Jahrgang 
1898
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Katholische Religion. a. Religionslehre: Sittenlehre nach Glattfelter, Lehrbuch der katholischen Religion, II. Teil.

b. Religionsgeschichte: Biblische Geschichte des neuen Testamentes.

3. Deutsche Sprache. a. Lesen und Litteratur: Gelesen wurden ausgewählte Stücke aus. dem Lesebuch von Kehr und Kriebitzsch, III. Band;Die Jungfrau von Orleans von Schiller;Egmont undHermann und Dorothea von Goethe;Zriny von Körner. Mehrere Gedichte und Stellen ausJungfrau von Orleans wurden auswendig gelernt. Das Notwendigste aus Poetik und Metrik. Aus der Litteraturgeschichte die II. Blüteperiode.

b. Stil: Das Wichtigste aus der Stilistik; Uebungen im Disponieren und Aus- arbeiten von Entwürfen; Aufsätze und Briefe; Eingaben an Behörden.

c. Grammatik: Die Satz- und Interpunktionslehre im Anschluss an die Schul- grammatik von Engelien, III. Teil. Wiederholung der Wortlehre.

4. Arithmetik und Algebra. Ausziehen der Quadrat- und Kubikwurzel aus Aggregaten. Gleichungen des ersten Grades mit einer und mehreren Unbekannten; Logarithmen und ihre Anwendung zur Auflösung von Exponentialgleichungen; rein und gemischt quadratische Gleichungen mit einer Unbekannten; Rechnungen des bürgerlichen Lebens nach dem Einheits- und Mehrheitsschluss, mittelst Proportionen und Gleichungen; der Kettensatz.

5. Geometrie. Die Aehnlichkeit der Figuren, Goniometrie und ebene Trigonometrie; Auflösung verschiedener Aufgaben. Wiederholung der wichtigsten Sätze aus der Planimetrie.

6. Geschichte. Deutsche Geschichte bis zum Jahre 1648.

7. Geographie.. Europa, besonders Deutschland. Uebersichtliche Wiederholung der übrigen-Erdteile:

8. Naturgeschichte. Innerer Bau und Leben der Pflanzen. Die deutschen Waldbäume und viele Kolonial- und Gewürzpflanzen, ferner die wichtigsten Pflanzenfamilien aus dem Gebiete der Monokotyledonen und 12 wichtige Repräsentanten der Akotyledonen. Uebersicht des Tierreichs;; spezielle Betrachtung der Wirbeltiere und wirbellosenTiere unserer Fauna.

9. Naturlehre. a. Physik: Meteorologie, Magnetismus, Elektrizität, Schall. An- leitung zum Anstellen von Versuchen.

b. Chemie und Mineralogie. Die wichtigsten Elemente und ihre Verbindungen mit besonderer Berücksichtigung derjenigen, die in der Natur vorkommen.

10. Französich. Schulgrammatik von Plötz, Lekt. 3158.Histoire dun conscrit de 1813 par Erckmann-Chatrian.

11. Schönschreiben.. Fortgesetzte Uebung der deutschen und lateinischen Schrift. Ein- übung der Kanzlei- und Rundschrift. Uebung im Vorschreiben an der Wandtafel; Methodik des Schreibunterrichts.

12. Zeichnen. a. Freihandzeichnen: Krummlinige Figuren in Verbindung mit Blatt- und Blumenformen; Ornamente; Landschaften; Uebung im Schattieren und im Malen mit Wasserfarben.

b. Geometrisches Zeichnen: Konstruktion der Senkrechten, Parallelen, Winkel, regelmässigen Vielecke, des Kreises und über den Kreis. Kreisteilung und reguläre Polygone. Konstruktion von Ovalen, Spiralen, Ellipse, Hyperbel und Parabel. Zeichnung verschiedener Gewölbebogen(verzierte Rundbogen, Spitzbogen und gotisches Masswerk).

13, Turnen. Fortsetzung der Ordnungs-, Frei- und Gerätübungen, Turnspiele.

14, Musik. a. Musiktheorie: Der Dominantseptimenakkord und seine Umkehrungen, die Nebenseptimenakkorde, Ausarbeitung bezifferter Bässe und Choräle. Modulation. Repe- tition des vorj. Pensums.;

b. Gesang: Uebungen zum Zwecke der Tonbildung und guter Aussprache, Treff- übungen und Lieder.

c. Orgelspiel: Manual- und Pedalübungen, kleine Präludien, Kadenzen, Choräle und Modulationen.

d. Violinspiel: Uebungen und Tonleitern in der 1. und 3. Lage; Lieder, Choräle, Stücke und Duette aus der Violinschule von Linnarz. Auswendigspielen von Volksliedern.