Jahrgang 
1904
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Bilderbuch zur preußiſchen Geſchichte, und Frank, Pflanzen⸗Tabellen, Geſchenke der Verlagsbuch⸗ handlung H. Schmidt und K. Günther. Das Neue Teſtament mit Bildern, herausgeg. von Müller und Benzinger, Geſchenk des Herrn Oberlehrers Schmidt.

2. Für die Schülerbibliothek wurden auf Rechnung der Gutenbergſtiftung beſchafft: Vogel,

Frau Märe. Mercator, Hexenkind. Capelle, die Befreiungskriege, l u. II. Sperl, die Fahrt nach der alten Urkunde. Gurlitt, Virtus Romana. Klee, Die alten Deutſchen.

Grube, Tier⸗ und Jagdgeſchichten. Nauticus für 1903.

3. Für den geographiſchen Unterricht wurde angeſchafft: Ein Globus. Eine Karte des oſtaſiatiſchen Kriegsſchauplatzes. Eine Karte Südweſtafrikas. Eine Rolle zum Aufhängen der Landkarten. Ein Stereoſkop mit 48 Bildern wurde von Herrn Oberlehrer Schmidt geſchenkt.

4. Für den phuſikaliſchen und naturwiſſenſchaftlichen Unterricht wurde angeſchafft: Eine Influenz⸗Maſchine nach Wimshurſt. Pfurtſcheller, Zoologiſche Wandtafeln 17 und 9. Chemikalien. 100 Inſektenkapſeln. 5 Schränke erhielten Glastüren. In der neugeord⸗ neten Schreiber'ſchen Vögel⸗ und Säugetierſammlung wurde eine Gedenktafel angebracht mit den Namen der Stifter und dem Widmungsjahr. Eine Schmetterlingsſammlung ſchenkte Herr Maler Karl Schumacher.

Für alle freundliche Gaben ſage ich beſten Dank.

5. Für den Turnunterricht wurden beſchafft: Ein Fußball. 3 Schlagbälle. 2 Dis⸗ kusſcheiben.

6. Für den Zeichenunterricht wurden 2 antike Konſolen angeſchafft. Über andere Zuwen⸗ dungen ſ. Chronik!

VI. Stiftungen und Anterſtützungen der Schüler.

Milde Stiftungen zur Unterſtützung armer Schüler ſind nicht vorhanden.

VII. An die Eltern und deren Ötellvertreter.

Wir wollen die heranwachſende Jugend, mit den nötigen Kenntniſſen ausgeſtattet, auf den rechten Weg des Lebens führen, alſo, daß ſie mit frendigem Blick die Wunder der Schöpfung erſchaut und jauchzend erkennt, wie in der Vergänglichkeit alles Irdiſchen nur der des Lebens höchſte Wonne atmen kann, nur der glückſelig leben und ſterben kann, der Gott ergeben alle Kraft entwickelt zum Heil des Vaterlands, der Welt: Dieſes hohe Ziel wird von den Lehrern, den berufenen Erziehern der Jugend, deſto eher erreicht, je mehr die Eltern und Pfleger gleich geſinnt zu gleichem Ziele ſtreben.

Da die Lehranſtalt die wichtigſte Stätte für die Kraftentfaltung der Knaben und Jünglinge iſt, ſo muß man vor allem darauf achten, daß ſie möglichſt friſch zum Unterricht kommen; man muß zu Hauſe alles tun, was die Entwicklung fördert, und alles fernhalten, was ſie ſtört.

Bei der Muſterung der wehrpflichtigen Jugend wurde in den letzten Jahren eine bedeutende Verringerung der Sehkraft und eine Zunahme krankhafter Störungen der Herztätigkeit feſtgeſtellt.