Jahrgang 
1909
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Für die übrigen Sammlungen, die in angemeſſener Weiſe vergrößert wurden, wurden geſchenkt von dem Untertertianer Erich Dreyer: 2 Pfeilſchwänze aus dem Golf von Mexiko von dem Obertertianer Cordes: 1 Nachtpfauenauge vom Obertertianer Cordes: 1 Modell einer Winde vom Obertertianer Dreyer: ein ſelbſtgefertigtes Modell einer Kanalwage ein ſelbſtgefertigtes Modell zur Beſtimmung des ſpecif. Gewichts ein Modell zur Demonſtration des Auftriebes in der Luft vom Unterſekundaner Rumpf: ein Elektrophor von Herrn Prof. Schmidt: ein Standglas mit Kali und Natron⸗Salzen von den Obertertianern Werner Dreyer und Ferd. Küttler die ſelbſtgefertigten Modelle einer Balliſte und eines Skorpions.

Für alle Gaben ſage ich beſten Dank.

VI. Stiftungen und Unterſtützungen der Schüler.

Herr Prof. Schmidt ſchenkte den Schülern anWicherns 100. Geburtstag 100 Stück der Feſtſchrift des Rauhen Hauſes und an Luthers Geburtstag 30 Stück einer verkleinerten Nach bildung von Wislicenus'Luther auf dem Reichstag zu Worms.

Aus der von Prof. Schmidt verwalteten Hilfsbücherei, die durch Schenkungen der Verleger und früherer Schüler vergrößert wurde, wurden ſechs Schüler unterſtützt. Sie kann noch mehr, wie bisher geſchehen iſt, benutzt werden.

VII. An die Eltern und Pfleger.

1. Unſere Jungen können nur dann zu geſunden und kraftvollen Gliedern unſeres Volkes erzogen werden, wenn Eltern, Pfleger und Lehrer dasſelbe Ziel erſtreben.

Wenn Ausſchreitungen bemerkt werden, ſo iſt es Pflicht aller Wohlgeſinnten, dies ver⸗ trauensvoll zur Kenntnis des Ordinarius oder des Direktors zu bringen. Es iſt ſelbſtverſtändlich, daß ſolchen Pflegern, die durch fortgeſetztes Verheimlichen rechtzeitige Abhilfe verhindern, die häusliche Beaufſichtigung der Schüler fernerhin nicht überlaſſen werden kann.

2. Um die Schüler vor der ſog. Schundliteratur zu bewahren, rate ich dringend, ſtreng darauf zu achten, daß ſie nach gewiſſenhaft beendigter Arbeit nur ſolche Bücher leſen, die der reichhaltigen Schülerbücherei entnommen ſind.

3. Aus guten Gründen rate ich, Bücher, Hefte und andere Lehrmittel ſofort zu bezahlen; es iſt dies für alle Beteiligten vorteilhaft.

4. Um nicht im letzten Augenblick auf große Schwierigkeiten zu ſtoßen, empfiehlt es ſich, womöglich ſofort nach Vollendung des 17. Lebensjahrs die Berechtigung zum einjährig⸗ freiwilligen Dienſt zu erwerben. Dem Geſuch, das an die Königl. Prüfungs⸗Kommiſſion für Einjährig⸗Freiwillige zu richten iſt, iſt in Urſchrift beizufügen: