7
v. Chr. Die hebräische Poesie. Eine Auswahl von Psalmen eingeprägt. Geographie von Palästina.
Katholische Religion. a. Religionslehre: Sittenlehre nach Glattfelder, Lehrbuch der katholischen Religion, II. Teil. Das Wichtigste aus der Liturgik.
b. Religionsgeschichte: Einleitung und Biblische Geschichte des Alten Testamentes.
3. Deutsche Sprache. a. Lesen und Literatur. Gelesen wurden Stücke aus dem Lesebuch für Lehrerbildungsanstalten von Girardet, Puls und Reling Teil I und II, ferner Abschnitte aus Homers„Ilias“, Schillers„Wilhelm Tell“ und Uhlands„Ernst, Herzog von Schwaben“. Als häusliche Lektüre: IIla Lichtenstein von Hauff, IIIb, c Peter Schlemihl. Das Wichtigste über Versmaß und Reim an der Hand gelesener oder aus- wendig gelernter Proben. Vortragsübungen. Im Anschluß an die Lektüre einschlägige Abschnitte aus der Literaturgeschichte.
b. Stil: 18 Aufsätze.
c. Grammatik: Die Wort- und Lautlelhrre. Anwendung an Lesestücken.
4. Arithmetik und Algebra. Addition, Subtraktion, Multiplikation und Division ein- und melhırgliedriger ganzer und gebrochener Buchstabengrößen; Gleichungen des ersten Grades mit einer Unbekannten; Proportionen, Rechnen mit Potenz- und Wurzel- erößen; Ausziehen der Quadrat- und Kubikwürzeln.— Mischungsrechnungen, Termin- rechnungen.
5, Geometrie. Wiederholung der geometrischen Anschauungslehre. Von den Linien und Winkeln; von den Parallelen; Dreieck, Viereck und Polygon; Teilung, Ver- wandlung und Berechnung der Figuren; Proportionalität der Strecken. Konstruktions- aufgaben.
6. Geschichte. Die alten Kulturvölker, besonders die Griechen und die Römer.
7. Geographie. Australien, Amerika, Afrika und Asien mit besondrer Berück- sichtigung der deutschen Kolonien.
8. Naturgeschichte. Äußerer Bau der Pflanzen. Die wichtigsten Pflanzenfamilien aus dem Gebiete der Dikotyledonen und eine Familie aus dem Gebiete der Monokotyle- donen mit besondrer Berücksichtigung der biologischen Verhältnisse.— Bau, Funktionen und Pflege des menschlichen Körpers.
9. Naturlehre. Plıysik: Einleitung und BOIDERTIGE; Wärmelelre; Meteorologie, einfache Maschinen, soweit sie zum Verständnis der Dampfmaschine nötig sind.
10. Französisch. Unregelmäßige, rückbezügliche und unpersönliche Zeitwörter, Adiektiv und Adverb. Gelesen in Illa.: 2 Erzählungen aus„Lettres de mon moulin* von Daudet und einige Gedichte: in IIlb: 2 Anekdoten aus„Courage et bon coeur“ von St. Hilaire. Illc: 4 Erzählungen aus Clıoix de Nouvelles modernes Band IIl. Sprech- übungen im Anschluß an die Lektüre und Hölzels Anschauungsbilder.
11. Schönschreiben. Deutsche und lateinische Kurrentschrift; deutsche und rö- mische Ziffern.(Einführung in die Stenographie nach System Gabelsberger.)
12. Zeichnen. Umrißzeichnen nach einfachen Körpern zum Erlernen des perspek- tivischen Sehens. Lichtwirkung der krummlinigen Körper(Rund- und Hohlstab, Kugel, Leiste, Blattform und andres). Skizzierübungen und Gedächtniszeichnen.
13. Turnen. Ordnungs-, Frei- und Gerätübungen, Turnspiele.
14. Musik. a. Musiktheorie: Allgemeine Musiklehre; Intervallenlehre; die Dreiklänge der Dur- und Molltonarten; die Umkehrung der Dreiklänge;; der Dominantsep- timenakkord; Ausarbeitung von Beispielen. Analyse kl. Tonstücke.
b. Gesang: Übungen und Lieder. Musikdiktat.
c. Klavierspiel: Technische Übungen mit Rücksicht auf guten Anschlag, Tonleitern, Stücke aus Köhlers praktischem Lehrgang, vierhändige Stücke.
d. Violinspiel: Übungen und Tonleitern nach der Violinschule von Linnarz, Lieder, Choräle und Duette.


