Jahrgang 
1914
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10. Zeichnen, 2 St. Freihandzeichnen: farbentreffübungen. Seichnen und Malen nach Gebrauchsgegenſtänden, Natur- und Kunſtformen, Zigarrenkiſten in verſchiedenen Lagen. Gläſern,. flaſchen, Vaſen, Früchten. Pinſelübungen ohne Vorzeichnung. Im Sommer Einführung in das Zeichnen nach der Natur im freien. Thiemann.

Quarta. Ordinarius: Im Sommer: Wiſſ. hilfslehrer Walkhoff, im Winter: Wiſſ. Hilfslehrer Dr. Haaß.

1. Religion, 2. St. Einteilung der Bibel. Altteſtamentliche Geſchichten bis zur Trennung des Reichs. Das Markusevangelium. 4 neue Lieder. 3. Hauptſtück mit Sprüchen. Wieder- holung des Lernſtoffs der vorhergehenden Klaſſen. Krummel.

2. Deutſch, 3 St. Geleſen wurden Gedichte und Proſaſtücke, beſonders geſchichtlichen und erdkundlichen Inhalts, aus dem Leſebuch. Die im Kanon verzeichneten Gedichte wurden gelernt. Wiederholung der Formenlehre und Syntax. Der zuſammengeſetzte Satz. Regeln über die Seichenſetzung. Das Einfachſte aus der Wortbildungslehre. Alle 4 Wochen ein häuslicher oder Klaſſenaufſatz, dazwiſchen Diktate. Sommer: Walkhoff, Winter: Haaß.

3. Latein, 7 St. Geleſen: Der ältere und der züngere Miltiades, Themiſtokles, Kriſtides, CTimon: Thraſybul, Epaminondas, Hannibal(teilw.) nach Oſtermann.

Wiederholung der Formenlehre, beſonders der Verba. Die Caſuslehre und das Wichtigſte aus der Tempus- und Moduslehre. Lautverſchiebung. Alle 14 Tage eine Hausarbeit, alle 4 Wochen ein Extemporale. Sommer: Paulus, Winter: hufnagel.

1. Franzöſiſch, 8 St. Dubislav und Boek, Elementarbuch B, Kap. 1 26 und Anhang: 1. Lehrjahr. Einführung in die Ausſprache, Teilungsartikel. Indikativ von avoir und étre, die regelmäßigen Verben auf er, Grund- und Ordnungszahlen, Steigerung, Umſtandswort, Frageſatz, die perſönlichen fürwörter, Verben auf ir und re. Sprechübungen im Anſchluß an die Grammatik, an Bilder und Ereigniſſe des täglichen Lebens, kleine Inhaltsangaben, einige häufig gebrauchte ſtarke Verben. Einige Gedichte wurden gelernt. Stete Wiederholung des Wortſchatzes. Alle 4 Wochen eine Hausarbeit und ein Extemporale. Schmidt,(Becker).

5. Erdkunde, 2. St. Länderkunde Europas mit Kusſchluß des Deutſchen Reichs. Karten- ſkizzen. Sommer: Paulus, Winter: Haaß.

6. Geſchichte, 2 St. Geſchichte des Altertums bis zum Tode des Auguſtus. Sommer: Hufnagel, Winter: Silomon.

7. Geometrie, 2 St. Lehre von den Geraden, Winkeln und Dreiecken. Einfache Dreieckskonſtruktionen. Walkhoff.

8. Rechnen, 2 St. Behandlung der Dezimalzahlen und Dezimalbrüche. Einfache und zuſammengeſetzte Regeldetri, Sins-, Prozent und Rabattrechnung. Wiederholung der Lehraufgabe der Quinta. Sommer: Walkhoff, Winter: Krummel.

9. Naturgeſchichte, 2 St. Im Sommer: Vergleichende Beſchreibung von Blütenpflanzen aus den wichtigſten natürlichen Ordnungen. Das Linneſche Syſtem. Im Winter: Syſtematiſche Behandlung der Säugetiere, Reptilien, Amphibien und Fiſche. Wiederholung: Vögel. Krummel.

10. Zeichnen. 2 St. Kbzeichnen ebenflächig erſcheinender Gegenſtände(gepreßte Natur- blätter, farbige Tonflieſen, Schmetterlinge). Farbentreffübungen; Pinſelzeichnen. Von Blättern wurden gezeichnet: Sauerklee, Efeu, Löwenzahn, Eiche, Blutbuche, Khorn, Kaſtanie, wilder Wein, Erdbeere. Feichnen von Stoffmuſtern und fFedern. Thiemann.