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2. Evangelische Religion. a. Religionslehre: Die christliche Sittenlehre. Wiederholung der vorgeschriebenen Kirchenlieder im Anschluss an Krätzingers:„Ver- stehst Du auch, was Du singest?*
b. Bibelkunde: Allgemeine Einleitung in die heilige Schrift. Kurze Einleitung in das Alte Testament und Geschichte des Volkes Jsrael im Anschluss an Lektüre und Erklärung der wichtigsten Abschnitte der alttestamentlichen Schriften. Geographie von Palästina.
Katholische Religion. a. Religionslehre: Lehre von der Gnade und den Gnadenmitteln nach Glattfelter, Lehrbuch der katholischen Religion, IH. Teil.
b. Religionsgeschichte: Biblische Geschichte des alten Testamentes.
Jsraelitische Religion. a. Religionslehre: Glaubens- und Sittenlehre im Anschluss an die 10 Gebote. Erklärung der„Sprüche der Väter“.
b. Bibelkunde: Einleitung in das alte Testament im Anschluss an Lektüre und Erklärung ausgewählter Abschnitte der einzelnen Bücher. Lektüre einzelner Pro- phetenabschnitte und ausgewählter Psalmen im Urtext.
c. Religionsgeschichte: Biblische Geschichte und nachbiblische Geschichte. Zusammenhängende Geschichte der Juden von der Zeit nach dem: babylonischen Exil bis Moses Mendelsohn mit Berücksichtigung der betreffenden Litteratur.
3. Deutsche Sprache, a. Lesen und Litteratur: Gelesen wurden ausgewählte Stücke aus dem Lesebuch von Kehr und Kriebitzsch, III. Band;„Die Jungfrau von Orleans“ von Schiller;„Iphigenie auf Tauris“ und„Hermann und Dorothea“ von Goethe; „Cid* von Herder;„Zriny* An Körner. Mehrere Gedichte sowie Stellen aus„Iphigenie“ und„Jungfrau von Orleans“ wurden auswendig gelernt. Das’ Notwendigste aus Poetik und Netrik, Aus der Litteraturgeschichte die II. Blüteperiode.
. Stil: Das Wichtigste aus der Stilistik; Uebungen im Disponieren und Aus- EN von Entwürfen; Aufsätze und Briefe; Eingaben an Behörden.
c. Grammatik. Die Satz- und Interpunktionslehre im-Anschluss an die Schul- grammatik von Engelien, III. Teil. Wiederholung der Wortlehre.
4, Arithmetik und Algebra. Ausziehen der Vaadratö und Kubikwurzel aus Aggre- gaten. Gleichungen des ersten Grades mit einer und mehreren Unbekannten; Logarithmen und ihre Anwendung zur Auflösung von Exponentialgleichungen; rein und gemischt quadratische Gleichungen mit einer und mehreren Unbekannten; Rechnungen des bürger- lichen Lebens nach dem- und Mehrheitsschluss, mittelst Proportionen und Gleichungen, der Kettensatz.
5. Geometrie. Die Aehnlichkeit der Figuren, Goniometrie und ebene Trigonometrie; Auflösung verschiedener Aufgaben. Wiederholung der wichtigsten Sätze aus der Planimetrie.
6. Geschichte. Deutsche Geschichte bis zum Jahre 1648.
7. Geographie. Europa, besonders Deutschland.
8. Naturgeschichte. Innerer Bau und Leben der Pflanzen. 28 Pflanzenfamilien aus dem Gebiete der Dikotyledonen, darunter sämtliche deutsche Waldbäume und viele Kolonial- und Gewürzpflanzen, 5 aus dem Gebiete der Monokotyledonen und 12 w ichtige Repräsentanten der Akotyledonen.— Uebersicht des Tierreichs; spezielle Betrachtung der Wirbeltiere und wirbellosen Tiere unserer Fauna.
9. Naturlehre. a. Physik: Meteorologie, Magnetismus, Elektrizität, Schall.— Anleitung zum Anstellen von Versuchen.
b. Chemie: Die wichtigsten Metalle und ihre Verbindungen mit Rücksicht auf die hierher gehörigen Minerale.
10. Französisch, Schulgrammatik von Plötz, Lekt. 30—58. Gelesen: Einige Stücke aus der Chrestomathie von Plötz, Seetion IV; 4 Erzählungen aus„Contes populaires“ und„Contes des bords du Rhin* von Erckmann-Chatrian.
ll. Schönschreiben. Fortgesetzte Uebung der deutschen und lateinischen Schrift. Einübung der Kanzlei- und Rundschrift. Uebung im Vorschreiben an der Wandtafel; Methodik des Schreibunterrichts.


