Jahrgang 
1902
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ruhig sein von Er. H. Plath(Viktor Rickelt, IV); f) Des deutschen Knaben Tisch- gebet von Karl Gerok(Karl Oschmann, IV); g) Zwei Berge Schwabens von Karl Gerok(Helene Kaiser, II. h. M.). S. Gemeinsamer Schlussgesang: Die Wacht am Rhein.

Herr Oberlehrer Dr. Ortloff erzählte in seiner Festrede die Thaten der kleinen deutschen Flotte im letzten Kriege, wies auf die stetig zunehmende Bedeutung einer starken Kriegsflotte für Deutschland hin und schloss mit einem Hoch auf Se. Majestät den Kaiser.

Am 3. Dezember besichtigten die Schüler der Prima und Sekunda unter Führung des Direktors und des Oberlehrers Dr. Ortloff die Zuckerfabrik in Wabern.

Zur Feier des Geburtstages Sr. Durchlaucht des Fürsten Friedrich fand am 20. Januar 1902 um 10 Uhr ein gemeinsamer Festaktus statt, bei dem Herr Prorektor Knobeloch in seiner Festrede den Zöglingen ein Lebensbild des berühmten Bildhauers Rauch entwarf. Die Feier verlief im übrigen in üblicher Weise.

Der gemeinsame Festaktus unserer Schule am Geburtstag Sr. Majestät des Kaisers am 27. Januar vormittags 10 Uhr erfreute sich eines ausserordentlich reichen Besuchs. Er verlief nach folgender Ordnung:

1. Gemeinsamer Choral. 2. Psalm und Gebet(Der Direktor). 3. Schlussstrophe des Chorals. 4. Gesang des Schülerchors: Singet dem Herrn ein neues Lied, von HBernh. Klein. 5. Festrede, gehalten von Herrn Oberlehrer Dresen. 6. Deklamationen: a) Der Graf von Habsburg von Schiller(Wolrad Marc, III.); b) Der 19. Juli 1870 von G. Hesekiel(MMinna Stracke, I. M.); c) Das Lied von der Glocke von Schiller (Eduard Bunte, I. Präp.). 7. Chorgesang: Festlied von Sturtz. 8. Deklamationen:

a) Die Rosse von Gravelotte von Karl Gerol(Johanna Euler, IV. M.); b) Mein Vaterland von Jul. Sturm(Georg Höbener, V.); c) Zum 25-jährigen Regierungs- jubiläum Kaiser Wilhelms I.(Martha Emde, I. h. M.); d) Aufruf von 1813 von Th. Körner(HBermann Möller, I.). 9. Gemeinsamer Schlussgesang: Deutschland über alles.

Zum Gegenstand der Festrede hatte Herr Oberlehrer Dresen den König Friedrich Wilhelm I. von Preussen gewählt. Er gab ein Lebensbild und zeigte, welche Bedeutung gerade dieser König für die weitere Entwicklung Preussens gehabt habe.

Der Unterricht fiel in diesem Schuljahr wegen zu grosser Hitze am 6. Juni, am 22. Juni, am 11. Juli und am 12. Juli von vormittags 11 Uhr ab aus.

Herr wissenschaftlicher Hilfslehrer Hüttenhain war vom 1. März bis zum 25. April zu einer militärischen Dienstleistung und vom 23. bis zum 27. September in persönlichen Angelegenheiten beurlaubt. Er musste vom 25. bis zum 29. November wegen Fussver- stauchung die Schule versäumen. In allen Fällen wurde die Vertretung von den übrigen Kollegen geleistet. Sonstige Störungen des Unterrichts erheblicher Art kamen nicht vor. Der Gesundheitszustand der Lehrer wie der Schüler war durchaus günstig.