Gemeinderates der Stadt Bad Wildungen vom 7. April 1925, welcher den Gemeindevorſtand zur Aufnahme einer Anleihe für dieſen Zweck ermächtigte, gelangte bis heute noch nicht zur Ausführung. Eine erneute Vorlage des Gemeinde⸗ vorſtandes hatte zur Wirkung, daß in der Sitzung des Gemeinderates vom 7. März 1927 zwar die Not⸗ wendigkeit und Dringlichkeit des Baues wieder einmal einſtimmig anerkannt, zugleich aber die Bewilligung der dafür notwendigen Mittel mit O gegen 6 Stimmen abgelehnt wurde. Der Direktor und das Hehrer⸗ kollegium werden ſelbſtverſtändlich auch unter den beſtehenden unerfreulichen Umſtänden weiterhin ihr Beſtes tun, müſſen jedoch die Verantwortung für die aus den unzulänglichen Raumverhältniſſen unvermeidlich ſich ergebenden Mängel ablehnen. Möge eine weitere Beſſerung der wirtſchaftlichen Verhältniſſe und erhöhte Beihilfen von Staat und Areis der Gemeindevertretung recht bald den Entſchluß erleichtern, der Realſchule und zugleich der Statſchule die zu ihrem gedeihlichen Wirken erforderlichen Arbeitsräume endlich zu beſchaffen.

b) Die Lehr⸗ und Lernmittel der Realſchule wurden weiterhin planmäßig vermehrt, ſoweit die be⸗ ſchränkten Aufbewahrungsräume dies noch geſtatten. Oeider wird auch ihre Bewahrung vor allerlei Schä⸗ digungen(Staub, Motten, Mäuſe), ihre geordnete Aufſtellung und ihre volle Ausnutzung im Unterricht durch die räumlichen Verhältniſſe ſehr erſchwert.

c) Beſondere Einrichtungen, wie ſie z. Teil ſchon ſeit Jahren beabſichtigt ſind(Ausbau des Hand⸗ fertigkeitsunterrichts, Oeſeraum für die Schüler, Arbeitsraum für auswärtige Schüler während der Mittags⸗ ſtunden uſw.) müſſen aus gleichem Grunde einſtweilen fromme Wünſche bleiben.

7. Chronik der Realſchule.

Das Schuljahr begann mit den Aufnahmeprüfungen am 13. April 1926. Die Oage und Dauer der Ferien entſprach den amtlichen Anoronungen für die höheren Schulen der Provinz Heſſen⸗Naſſau. Ab⸗