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Naturgeschichte(2 Stunden wöchentlich). Lehrbuch siehe Sexta(V])..
Lehraufgabe: Im Sommer: Botanik. Besprechung verschiedener in der Heimat wild wachsender Pflanzen und einiger ausländischer Kulturgewächse; Gruppierung derselben mit Rück- sicht auf ihre gemeinsamen Merkmale, Entwicklung des Art- und Gattungsbegriffs. 1. Sumpf- dotterblume; 2. Klatschmohn; 3. Hirtentäschel; 4. Zwetsche; 5. Apfel; 6. Saaterbse; 7. Wilde Malve; 8. Möhre; 9. Esche; 10. Wiesensalbei; 11. Kartoffel; 12. Sonnenblume; 13. Tulpe; 14. Knabenkraut; 15. Roggen; 16. Fichte. Ausländische Kulturpflanzen: 1. Baumwolle; 2. Kakao; 3. Teestrauch; 4. Oelbaum; 5. Kaffeebaum; 6. Vanille; 7. Zuckerrohr; 8. Reis. Im Winter: Zoologie. Systematische Betrachtung der Säugetiere und Vögel.
Freihandzeichnen(2 Stunden wöchentlich).
Lehraufgabe: Nach dem Lehrplan von Hölscher wird das für diese Klasse vorgeschriebene Pensum erledigt.
Schreiben(2 Stunden wöchentlich). Deutsche und lateinische Schrift auf einfache Linien ohne Abgrenzungslinien für die großen Buchstaben.
Handarbeiten für Mädchen(1 Stunde wöchentlich).
Lehraufgabe: Nähtuch. Erlernung des eigentlichen Nähens am Nähtuch, Ziernähte in 2 Farben; Knopflöcher, Einfaß, Name, Jahreszahl, Zeichnen eines Hemdes, 66 der Größe; Muster- schneiden.
Unter-Tertia(IIIb), Knaben und Mädchen.
Deutsch(6 Stunden wöchentlich). Lehrbücher: 1. Paldamus-Winneberger, Deutsches Lesebuch; Ausgabe C. 5. Teil: Untertertia. Ausgabe für das Großherzogtum Hessen. Verlag von M. Diesterweg, Frankfurt a. M. 2. und 3. siehe Sexta(VI).
Lehraufgabe: a) Von Lesestücken werden aus dem Gebiet der Erzählungen No. 5, aus der Geschichte No. 20— 45, aus der Erd- und Völkerkunde No. 58, 60, 61, 63, 64, 65, 67, 69, 72— 74, aus der Natur No. 77, 79, 83, 84 teils eingehend behandelt, teils kursorisch gelesen. Mit einer guten Klasse kann auch Uhlands Herzog Ernst oder Ludwig der Bayer gelesen werden. Die Kaiserwahl aus ersterem ist dann zu lernen.
b) An Gedichten werden No. 02, 00, 103, 104, 105. 114, 116, 119, 126, 128 gelesen und erklärt, No. 102 Der Zauberlehrling, Nr. 123 Der Graf von Habsburg, No. 127 Die Schlacht bei Zülpich, No. 134 Das Glück von Edenhall, No. 141 Deutsches Bundeslied, No. 140 Aus dem Walde, No. 172 Ostern auch auswendig gelernt.
c) In der Gramatik wird die Lehre vom zusammengezogenen und zusammengesetzten Satz(Hoffmann§ 20— 32) ergänzt,§ 34 die Periode neu durchgenommen. Das Wichtigste aus der Wortbildungslehre(Hoffmann S. 118— 121) wird erläutert. Die Interpunktionslehre wird zum Abschluß gebracht.
d) Schriftliche Arbeiten: 10 Aufsätze, zum größten Teil Klassen-, zum kleineren Teil Hausarbeiten, behandeln Stoffe aus allen in der Schule verarbeiteten Gebieten, z. B. die Wieder- gabe von Erzählungen größeren und geringeren Umfangs, von Schilderungen, Gedichten und Beobachtungen des täglichen Lebens.
Französisch(6 Stunden wöchentlich). Lehrbücher: 1. G. Plötz und O. Kares: Sprach- lehre. 2. G. Plötz, Uebungsbuch, Ausgabe A, Heft I.
Lehraufgabe: a) iIn der Grammatik werden die unregelmäßigen Verben in Heft l (Kap.—XXIV= Sprachlehre 8 9z2 und 11—23) wiederholt, bezw. ergänzt. Der Abschluß der Formenlehre wird mit der Durchnahme der Einteilung der Verben und Gebrauch der Hilfsverben (Kap. XXVI= XXX= Sprachlehre 8 25— 28) sowie der Formenlehre des Substantivs, Adjektivs, Adverbs und Zahlworts(Kap. XXXIXXXVI= Sprachlehre§ 29— 40) erreicht.
b) Die Lektüre bilden ausgewählte Kapitel aus dem Heft l vom Uebungsbuch.
c) Sprechübungen schließen sich an die Lektüre, Anschauungsbilder oder Vorgänge des täglichen Lebens an. Prosaabschnitte und einzelne Gedichte werden auswendig gelernt.
d) Klassenarbeiten: Diktate, Uebersetzungen aus der Fremdsprache oder in diese werden alle 14 Tage geschrieben.
Englisch(5 Stunden wöchentlich). Lehrbuch: Deuschbein, K., Praktischer Lehrgang der englischen Sprache; Ausgabe B; Verlag von Otto Schulze, Cöthen.
Lehraufgabe: In der Aussprache englischer Wörter wird sichere Gewöhnung an Hand von Sprach- und Leseübungen der ersten 24 Lektionen des Lehrbuchs erreicht.


