Jahrgang 
1895
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Erzielung und Förderung einer guten, leſerlichen Handſchrift bei den Schülern höherer Schulen betr.

Caſſel, 11. Februar 1895. Die am 31. März 1892 erlaſſene(im Programm Oſtern 1893 mit⸗ geteilte) Ferienordnung ſoll bis auf weiteres in Geltung bleiben.

III. Chronik der Schule.

Das Schuljahr begann am 3. April; neu aufgenommen wurden 18 Schüler.

Mit Beginn des Sommerſemeſters ſchied Herr Weyh aus ſeiner Stellung als proviſoriſcher 4. Lehrer. Durch Eifer und ebenſo gewiſſenhaften als planmäßigen Unterricht hatte er es ver⸗ ſtanden, die Schüler zu fördern und ſich ihre Liebe zu erwerben. Derſelbe übernahm eine Stel⸗ lung in Schwerin an der Warthe. Mit der Verſehung der betr. Lehrerſtelle wurde der wiſſen⸗ ſchaftliche Hülfslehrer am Realgymnaſium zu Caſſel Herr Kunze beauftragt.

Vom 4. April an war Herr Dr. Menk zu einer Swöchigen militäriſchen übung einberufen und wurde derſelbe durch den wiſſenſch. Hülfslehrer am Gymnaſium zu Fulda Herrn Dietz vertreten.

Mit Anfang des Sommerſemeſters wurde der bisherige Turnlehrer Herr Hofgoldſchmied Drube auf ſeinen Antrag von dem Amte, das er ſeit Mitte der ſechziger Jahre mit dem größten Eifer und gewiſſenhafter Treue verwaltet hatte, entbunden. Für ſeine an Erfolgen reiche Thätigkeit ſpreche ich demſelben auch hier den Dank der Anſtalt aus.

Pfingſtferien 13. 16. Mai.

Am 18. Juni machte die Schule einen Nachmittagsausflug in die Umgegend von Arolſen (Landau, Braunſen, Mengeringhauſen), an welchem ſämtliche Schüler und Lehrer mit Ausnahme des Rektors teilnahmen.

Sommerferien: 8. Juli bis 6. Auguſt.

Auf Präſentation der Stadt wurde Herr Kunze vom Königl. Prov. Schulkolleg. als ordent⸗ licher Lehrer des Realprogymnaſiums am 17. Juli beſtätigt.

Vom 7. Auguſt bis 15. September war Herr Dr. Nagel zum Zweck einer Studienreiſe nach England beurlaubt. Derſelbe wurde vertreten durch den Kandidaten des höheren Schulamts Herrn Heyken aus Caſſel.

Am 1. September machte die Anſtalt einen Ausflug mit der Bahn nach Bredelar und von da über Padtberg und Adorf zu Fuß nach Corbach, von wo mit der Bahn zurückgefahren wurde. An demſelben beteiligten ſich faſt alle Schüler und die Lehrer außer dem Rektor. Der Bedeutung des Sedantages wurde vom Herrn Dr. Menk in einer Anſprache an die Schüler gedacht.

Am 9. Oktober nahm das Winterſemeſter ſeinen Anfang.

Am 7. und 8. December wurde in den einzelnen Klaſſen je 1 Stunde darauf verwandt, um den Schülern die Bedeutung des Lebens und Wirkens Guſtav⸗Adolfs für die evangeliſche Kirche klar zu machen.

Weihnachtsferien: 23. December bis 8. Januar.

Am 19. Januar, dem Vortage des Geburtstages Sr. Durchlaucht des Fürſten, veranſtaltete