an
Erlösungslehre nach dem ersten und zweiten Hauptstück des Katechismus für die evan- gelisch-unierten Gemeinden des Grossherzogtums Hessen.
b. Bibelkunde: Einleitung in die Evangelien. Das Leben Jesu im Anschluss an ausgewählte Stücke aus den Evangelien mit besonderer Berücksichtigung der in der bibl. Geschichte für das Grossherzogtum Hessen aufgenommenen Abschnitte.
Katholische Religion. a. Religionslehre: Sittenlehre nach Glatt- felter, Lehrbuch der katholischen Religion, II. Teil.
b. Religionsgeschichte: Biblische Geschichte des neuen Testamentes.
3. Deutsche Sprache. a. Lesen und Litteratur: Gelesen wurden ausge- wählte Stücke aus dem Lesebuch von Kehr und Kriebitzsch, III. Band;„Die Jungfrau von Orleans“ von Schiller;„Götz v. Berlichingen“ von Goethe;„Zriny“ von Körner. Mehrere Gedichte und Stellen aus„Jungfrau von Orleans“ wurden auswendig gelernt. Das Notwendigste aus Poetik und Metrik. Aus der Litteraturgeschichte die II. Blüte- periode.
b. Stil: Das Wichtigste aus der Stilistik; Uebungen im Disponieren und Aus- arbeiten von Entwürfen; Aufsätze und Briefe; Eingaben an Behörden.
ec. Grammatik: Die Satz- und Interpunktionslehre im Anschluss an die Schul- grammatik von Engelien, III. Teil. Wiederholung der Wortlehre.
4. Arithmetik und Algebra. Ausziehen der Quadrat- und Kubikwurzel aus Aggregaten. Gleichungen des ersten Grades mit einer und mehreren Unbekannten; Logarithmen und ihre Anwendung zur Auflösung von Exponentialgleichungen; rein und gemischt quadratische Gleichungen mit einer und zwei Unbekannten; Rechnungen des bürgerlichen Lebens nach dem Einheits- und Mehrheitsschluss mittelst Proportionen und Gleichungen; der Kettensatz.
5. Geometrie. Die Aehnlichkeit der Figuren, Goniometrie und ebene Trigono- metrie. Wiederholung der wichtigsten Sätze aus der Planimetrie.
6. Geschichte. Deutsche Geschichte bis zum Jahre 1648.
7. Geographie. Europa, besonders Deutschland. Uebersichtliche Wiederholung der übrigen Erdteile.
8. Naturgeschichte. Innerer Bau und Leben der Pflanzen. Die deutschen Waldbäume und viele Kolonial- und Gewürzpflanzen, ferner die wichtigsten Pflanzen- familien aus dem Gebiete der Monokotyledonen und 12 wichtige Repräsentanten der Akotyledonen.— Uebersicht des Tierreichs; spezielle Betrachtung der Wirbeltiere und wirbellosen Tiere. Methodik des naturgeschichtlichen Unterrichtes in der Volksschule.
9. Naturlehre. a. Physik: Magnetismus, Elektrizität, Schall.— Anleitung zum Anstellen von Versuchen.
b. Chemie und Mineralogie. Die wichtigsten Elemente und ihre Verbin- dungen mit besonderer Berücksichtigung derjenigen, die in der Natur vorkommen.
10. Französisch. Schulgrammatik von Plötz, Lekt. 29—58.„Deux COontes“ par Erckmann-Chatrian.
11. Schönschreiben. Fortgesetzte Uebung der deutschen und lateinischen Schrift. Einübung der Kanzlei- und Rundschrift. Uebung im Vorschreiben an der Wandtafel; Methodik des Schreibunterrichts.
12. Zeichnen. a. Freihandzeichnen: Krummlinige Figuren in Verbindung mit Blatt- und Blumenformen; Ornamente; Perspective; Uebung im Schattieren und im Malen mit Wasserfarben.
b. Geometrisches Zeichnen: Konstruktion der Senkrechten, Parallelen, Winkel, regelmässigen Vielecke, des Kreises und über den Kreis. Kreisteilung und reguläre Polygone. Konstruktion von Ovalen, Spiralen, Ellipse, Hyperbel und Parabel. Zeichnung verschiedener Gewölbebogen(verzierte Rundbogen, Spitzbogen und gotisches Masswerk).
13. Turnen. Fortsetzung der Ordnungs-, Frei- und Gerätübungen, Turnspiele.


