Jahrgang 
1915
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3. Schlussprüfungen.

1) Eine Notprüfung fand am 11. und 12. August 1914 unter Vorsitz des Direktors Dr. Reichardt statt(auf Grund des Min.-Erl. vom 3. August 1914). Nur ein Schüler der Untersekunda unterzog sich ihr und bestand sie.

2) Michaelis 1914 legte ein Schüler der Untersekunda die Schlussprüfung ab. Die schriftlichen Arbeiten wurden in den Tagen vom 11. bis 15. September 1 914 angefertigt. Die Aufgaben lauteten: Im Deutschen ein Aufsatz:»Warum willigt der Löwenwirt in die Ver-

mählung Hermanns mit Dorothea?« im Französischen und Englischen je eine Uebersetzung aus dem Deutschen; in der Mathematik: I.) 4 x 3 y SE6= 2, 2 x+ y= 11. 2.) Eine Sehne à eines Kreises ist zu einer Sekante zu verlängern, dass die

vom äusseren Endpunkte gezogene Tangente das arithmetische Mittel zu dieser Sehne und der ganzen Sekante bildet. 3.) Der Grundkreis eines geraden Kegels hat 67,80 dem Inhalt, und seine Seitenlinie ist unter dem Winkel B= 59 b 34 27 gegen die Grundfläche geneigt Wie gross ist der Inhalt und der Mantel des Kegels?

Die mündliche Prüfung wurde am 17. September 1914 unter dem Vorsitze des stell- vertretenden Direktors abgehalten. Sie dauerte vormittags von 811 Uhr Dem Prüfling wurde die Versetzungsreife nach Obersekunda zuerkannt.

3) Am 22. und 23. September 1914 fand die zweite Notprüfung statt(auf Grund der Min.-Erl. vom 11. August und 4. September 1914. Derselben unterzogen sich 6 Schüler der Untersekunda, von denen 4 bereits als Kriegsfreiwillige eingetreten waren. Die schriftlichen Arbeiten wurden am 22. September vormittags und nachmittags geschrieben. Die Aufgaben lauteten: Im Deutschen ein Aufsatz:»Ja, mir hat es der Geist gesagt, und im innersten

Busen Regt sich Mut und Begier, dem Vaterlande zu leben Und zu sterben und andern ein würdiges Beispiel zu geben«.(Hermann und Dorothea 4, 95 ff.); im Französi- schen und Englischen je eine Uebersetzung aus dem Deutschen; in der Mathe- . 2 xX y+ 3 X= 2 3 3 X 4 y+ 3 4 x 2y matik: 1.)= 4,,+ 4

2)(2x+ y 1):(3X+ 2y* 1!)= 1:2,(5X 3y+ 4):(6 3y* 3)= 3:4 5 7

75 719 9 †5re

3.) X 211499.3184 ist logarithmisch zu berechnen 4.) X=' 19,39 I 12078 ist logarithmisch 907,73 63,85

zu berechnen. 5.) X= Vab ist zu konstruieren.

Die mündliche Prüfung fand tags darauf am 23. September 1914 unter dem Vorsitze des stellvertretenden Direktors statt. Sie dauerte von morgens 8 bis mittags 1 Uhr. Sämt- lichen 6 Prüflingen wurde die Versetzungsreife und hiermit die wissenschaftliche Befähigung für den einjährig-freiwilligen Heeresdienst zuerkannt.

4.) Ostern 1914 unterzogen sich 15 Schüler der Untersekunda der Schlussprüfung. Die schriftlichen Arbeiten wurden in den Tagen vom 24. bis 27. Februar geschrieben. Die Auf- gaben lauteten: Im Deutschen ein Aufsatz:»Theodor Körner als Freiheits-Held und

Dichter«; im Französischen und Englischen je eine Uebersetzung aus dem Deut- 3 4 4 3

schen; in der Mathematik: 1I.) ha. x 1. asy 1= as, bax SS. b2Y 1= b ¹0. 2.) Es ist ein rechtwinkliges Dreieck mit der Hypotenuse a zu konstruieren, in dem die eine Kathete doppelt so gross ist wie der nicht anliegende Abschnitt der Hypotenuse. 3.) Die Seitenkante«= 23,7 cm einer geraden sechsseitigen Pyramide, deren Grundfläche ein regelmässiges Sechseck ist, ist unter dem Winkel a= 62° 14 39 gegen die Grundfläche geneigt. Wie gross ist der Inhalt und das Gewicht der Pyramide, wenn sie aus Kupfer mit dem spezifischen Gewicht s= 8,9 besteht? 1

Die mündliche Prüfung fand am 18. März 1915 unter dem Vorsitz des stellvertreten- den Direktors statt. Sie dauerte vormittags von S- 1 ¼ und nachmittags von 3 5 ½ Uhr. Sämtliche 15 Prüflinge bestanden.

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