Umgebung. Die übrigen Klaſſen Halbtagswanderungen. 26. Nov. wie oben(Schillers Fiesko). 18. Febr. wie oben(Leſſings Nathan mit Wüllner als Gaſt, am Vormittag Rezitationen von Wüllner). 20. März. Halb⸗ tagswanderungen in die Umgebung.
11. Schülervereine. So ſehr die Schule einerſeits eine zahlreiche Beteiligung der Schülerſchaft an den Schülervereinen wünſcht und fördert, ſo übt ſie andererſeits keinen Druck zum Eintritt aus. Die Mitgliedſchaft wird in jedem Falle freigeſtellt und hängt in erſter Linie von der Erlaubnis der Eltern ab.
a) Realgymnaſialturnverein.(Bericht des Schriftführers)) Der im Jan. 26 gegründete Schülerturn⸗ verein mit Selbſtverwaltung unter Aufſicht der Schule entfaltete auch im Berichtsjahre eine rege Tätigkeit. (Mitgliederzahl: 55, d. h. die Mehrzahl der einheim. Schüler.) Seine vielfachen Erfolge in Leichtathletik, Fauſt⸗ und Handballſpiel ſowie im Geräteturnen laſſen ihn eine der erſten Stellen in der Reihe der Turn⸗ vereine des Gaues Waldeck einnehmen. Außer manchen Siegen im Bezirksturnfeſt(Mai 27) konnte der Verein die Gaumeiſterſchaft im Handballſpiel erringen. Während des Sommers wurden vorwiegend Leichtathletik und Spiel gepflegt, im Winter Geräteturnen. Gegen Ende des Schuljahrs wurde der Verein im Gerätewettkampf gegen den Turnverein des Landesgymn. Corbach mit einigen Punkten geſchlagen.
b) V. D. A. Der Schulgruppe des V. D. A. gehören 190 Schülerſinnen) au. Leiter: Stud⸗Rat Weber. An Beiträgen wurden 114% ℳ abgeliefert.
c) Schülerorcheſter. Der ſchon ſeit langem gehegte Wunſch, auch an unſerer Schule ein Orcheſter zuſammenzuſtellen, war bisher an den übergroßen Schwierigkeiten(in erſter Linie Beſchaffung der Inſtrumente) geſcheitert Im Herbſt ſetzte Stud⸗Rat Dr. Brandt den Wunſch in die Tat um. Leider konnte die Schule dem neugegründeten Verein nur in geringem Maße(durch Beſchaffen von Noten) eine materielle Unterſtützung zu⸗ teil werden laſſen. Da ſich die Schule fürs erſte auch weiterhin auf mehr ideelle Förderung beſchränken muß, ſo iſt die Verbindung zwiſchen Schule und Verein noch ſehr loſe. Die muſikaliſche Leitung hat Herr Ober⸗ poſtſekretär Wunderlich übernommen. Mitte Dezember trat der Verein in unſerer Aula zum erſten Male an die Oeffentlichkei im März fand ein größeres wohlgelungenes Konzert ſtatt, bei dem Frau Präſident Dihle (Geſang), Frau Beil(Klavier), unſer früherer Kollege Herr Stud.⸗Rat Wieſe(Geſang) und Herr Beil(Cello) ihre Kunſt in den Dienſt der guten Sache ſtellten. Wir hoffen gern, daß die immer noch vorhandenen Schwierig⸗ keiten(z. B. geeigneter Nachwuchs) überwunden werden und danken dem Gründer, dem Leiter und den Mit⸗ wirkenden für ihre Arbeit, die ein wertvolles Stück in der Ausbildung unſerer Schüler bedeutet.
12. Der Geſundheitszuſtand der Schülerſchaft war im allgemeinen gut, die Schulverſäumniſſe gingen im großen und ganzen nicht über das übliche Maß hinaus. Allerdings mußten eine Schülerin(UII) und ein Schüler(LIII) wegen ſchwerer Erkrankungen, deren Nachwirkungen vorläufig einen Schulbeſuch ausſchließen, kurz vor Oſtern die Schule verlaſſen; ein Oberprimaner und ein Quintauer fehlten faſt das ganze Winter⸗ halbjahr wegen nervöſer Erſcheinungen und konnten daher das Klaſſenziel nicht erreichen; ein Quintaner mußte auf 6 Wochen zu einem Aufenthalt an der See beurlaubt werden. Zwei Fälle von Diphtheritis in der Prima waren nur leichter Art. Die ſchulärztliche Beaufſichtigung lag in den Händen des Kreisarztes, Medizinalrats Dr. Vogt, der ſämtliche Schüler(innen) im Oktober unterſuchte.
13. Das Schulgeld beträgt für Einheimiſche 200, für Auswärtige 250, das Eintrittsgeld 5 ℳ. Frei⸗ ſtellen waren verliehen an Einheimiſche: 3 ganze, 2 dreiviertel, 6 halbe, an Auswärtige: 3 ganze, 1 dreiviertel, 10 halbe, 1 viertel. Geſchwiſterermäßigungen genoſſen auf Antrag gemäß miniſt. Beſtimmung:
25% 50% 100% Einheimiſche: 17 4 1 Auswärtige: 13 2—
Erziehungsbeihilfen wurden gewährt: an einen Schüler 250 Nℳ; ein Schüler erhielt eine Reiſeunter⸗ ſtützung von 30£ℳ
Von dem geſamten Schulgeldaufkommen ſind vorgeſehen 20% für die oben genannten Freiſtellen, Ge⸗ ſchwiſter rmäßigungen, Erziehungsbeihilfen ſowie zum weiteren Ausbau der Hilfsbücherei.
14 Die Berufsberatung durch die Schule, die St.⸗Rat Dr. Haaß übernommen hat, wurde von den Eltern kaum in Anſpruch genommen und beſchränkte ſich auf die Bekanntgabe der amtlichen Merkblätter und gelegent⸗ liche Beſprechungen im Unterricht. Die kleine Bücherei über Berufsberatung wurde vielfach benutzt.


