Jahrgang 
1914
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Das Baden und Schwimmen wurde in der städtischen Bade- und Schwimmanstalt an der Oelmühle(Helenenquellenweg) von Lehrern und Schülern eifrig betrieben.

Zum Eislauf auf dem städtischen Eisteich in der Sonderau sowie zum Rodeln auf der städtischen Rodelbahn auf dem Wege nach Reinhardshausen bot der Winter leider nicht allzu oft Gelegenheit.

Dem Wandervogel gehörten an: 18 Schüler der unteren und 15 der oberen Klassen. Als Führer wirkten Oberlehrer Böttger und Realschullehrer Köster. Wanderungen, 2. T. mit Kriegsspielen wurden u. a. unternommen nach der Weidelsburg, zur Jägersburg, ins Talsperren- gebiet, nach Hüddingen, zur Ense und Braunauer Warte usw. Der Pflege des Gesanges und Guitarrenspiels nahm sich Realschullehrer Behnken an.

Voraussetzung für den Beitritt und das Verbleiben von Schülern im Wandervogel ist gute Führung, befriedigende Leistungen in der Schule und eifrige Teilnahme an den Wanderungen.

Klassenwauderungen ausser dem Rahmen des Turnunterrichts fanden besonders am 27. Mai 1913 und am Sedantag, 2. September 1913 statt. Im Frühjahr wanderten die Klassen I und II durch das obere Talsperrengebiet über Gellershausen, Asel, Vöhl und Oberwerbe nach Sachsenhausen, von wo die Eisenbahn sie zurückführte, die Klassen III und IV über den Wüste-Garten im Kellerwald und Jesberg nach Zimmersrode an der Main-Weser-Bahn, die Klassen V und VI von Selbach aus über Berich und Waldeck nach Buhlen. Im Herbst gingen die I und II über die Quernst zum Himmelreich, wo ein alter Denkstein aus dem Siebenjährigen Kriege aufgesucht wurde, und über Hundsdorf zurück, die III und IV unternahmen ein Kriegs- spiel bei Kleinern, die V und VI besuchten den Auenberg und die Jägersburg. Grössere Kriegs- spiele fanden ausserdem statt: am Tage des Kaiserjubiläums an der Severinsbuche und am Tage der Leipziger Schlacht an der Braunauer Warte.

3. Befreiungen vom Unterricht.

Befreiungen von einzelnen Unterrichtsfächern oder Lehrstunden traten in folgenden Fällen ein:

Am Religionsunterricht der Anstalt nahmen alle evangelischen Schüler teil. Im Winterhalbjahr waren 11 Konfirmanden je eine Stunde wöchentlich davon befreit.

Am Linearzeichnen beteiligten sich im Sommer 66 von 81, im Winter 59 von 79 Schülern der oberen Klassen.

Vom Turnunterricht waren befreit(von insgesamt im Sommer 174, im Winter 169 Schülern):

vom Turnunterricht überhaupt teilweise

Auf Grund ärztl. Zeugnisses. im Sommer 8, im Winter 10 im Sommer 9, im Winter 9 Aus anderen Gründen*)..[,= 2 37, 34*

zusammen im Sommer 8, im Winter 10 ſfim Sommer 46, im Winter 43 also von der Gesamtzahl der Schüler-...... 7 4,6%.5,9% 7 26,40 0 1: 24,7%

*) Schuͤler aus benachbarten Ortschaften.**) Ausserdem 6 Konfirmanden.

Vom Chorsingen befreit waren im Sommerhalbjahr 31, im Winterhalbjahr 33. Schüler ganz, ausserdem im Sommer 23, im Winter 13 auswärtige Schüler je eine Stunde wöchentlich.

An den Schreibstunden für schlecht schreibende Schüler der III und II nahmen im Sommer 7, im Winter 6 Schüler teil..