10. Zeichnen, 2 St.— Freihandzeichnen: Seichnen und Malen(Aquarell) nach Vaſen, Flaſchen, Krügen, Kannen, Gläſern, Vogelfedern, Vogelfüßen, öweigen mit Früchten; Pinſelzeichnen ohne Vorzeichnung. Im Sommer auch Skizzierübungen im Freien.
Einearzeichnen, 2 St. mit Ull, Oll u. UI: Übungen im Gebrauch von Schiene, Dreieck und 5irkel. Einfache Konſtruktion unter Fugrundelegung der regelmäßigen Vielecke, Kreis- teilungen, Fenſter, Tür, Wandtafel uſw. Ubungen im Kuszeichnen und Anlegen.— Thiemann.
Unter-Tertia. Ordinarius: Sommer: Wiſſ. Hilfslehrer Dr. Thüre, Winter: Oberlehrer Pfeifer.
1. Religion, 2. St.— Geographie Paläſtinas. Geſchichte des Volkes Jsrael von Moſes bis Salomo. Einiges aus den Propheten und Pſalmen. Das Kirchenjahr. Die gottesdienſtliche Ordnung. 4. und S5. Hauptſtück. 4 neue Lieder. Wiederholung des früheren Lernſtoffs.— Pfeifer.
2. Deutſch, 3. St.— Geleſen wurden Stücke aus den Eddaliedern, dem Nibelungen- und
Gudrunliede, Balladen von Uhland, Schiller, Heine und andere ausgewählte Gedichte, daneben Muſterſtücke deutſcher Proſa. Gelernt wurden hauptſächlich Gedichte von Uhland. Rleinere Vorträge zur Übung im Freiſprechen. Wiederholung der grammatiſchen Aufgaben der drei unteren Klaſſen. Alle 4 Wochen ein KAufſatz.— Sommer: Thüre, Winter: Schmidt und Silomon. 3. Latein, 5. St.— Wiederholung und Erweiterung der Kaſuslehre. Wiederholung der Formenlehre. Überſetzen entſprechender Stücke aus dem Oſtermannſchen Übungsbuche. Alle 4 Wochen eine Hausarbeit und eine Klaſſenarbeit. Geleſen: Caesar de bello Gall. I 1— 20. IV 1— 15.— Sommer: Prinz, Winter: Silomon.
4. Franuzöſiſch, 4. St.— Dubislav und Boek, Elementarbuch, Leç. 28— 55. Eingehende Wiederholung und Erweiterung der fürwörter und der regelmäßigen Konjugationen. Partizipien, Konjunktiv von avoir und éêtre und der Verben auf er, ir und re, die hauptſächlichſten ſtarken Verben. Sprechübungen im Knſchluß an den Leſeſtoff. Alle 4 Wochen eine Hausarbeit und ein Extemporale.— Pfeifer.
5. Engliſch, 3 St.— Dubislav und Boek, Elementarbuch der engliſchen Sprache, Ausgabe B, Abſchnitt 1— 10 ſowie einige Stücke aus dem Anhang. Sprechübungen. 6 Gedichte gelernt. Alle 4 Wochen eine Hausarbeit und ein Ertemporale.— Sommer: Thüre, Winter: Schmidt(Becker).
6. Erdkunde, 2 St.— Die außereuropäiſchen Erdteile; die deutſchen Kolonien. Karten- ſkizzen.— Sommer: Paulus, Winter: Haaß.
7. Geſchichte, 2 St.— Blütezeit des römiſchen Reiches unter den großen Kaiſern. Deutſche Geſchichte bis zum Jahre 1500. Daneben Wiederholung der alten Geſchichte nach dem Kanon der Jahreszahlen.— Sommer: Hufnagel, Winter: Haaß.
§. Mathematik, 5 St.— Die Grundrechnungen mit abſoluten, poſitiven und negativen Zahlen. Proportionen. Gleichungen erſten Grades mit einer Unbekannten. 5ins-, Rabatt- und Terminrechnungen.— Lehre vom Parallelogramm und Kreis ſowie von dem Flächeninhalt
gradliniger figuren. Konſtruktionen.— Walkhoff.
9. Naturgeſchichte, 2 St.— Beſchreibung ſchwierigerer Blütenpflanzen. Überblick über das natürliche Syſtem der Blütenpflanzen. Beſtimmungsübungen. Vergleichende Entwicklungsge⸗ ſchichte der Tiere und Pflanzen. Naturgeſchichte der Gliedertiere.— Brandt.


