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teilnehmen, wird in Selbstregie‘betrieben. Der Preis für die gesamte Verköstigung einschliesslich der Zwischenmahlzeiten um 9 Uhr und 4 Uhr stellt sich pro Kopf und Tag auf 70 bis 75 Pfg.
Seit dem 1. Juli wird zur Deckung der durch die Kostwirtschaft vermehrten Ausgaben für Heizung und Beleuchtung pro Kopf und Verpflegungstag ein ökonomischer Beitrag von 5 Pfg. erhoben.
Um den Seminaristen ausser der Arbeitszeit Gelegenheit zu unterhaltender und nützlicher Beschäftigung zu geben, ist im Winter 1880/81 ein Lese- und Spielsaal ein- gerichtet worden, der den Zöglingen zu bestimmten"Tagesstunden geöffnet ist.
Aus dem Jahresbeitrag der Seminaristen, der in Zukunft 1: Mark 50 Pfg. nicht übersteigen wird, wurde eine grössere Anzahl von Spielen angeschafft, von denen na- mentlich die Schachspiele fleissig benutzt werden. Weiter werden 6 illustrierte Zeit- schriften gehalten. Dann liegen zahlreiche Bücher zum Lesen aus, namentlich gute Volks- und Jugendschriften, Klassiker, leichte pädagogische Schriften u. s. w. Da wir genötigt sind, Den Beitrag sehr gering zu halten, so Wändten wir uns vor einigen Mo- naten an eine Reihe Wedentenderäf Verleger von Volks- und Jugendschriften Ba: der Bitte um Gratisexemplare und Preisermässigungen. Unsere Bitte hat einen überraschend günstigen Erfolg gehabt. Es sind uns so Eahlreiche und wertvolle Sendungen zuge- kommen, dass dem nächsten Lesebedürfnis völlig genügt ist. Wir verfehlen nicht, den geehrten Herrn Verlegern den seziemenden Dank auszusprechen. Wir werden in kurzer Zeit im Besitz einer Mustergültigen Volks- und Jugendbibliothek sein, die nicht nur den Seminaristen in ihren Freistünden eine ‚nützliche Ubd belehrende Unterhaltung gewähren wird, sondern auch dazu dienen soll, ihr Interesse für Verbreitung guter Fyolke: und Jugendschriften zu wecken, und die hey wenn sie ins Amt kommen, als Muster für die Einrichtung kleiner Volks- und Jugendbibliotheken dienen kann.
Durch Alerhbenete Dekrete vom 12. März 1881 wurden die Seminarlehrer Bern- hard Ofenloch zu Bensheim und Heinrich Weinel zu Friedberg zu Lehrern an unserer Anstalt ernannt.
Die Allerhöchsten Geburtstage Seiner Majestät des Kaisers und Seiner Königlichen Toheit des Grossherzogs wurden Pauk ch öffentlichen Festaktus gefeiert. Auf Ulisher: r0g8 Geburtstag hielt Seminarlehrer Ofenloch die Festrede über Ludwig I.
Durch Allerhöchstes Dekret vom 25. September wurde der provisorische 8 eminar- lehrer Dr. Johann Baptist Weckerle definitiv angestellt.
Durch Verfügung vom 1. December 1881 wurde Seminarlehrer Ohly auf sein Nach- suchen von den Nebenstellen eines Seminarkasse- und Seminarkostkasserechners entbun- den. Dürch dieselbe Verfügung wurden die Rechnerstellen dem Stadtkasserechner Jacob Gundrum und die neu geschaffene Stelle eines Materialverwalters dem Hilfslehrer Zimmermann übertragen.
Geschenke wurden der Anstalt zugewandt von dem, Grossherzoglichen Ministerium des Innern und der Justiz,
Herrn Geh. Oberbaurat Dr. Müller in Darmstadt,
Buchhändler Medicus in Alzey,
> Ackermann in Alzey, Gutsbesitzer Karl Römer in Alzey, Dr. med. Weiffenbach in Alzey, Dr. med. Weber in Alzey, Rentner Kissel in Alzey, Direktor Thomas in Alzey, Postdirektor Wimmer in Alzey, j Grafen Friedrich zu Solms-Laubach Erlaucht in Laubach, Buchhändler J. P. Diehl in Darmstadt,
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