Jahrgang 
1910
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14 Quarta(IV), Knaben und Mädchen.

Deutsch(5 Stunden wöchentlich). Lehrbücher: 1. Deutsches Lesebuch für die höheren Schulen des Großherzogtums Hessen, herausgegeben von hessischen Oberlehrern. Bd. III(Quarta). Verlag von E. Roth, Gießen. 2. und 3. siehe Sexta(VI).

Lehraufgabe: Lesestücke aus dem Gebiete der hessischen Sage(Nr. 9), der griechi- schen Sage(Nr. 19, 20, 23), aus der griechischen(Nr. 25 34) und römischen(Nr. 3543) Ge- schichte sowie aus der Natur(Nr. 67 73 und 77 70) werden gelesen und erklärt. Die Gedichte Nr. 93 Schäfers Sonntagslied, Nr. 96 Hessentreue, Nr. 90 D's Läidche von d'r Wearrerah, Nr. 101* Wer ist ein Mann, Nr. 104* Abschiedsworte eines Vaters an seinen Sohn, Nr. 116 Das Lied vom Mantel, Nr. 117 Aus dem Walde, Nr. 128 Der Mai ist gekommen, Nr. 130 Der Reisende, Nr. 140 Der Vater und die drei Söhne, Nr. 143* Belsazar, Nr. 148 Die Bürgschaft, Nr. 152 Trasimen, Nr. 153* Der Triumphator, Nr. 154 Cäsar, Nr. 155* Drusus' Tod, Nr. 156 Gesang der Legionen, Nr. 162 Rheinsage, Nr. 181* Das Lied vom braven Mann, Nr. 185* Johanna Sebus, Nr. 190 Das Gewitter, Nr. 194 Der Schneiderjunge von Krippstedt werden gelesen, erklärt und die mit versehenen Nummern auch auswendig gelernt. In der Grammatik werden die Wort arten und die Formen des einfachen erweiterten Satzes wiederholt, der zusammengezogene und vom zusammengesetzten Satz das Wichtigste(Hoffmann§ 20 32 mit Auswahl) durchgenommen. Das Wesentlichste aus der Zeichensetzung wird angeschlossen. In der Rechtschreibung werden die Regeln über Anfangsbuchstaben, Silbentrennung, Bindestrich, Auslassungszeichen (Regeln 8 21 25) wiederholt; die Orthographie wichtiger Fremdwörter wird gelernt.§8 26. Die Regeln der Rechtschreibung werden während des Jahres in 10 Diktaten geübt. Die 10 Aufsätze behandeln die Wiedergabe von Erzählungen, Schilderungen, Gedichten und die Erlernung der einfachen Briefform.

Französisch(7 Stunden wöchentlich). Lehrbuch wie Quinta(V); außerdem Plötz-Kares, Sprachlehre und G. Plötz, Uebungsbuch, Ausgabe A, Heft I; Verlag von F. A. Herbig, Berlin.

Lehraufgabe: Grammatik. Die Deklination und Stellung des verbundenen und unverbundenen persönlichen Fürworts, die einfache Fragestellung und die einfachen Formen der Inversion im Fragesatze, die Veränderlichkeit des Partizips Perfekt, die Konjunktivformen von avoir und être sowie der 1. Konjugation, die vollständige 2. und 3. Konjugation sowie die besitz anzeigenden, hinweisenden, bezüglichen, fragenden und unbestimmten Fürwörter werden gelernt (Lehrbuch Kap. 28 52). Die wichtigsten unregelmäßigen Verben, die häufigsten syntaktischen Erscheinungen(Uebungsbuch Kap. 15, 7, 9 12, Sprachlehre§ 9, 2;§ 11, 12, 13, 17, 18, 3, 4, 5, 6, 7;§ 19, 1, 2, 4). Lektüre: die dem grammatischen Stoff entsprechenden Stücke im Lehr- und Uebungsbuch werden gelesen und übersetzt. Einige kleine Gedichte werden auswendig gelernt. Sprechübungen siehe Quinta(V). Alle 14 Tage wird eine Klassenarbeit geschrieben.

Geschichte(2 Stunden wöchentlich). Lehrbuch: Dr. W. Martens, Leitfaden der Geschichte für die mittleren Klassen höherer Lehranstalten, I. Teil: Geschichte des Altertums. Verlag von Manz& Lange, Hannover.

Lehraufgabe: Die Geschichte der Griechen und der Römer bis zum Tode des Augustus nach den Haupttatsachen.

Erdkunde(2 Stunden wöchentlich). Lehrbuch und Atlas siehe Quinta(V).

Lehraufgabe: Europa als Erdteil und die außerdeutschen Länder Europas.

Mathematik(6 Stunden wöchentlich). Lehrbücher: 1. Rechenbuch für höhere Lehr- anstalten von Dr. Schmehl I. u. II. Teil; Verlag von E. Roth, Gießen. 2. Kambly-Roeder, Plani- metrie, Ausgabe B; Verlag von F. Hirt, Breslau.

Lehraufgabe: l. Arithmetik: Wiederholung der gemeinen Brüche; die Dezimalbrüche; einfache und zusammengesetzte Regeldetri. 2. Geometrie beginnt mit Anschauungsunterricht. Im 2. Halbjahr wird mit der mathematischen Planimetrie der Anfang gemacht. Punkt, gerade

Linie, Winkel, Paralellinien, Kongruenzsätze. Alle drei Wochen wird eine Klassenarbeit geschrieben.

Naturgeschichte(2 Stunden wöchentlich). Lehrbuch siehe Sexta(Vl).

Lehraufgabe: Im Sommer: Botanik. Besprechung verschiedener in der Heimat wild wachsender Pflanzen und einiger ausländischer Kulturgewächse; Gruppierung derselben mit Rück- sicht auf ihre gemeinsamen Merkmale, Entwicklung des Art- und Gattungsbegriffs. 1. Sumpf- dotterblume; 2. Klatschmohn; 3. Hiirtentäschel; 4. Zwetsche; 5. Apfel; 6. Saaterbse; 7. Wilde Malve; 8. Möhre; 9. Esche; 10. Wiesensalbei; 11. Kartoffel; 12. Sonnenblume; 13. Tulpe; 14. Knabenkraut; 15. Roggen; 16. Fichte. Ausländische Kulturpflanzen: 1. Baumwolle; 2. Kakao;