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d. Nachricht
über diejenigen Schüler, welche zu Oſtern 1877 die Anſtalt nach erfolgreicher Durchlaufung der 1. Klaſſe mit dem Zeugniß der Reife, mit welchem den Realiſten zugleich das Befähigungs⸗ zeugniß für den einjährig⸗freiwilligen Militärdienſt ertheilt wird, verlaſſen haben.
1. Heinrich Barth aus Lonsheim, 16 ½ Jahre alt, iſt auf das Gymnaſium zu Worms übergegangen.
2. Karl Cahn aus Alzey, 16 ½ Jahre alt, iſt auf das Gymnaſium zu Mainz übergegangen.
3. Heinrich Deforth aus Framersheim, 15 Jahre alt, hat ſich dem Kaufmannsſtande gewidmet.
4. Jakob Curſchmann aus Alzey, 18 Jahre alt, iſt auf die Realſchule l. Ordnung in Mainz übergegangen. 5. Johann Eibach aus Pfaffen⸗Schwabenheim, 17 ½ Jahre alt, hat ſich der Landwirthſchaft gewidmet.
6. Gottfried Erckmann aus Alzey, 16 Jahre alt, iſt auf das Gymnaſium zu Worms übergegangen.
7. Leon Levy aus Alzey, 18 Jahre alt, hat ſich dem Kaufmannsſtande gewidmet.
8. Heinrich Matthäi aus Wallertheim, 18 ½ Jahre alt, iſt auf das Gymnaſium zu Worms übergegangen. 9. Adam Mayer aus Alzey, 17 ½ Jahre alt, iſt auf das Polytechnikum zu Darmſtadt übergegangen. 10. Adolf Momberger aus Dienheim, 18 Jahre alt, hat ſich dem Kaufmannsſtande gewidmet.
11. Albert Morreau aus Wörrſtadt, 15 ¾ Jahre alt, hat ſich dem Kaufmannsſtande gewidmet.
12. David Stern aus Sprendlingen, 16 Jahre alt, hat ſich dem Kaufmannsſtande gewidmet.
13. Johann Stock aus Alzey, 16 ¾ Jahre alt, iſt auf das Gymnaſium zu Mainz übergegangen.
14. Georg Wehſarg aus Wörrſtadt, 17 Jahre alt, iſt auf das Gymnaſium zu Mainz übergegangen.
15. Karl Wehſarg aus Wörrſtadt, 15 ½ Jahre alt, iſt auf die Realſchule l. Ordnung in Mainz übergegangen. 16 Karl Wolf aus Alzey, 16 ½ Jahre alt, iſt auf das Gymnaſium zu Darmſtadt übergegangen.
D. Schulchronik.
1. Durch Allerhöchſtes Decret vom 5. Mai 1877 wird der Reallehrer Joſeph Pabſt, welcher von Oſtern 1866 an ſeine Dienſte der hieſigen Anſtalt gewidmet hatte, zum Lehrer an der Realſchule zu Darm⸗ ſtadt ernannt, in welche neue Stellung ihn die Achtung und Freundſchaft ſeiner Collegen, ſowie die Liebe und Dankbarkeit ſeiner hieſigen Schüler begleitet hat.. 2. Durch Allerhöchſtes Decret vom 5. Mai 1877 wird der Lehrer an dem Gymnaſium zu Frankfurt a. M., Friedrich Wilhelm Battenberg, zum Lehrer an unſerer Anſtalt ernannt und tritt ſeinen Dienſt am 11. Juni an. Derſelbe hat über ſeinen Lebensgang Folgendes mitgetheilt:
Ich bin geboren am 16. Mai 1847 zu Frankfurt a. M. Erſt als ich die höhere Bürgerſchule meiner Vaterſtadt abſolvirt hatte, entſchloß ich mich zum acad. Studium, trat noch einmal in das Gymnaſium ein und bezog dann Oſtern 1868 die Univerſität Leipzig, woſelbſt ich während 4 Semeſter neben Theologie und Philologie beſonders Philoſophie und Paedagogik Herbart'ſcher Richtung ſtudirte. Oſtern 1870 ging ich nach Berlin; als aber im Juli jenes denkwürdigen Jahres der große National⸗ krieg ausbrach, eilte auch ich, wie ſo viele Tauſende meiner Altersgenoſſen, zu den Fahnen und nahm am Feldzug als kriegsfreiwilliger Musketier im 82. Inf.⸗Reg. Theil. Nach dem Friedensſchluß wid⸗ mete ich mich noch während zwei Semeſter in Göttingen vorzugsweiſe theologiſchen Studien(unter Ritſchl's Leitung), wirkte dann einige Monate als Hauslehrer und als Vikar im Schul⸗ und Predigt⸗ amt, bis ich Neujahr 1873 als lter Lehrer an die Schule der deutſch⸗evang. Gemeinde in Neapel berufen wurde. Aber ſchon zu Oſtern deſſelben Jahres eröffnete ſich mir ein bedeutenderer Wir⸗ kungskreis am Gymnaſium meiner Vaterſtadt, und ſo entſchloß ich mich, wenn auch ſchweren Herzens, das herrliche Neapel zu verlaſſen. Perſönliche Beweggründe beſtimmten mich im Frühjahr 1877 meine Stelle in Frankfurt aufzugeben und in den Großh. heſſ. Staatsdienſt, zunächſt als Lehrer an der Realſchule in Alzey, einzutreten.
Das lte theol. Examen beſtand ich im Sommer 1872 in Frankfurt a. M.; das Examen pro fac. doc.— mit Lehrberechtigung in Religion und Hebräiſch, Deutſch und propäd. Philoſophie, Latein und Griechiſch— im Herbſt 1873 zu Göttingen.


