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Lehraufgabe: Von Lesestücken aus dem Gebiet des Märchens wird No. 1, von Fabeln werden No. 6, 7, 12, von hessischen Sagen No. 17, 19, 21, 23, von deutschen No. 28, 30, 32, von deutscher Geschichte No. 40— 42, 44— 46, 48— 56,(55 und 56 mit Auswahl) und 58, von hessischer Geographie No. 76, 78, 80, von deutscher No. 85 und 86, von Zoologie No. 87, 88, 91, 92, von Botanik No. 98, 96— 98 und von der Gesundheitspflege wird No. 100 durch- genommen. An Gedichten werden No. 104, 120, 126, 134, 136, 137, 147, 155, 156, 160, 167, 173, 185, 191 gelesen, No. 103 Gesang des Pförtners, 108 der deutsche Rhein, 117 das Erkennen, 148 Legende vom ufeisen, 158 Heinrich der Vogler, 171 der alte Zieten, 175 der Trompeter an der Katzbach, 189 die Trompete von Vionville auch auswendig gelernt. In der Grammatik wird die Wortlehre, und zwar sämtliche Wortarten(die vollständige Konjugation, das Zahlwort, die Fürwörter, das Umstandswort, Verhältniswort, Bindewort, Empfindungswort) und in der Satz-— lehre der einfach erweiterte Satz behandelt. Rechtschreibung: Wiederholung der Haupt- und besonderen Regeln(§ 2— 20). Ueber Anfangsbuchstaben, Silbentrennung, Bindestrich und Aus- lassungszeichen(§ 21— 25). Alle 14 Tage wird ein Diktat, alle 3 Wochen ein Aufsätzchen geschrieben.
Der vorbereitende Geschichtsunterricht, Bilder aus der deutschen Geschichte von der ältesten Zeit bis auf Wilhelm IJ., schließt sich an die Lesestücke an.
Französisch(7 Stunden wöchentlich). Lehrbuch: Plötz-Kares, Kurzer Lehrgang der französischen Sprache. Elementarbuch A. Verlag von Herbig, Berlin.
Lehraufgabe: a) Als Lektüre dienen die Lektionen 1— 27 des Lehrbuchs. Sichere Gewöhnung in der Aussprache wird besonders beachtet. b) An grammatischem Stoff werden die Deklination des Substantivs, das Adjektiv, der Teilungsartikel, die Negation, alle Zeiten von avoir und éêtre sowie der 1. Konjugation im Indikativ des Aktivs und Passivs, die Grund- und Ordnungszahlen und ihr Gebrauch abweichend vom Deutschen, die regelmäßige und unregel- mäßige Steigerung, sowie die Bildung, Anwendung und Steigerung des Adyverbs erlernt. c) Sprechübungen schließen sich an die Lektüre in kleinerem Umfange an. Einzelne kleine Gedichte werden auswendig gelernt. d) Klassenarbeiten, Diktate und Uebersetzungen werden alle 14 Tage geschrieben.
Latein(7 Stunden wöchentlich). Lehrbücher: 1. Christian Ostermanns Lateinisches Uebungsbuch für Quinta; neue Ausgabe von f. F. Müller, Ausgabe A. Druck und Verlag von Teubner, Leipzig und Berlin. 2. Siehe Sexta(VI).
Lehraufgabe: Grammatik: Wiederholung und Befestigung der regelmäßigen Formen- lehre. Die Deponentia. Die unregelmäßige Formenlehre(Deklination, Konjugation, Verba ano- mala, Komparation). Die einfachsten syntaktischen Regeln(Accusativus cum Infinitivo und Ablativus absolutus). Alle 14 Tage wird eine Klassenarbeit geschrieben.
Erdkunde(3 Stunden wöchentlich). Lehrbuch: Deutsche Schulgeographie von Prof. Dr. Supan; Verlag von Justus Perthes, Gotha. Atlas siehe Sexta(Vl).
Lehraufgabe: Deutschland mit besonderer Berücksichtigung des Großherzogtums Hessen.
Rechnen(5 Stunden wöchentlich). Lehrbuch siehe Sexta(VI).
Lehraufgabe: Teilbarkeit der Zahlen; Faktorenzerlegung; der größte gemeinschaftliche Teiler und das kleinste gemeinschaftliche Vielfache der Zahlen.(Lehrbuch 1. Abschnitt, 3. Stufe § 20— 23 incl.) Das Rechnen mit gemeinen Brüchen. Leichtere Regeldetriaufgaben, gelöst durch Zurückführen auf die Einheit.(Lehrbuch 2. Abschnitt.§ 24—38 incl.) Alle 2—3 Wochen wird eine Klassenarbeit geschrieben.
Naturgeschichte(2 Stunden wöchentlich). Lehrbuch siehe Sexta(V).
Lehraufgabe: Die in Sexta(VI) behandelten und die neu hinzutretenden Vertreter der beiden Reiche, des Tier- und Pflanzenreichs, werden nach ihrer Verwandtschaft in Gruppen zu— sammengestellt. Im Sommer: Botanik. Hahnenfuß, Schaumkraut, Lein oder Flachs, Dill, Rose, Bohne, Schlüsselblume, Tollkirsche. Kornblume, Wucherblume, Eiche, Weißbuche, Ulme, Salweide, Schwertlilie, Hafer, Kiefer, Kamille. Im Winter: Zoologie. Fuchs, Löwe, Fischotter, Igel, Bär, Eichhörnchen, Biber, Elefant, Kamel, Hirsch, Renntier, Wildschwein, Mäusebussard, Specht, Rot- kehlchen, Grasmücke, Rabe, Strauß, Kiebitz, Eidechse, Blindschleiche, Kreuzotter, Wasserfrosch, Hecht, Forelle.
Freihandzeichnen(2 Stunden wöchentlich).
Lehraufgabe: Nach dem Lehrplan von Hölscher wird das für diese Klasse vorgeschriebene Pensum erledigt.


