Vom Turnen befreit waren auf Orund amtsärztlichen Zeugniſſes oder körperlicher Gebrechen
in VI V IV u mdO n e Im ganzen in Proz. im Sommerhalbjahr ganz—— 1 1 1 3 6 3,6 „ teilweiſe 1————— 1 0,6 im Winterhalbjahr ganz 1— 1— 1 6 9 5,5 „ teilweiſe 1————— 1 0,6
Von der Teilnahme an den Spielnachmittagen wurden im Winterhalbjahr auf Antrag der Eltern wegen ungünſtiger Eiſenbahnverbinoͤungen mit Genehmigung des Provinzialſchulkollegiums 10 Schüler vorübergehend befreit.
9) Freiwilliger Anterricht wurde nur im Winterhalbjahre und zwar in Einheitskurzſchrift erteilt (vgl. 2f); an ihm nahmen teil aus IV 15, aus UIII 16 und aus O III 0, im ganzen 40 Schüler.— An einem Schüler⸗Tanzkurſus im April und Mai 1926 nahmen 6 Schüler der Klaſſen U’ll und O l teil.
h) In den Einrichtungen zur Schülerſelbſtverwaltung traten im Berichtsjahre keine Änderungen ein. Geſonderte Schülervereine beſtehen nicht. Den Schüler⸗ oder Jugendgruppen hieſiger oder auswärtiger Vereine gehörten an, und zwar dem Wandervogel 4, den Aoͤlern und Falken 7, dem Jungnationalen Bund, dem Jungdeutſchen Orden ſowie dem Chriſtlichen Verein junger Männer je 1 Schüler. Die im Februar 1925 begründete Schülergruppe des Vereins für das Deutſchtum im Auslande(im Anſchluß an die hieſige Orts⸗ gruppe) umfaßte rund 135 Schüler, Zöglinge des hieſigen Turnvereins waren rund 30, auswärtiger Turn⸗ vereine 8 Schüler. Je ein aufgabenfreier Nachmittag in der Woche diente den Turnſpielen der 3 Spiel⸗ abteilungen. Wanderungen wurden klaſſenweiſe am 1. Mai, 17. Juni, 6. und 28. Auguſt, 22. September, 20. Oktober, 13. November, 10. Februar und 16. März unternommen. Die Schüler der UII beſuchten unter Führung der Herren Studienrat Ronrad und Studienaſſeſſor Schellenberg am 12. u. 13. Auguſt d. JIs. den Vogelsberg.— Schwimmunterricht wurde im Sommerhalbjahr an den Spielnachmittagen er⸗ teilt. Mit den Schülern der OlIl und UIl wurde auch Rettungsſchwimmen geübt. An turneriſchen Wettkämpfen nahmen die Schüler der Realſchule auch in dieſem Jahre mit Erfolg teil. Bei den Schlagball⸗ wettſpielen des Preußiſchen Philologen⸗Vereins(Preußenſpielen) in Marburg(23. Auguſt) blieb die Mann⸗ ſchaft allerdings mit 60: 66 Punkten hinter derjenigen der Landwirtſchaftsſchule Weilburg zurück; doch waren unſere Schüler durchweg jünger, und ein Schüler mußte wegen Unfalls ausſcheiden. Übrigens wurde das Spiel der beiden Nichtvollanſtalten von den Sachverſtändigen als das beſte des Tages bezeichnet. Die Reichsjugendwettkämpfe fochten die Schüler der Realſchule diesmal unter ſich aus(am 25. September). Es nahmen allo nicht vom Turnen befreiten Schüler daran teil. Dreißig von ihnen erhielten die Ehren⸗ urkunde des Herrn Reichspräſidenten.— Der Geſundheitszuſtand unter den Schülern war gut. Die neu eingetretenen Schüler wurden von dem Rreisſchularzt am 21. Dezember ärztlich unterſucht, nachdem vorher durch die Klaſſenlehrer die vorgeſchriebenen wiederkehrenden Meſſungen uſw. an allen Schülern vorgenommen waren.
i) Das Schulgeld betrug vom 1. April 1926 ab nach ſtaatlichem Vorgange für einheimiſche Schüler 200.—, für Auswärtige 250.— RM. auf das Jahr. Die Jahl der gewährten Freiſtellen belief ſich auf O ganze, 13 halbe und 2 zu einem Viertel. Außerdem wurden 28 Schülern, von denen ältere Geſchwiſter die Realſchule und andere öffentliche höhere Schulen beſuchten, der vorgeſchriebene Nachlaß von je 25 lin 3 Fällen 50) Prozent zugebilligt. Ein Antrag auf Gewährung einer beſonderen Erziehungs⸗ beihilfe wurde nicht geſtellt. Von der Leihbücherei der Schule machten 133 Schüler für einzelne oder mehrere Bücher Gebrauch.— Auch künftig wird der Schulausſchuß beſtrebt ſein, die zur Erleichterung für minder bemittelte Eltern zur Verfügung ſtehenden Beträge(20% des Schulgeldeinnahme⸗Solls) voll aus⸗ zunützen. Als Maßnahmen kommen in Frage: 1) Schulgeldermäßigung beim gleichzeitigen Beſuch höherer Schulen(auch auswärtiger) durch mehrere Seſchwiſter(ein beſonderer Antrag iſt nicht erforderlich).— 2) Schulgeldnachlaß( ½, ¾ und voll) auf Antrag der Eltern, welcher durch die Hand des Direktors


