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Am 17. März fand die Aufnahmeprüfung von 22 Schülern ſtatt. Es wurden 21(darunter 6 Mädchen) in Klaſſe 1 und 1 aus Dudenhofen in Klaſſe 2 aufgenommen. Oſtern 1938 werden die letzten Unterſekundaner entlaſſen, da die Realſchulen zu Oberſchulen(Kl. 1—5) werden und deshalb die Sekunda an die Oberſtufen der Vollanſtalten abgegeben werden muß. Sleichzeitig gehen alſo auch die diesjährigen Obertertianer(Kl. 5) ab.
Von einer Entlaſſungsfeier(Elternnachmittag) muß dieſes Jahr wegen der auch in Baben- hauſen verhängten Verſammlungsſperre infolge der ausgebrochenen Diehſeuchen abgeſehen werden. Uebrigens wäre die Vorbereitungszeit dieſes Jahr auch knapp geworden, da infolge der Umformung der höheren Schulen in Oberſchulen in Olll und Ull das Penſum der folgenden Klaſſen ganz bezw. zur Hälfte bis Oſtern 1938 erreicht werden mußte.
VII. Vorträge und Filme
In den Jahren von 1933 bis 1937 nahm eine Anzahl von Schülern und Schülerinnen an den Schülervorſtellungen des Landestheaters unter Führung verſchiedener Erzieher ſtatt.
Am 20. FJebruar 1935 ſprach Herr Studienrat Neumann über die Deutſchen in der Bukowina.
Am 25. Jebruar 1935 hielt Studienaſſeſſor Aratz einen Lichtbildervortrag über Horſt Weſſel.
Vom 21. bis 24. März 1935 fand unter Leitung von Studienaſſeſſorin Koch eine geographiſche Exkurſion der Rlaſſen IIb und llla zum Mainzer Becken ſtatt.
Folgende Filmvorführungen wurden ſeitens der ganzen Schule beſucht:„Das blutende Deutſchland“,„SR.⸗Mann Brand“,„Sieg des Glaubens“,„Linienſchiff Schleſien“,„Morgenrot“, „Die letzte Kompagnie“,„Tag der Freiheit“,„Wolkenſtürmer“,„Sport und Wehrmacht“,„DVon Königsberg bis Berchtesgaden“, desgl. zahlreiche Schmalfilme und Lehrfilme.
VIII. Schulgruppe des DDn.
An der Schule beſteht eine Schulgruppe des DDA. In den Jahren ſeit 1933 führten die Winterhilfsſammlungen und die Sammlungen für die Auslandsſchulen und der Derkauf von DDOR.⸗Kalendern, Weihnachtskerzen uſw. zu ſchönen Erfolgen. Die Feiern, wie Tag des Volks- tums und Memelfeier, die in Gemeinſchaft mit der Volksſchule ſtattfanden, nahmen einen guten Verlauf. Die Schulgruppe beteiligte ſich ſowohl am Staffellauf nach den Reichsgrenzen, den der DDR. 1933 durchführte, als auch an den jährlichen Pfingſttagungen des DDA. in den Grenz— landen. Die Mittel dazu wurden teilweiſe durch Verloſung von Schülerarbeiten, durch Stiftungen aus dem Eltern⸗ und Freundeskreis der Schule u. ä. aufgebracht. Ein Teil dieſer Mittel wurde mit freudiger Zuſtimmung der Schüler der Volksſchule für gleiche Zwecke zur Verfügung geſtellt. Dor der Schule ſprachen in dieſer Zeit Studienaſſeſſor Hauß über das Banat, Student Neumann, Darmſtadt, über das Bukowinadeutſchtum, Pfarrer Stenzel, Berlin, über das Deutſchtum im Wolgagebiet. Jaſt ſämtliche Schüler ſind im Laufe der Jahre Mitglied der Schulgemeinſchaft (Kameradſchaftsopfer) geworden, eine Einrichtung, die nicht nur durch den Verkauf von Plaketten Mittel frei macht für die volksdeutſche Arbeit, ſondern auch die Schüler jeweils vertraut macht mit einem Stück deutſchen Volkstums und deutſchen Landes jenſeits der Reichsgrenzen.
IX. Sport, Wandern und Ausflüge
Unſere Schule legt auf die körperliche Ausbildung der Schüler großen Wert. Freudig begrüßt wurde die tägliche Rörperſchule vor Unterrichtsbeginn. Jedoch mußte der Spiel- und Sportnachmittag für die im Jungvolk organiſierten Schüler nach Einführung des Staatsjugendtages im Auguſt 1934 in Wegfall kommen.
In den Sommermonaten beſuchten unſere Schüler und Schülerinnen einmal wöchentlich das Schwimmbad. In der Reichsſchwimmwoche war unſerer Schule ein Tag vorbehalten. Das Büchlein„Schwimme richtig“ fand reges Intereſſe und zahlreiche Abnehmer.
Wie bereits oben erwähnt, wurden in den beiden Schuljahren die Reichsjugendwettkämpfe mit Erfolg durchgeführt.
Mehrere halbtägige Wanderungen führten unſere Schüler in die nähere Umgebung Babenhauſens.


