Jahrgang 
1930
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zeichnen nach Erlebniſſen u. Bildſkizzen nach Stoffen des Leſebuchs. Kreisteilungen in form von Vier- u. Dreipaß u. Fiſchblaſenmuſter. Uebungen in Kunſtſchrift. UIII. Stilarten an der Hand des Materials der Kusſtellung: Das Land Waldeck. Skizzierübungen im Freien nach einfachen Häuſern u. Häuſergrupypen. Auf- meſſen verſchiedener Räume des Schulhauſes und Darſtellung, Kusziehen und Anlegen von Grundriſſen. Olll. Seichnen nach natürlichen Vorbildern unter Berückſichtigung von Licht, Schatten und farbe. Farben- herſtellung. Grabſteine, Kreuze uſw. in parallelperſpektiviſchen nſichten liſometriſch, dimetriſch u. trimetriſch). UIl. Fortſetzung der Aufgabe der OlII. Projizieren einfacher geometr. fFlächen und Körper bei gegebenem Neigungswinkel. Vorträge über Maltechniken und Vervielfältigungsverfahren. Oll. Zeichnungen in Blei, Feder u. Waſſerfarben. Entwicklung des holzſchnittes, Kupferſtiches, Radierung. Einführung in die Fentral⸗ perſpektive. UI. Skizzieren im Freien. F5entralperſpektiviſche Darſtellung in Front- und Schrägſtellung. Ol. Kunſtgeſch. Vorträge in der Kusſtellung: Das Land Waldeck, anſchließend Skizzierübungen. Uaturſtudien in verſchiedenen Techniken. Seichnen nach lebenden Menſchen. Schwierigere zentralperſpektiviſche Darſtellung nach eigenen Maßſkizzen mit Schattenkonſtruktionen.

d. Wahlfreie Arbeitsgemeinſchaften. Wegen der ungünſtigen Zugverbindungen beſchränkt ſich die Teilnahme meiſt auf die einheimiſchen Schüler. 1. Philoſophie(nur im Sommer) 1 ſtdg. Einführung in das philoſ. Denken(im Anſchluß an Albrich, Bücherei der Volkshochſchule.) 2. Deutſch(nur im Sommer) 1 ſtdg. Romantiſche Dichtung. 3. Chemie. Prakt. 1ſtdg. Uebungen zur Erkenntnis der Eigenſchaften der Leichtmetalle. Alaune. herſtellung der Chromfarben. Einführung in die organiſche Chemie.

4. Biologie. 1 ſtdg. Entwicklung der Abſtammungslehre und ihre Grundlagen. Gebrauch des Mikroſkops. herſtellung einfacher färbungen u. mikroſk. Dauerpräparate.

5. Phyſik. 1 ſtdg. Mit hilfe der Grimſehl'ſchen Schülerübungsapparate ſyſtematiſche Uebungen u. Meſſungen. Eingehender wurden behandelt: Kaloriemetrie, Photometrie, Beſtimmung des Brechungs⸗ erponenten, Linſen u. optiſche Inſtrumente, Ohm'ſches u. Kirchhoff'ſche Geſetze, Meſſung von Widerſtänden u. Wärmeäquivalenten. Schülervortrag über Atomtheorie u. damit zuſammenhängende Fragen.

6. Seichnen. 1 ſtdg. Studien in Blei, Feder u. Kquarellfarben nach der Natur im Freien. 5eichnen und Malen nach natürl. Vorbilde. Schwierige Perſpektiv- u. Schattenkonſtruktionen.

II. Bericht über die Lehrer.

1. Da der bereits zu Beginn des Kalenderjahres ernannte Studienrat für die ſeit Jahren freie (Faber'ſche) Stelle noch vor ſeinem Dienſtantritt Oſtern 29 aus dem preuß. Staatsdienſt ausſchied, ſo ver⸗ zögerte ſich die Wiederbeſetzung; das P. S. K. übertrug die einſtweilige Verwaltung der Stelle dem Stud. Hſſ. Herrn Dr. Münch(bisher Realg. Melſungen). Am 1. 10. 29 wurde Herr Dr. Münch zum Stud. Rat in dieſer Stelle ernannt. Sum gleichen Seitpunkt wurde auch die andere freie Stelle(ehemals Krummel'ſche) an der Rnſtalt durch die endgültige Anſtellung des Muſiklehramtsbewerbers Herrn Leſſer wieder beſetzt, nachdem dieſer bereits ſeit einem Jahr an der Schule tätig geweſen war u. gleichzeitig das vorgeſchriebene Probeiahr abgeleiſtet hatte.

Dilhelm Münch, geb. März 1900 zu Rrolſen, beſuchte die Realſchule in Geiſenheim u. die Ober⸗ realſchule zu Diesbaden, an der er 1917 die Reifeprüfung ablegte. Dach Beendigung ſeiner milit. Dienſtzeit ſtudierte er in Straßburg, Preiburg i. Br., Bonn u. Marburg Deutſch u. neuere Sprachen. Zum Dr. phil. wurde er 1923 in Marburg promoviert. Die wiſſenſchaftl. Prüfung beſtand er 1924, die pädagogiſche 1927. Dährend der Dorbereitungszeit war er dem ſtädt. u. dem ſtaatl. Realgum⸗ naſium in Diesbaden überwieſen, als Stud. Aſſeſſor war er 1927 an der Oberrealſchule in Hanau, 1928 am Dealgumnaſium in Melſungen tätig. Oſtern 29 trat er in das Rollegium unſerer Anſtatt ein, zunächſt als Stud. Kſſ.

Alfred Jeſſer, geb. im Jan. 1902 in Faſſel, bejuchte das Tehrerſeminar in Schlüchtern u. war gleich⸗ zeitig Schüler des Fuldaer Nonſervatoriums. Dach Beſtehen der erſten Tehrerprüfung 1922 war er vorübergehend im Schuldienſt, an der Raiffeiſenband u. am Raſſeler Staatstheater tätig. Mit dem von ihm gegründeten Rirchenchor der alten lutheriſchen Rirche in Kaſſel trat er mit größeren Derben