Jahrgang 
1890
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gemeinen(K. Hoffmann»Deutsche Sprachlehre«). Einübung der wichtigsten Regeln nach dem ,,Wörterverzeichnis für die deutsche Rechtschreibung-« mit Berücksichtigung der gleich- uud ähnlich- lautenden Wörter; Diktate darüber. Ausarbeitung von Anfsätzen Erzählungen, Be- schreibungen, Briefe., ·

Klasse IV, 5 St., bei Herrn Schreiner: Uebungen im Lesen Und Deklamierenz freier Vortrag von Lesestücketi aus Paldamus IV. Teil; Diktierübungen; Aufsätze erzählenden und beschreibenden Inhalts, Vriefe und Uebertragungen von Gedichten; der Stoff zu den Aufsätzen wurde meistens dem Lesebuch entlehnt. Wiederholung, Erweiterung und Vollendung der Wortlehre; Satzlehre: der einfache erweiterte, der zusammengezogene Satz und die Satz- verbindung; das Satzgefüge nur im allgemeinen; Lehre von den Satzzeichm-

Klasse Ill, 4 St., bei Herrii Härter, seit Januar bei Herrn Walger: Aus dem Lesebuche von Paldamus V wurden Prosastücke, wie Gedichtc, gelesen und erklärt. Zuin Vor- trag dienten Gedichte, Lesestücke, sowie eigens angefertigte Jnhaltsangaben von Lesestücken und Aufsätze. Wiederholung der Satzlehre; die Gesetze des Periodenbaus, sowie die Wortbildungs- lehre, im Anschluß an die Lesestücke. Schriftliche Uebungen in der Rechtschreibung zur Be- festigung der aus dem»Regeln- und Wörterverzeichnis für die deutsche Rechtschreibung« gelernten Regeln, namentlich auch in der Rechtschreibumi der gebräuchlichsten Fremdwörter. Ausarbeitung von Aufsätze11.

· Klasse H, 4St., bei Herrti Schnellbächer: Gelesen wurden: Schiller,WilhelIII Tell und Lessing: Minna von Barnhelni, ferner aus Paldamus V: Prosastücke, sowie im Canon bestimmte Gedichte. Bei den poetischeu Werken wurde das Wichtigste aus dem Leben der Dichter- der Verslehre u. s. w. besprochen, bei den Prosawerken die Lehre von dem Satzbau, der Recht- schreibung nnd den Satzzeicheit befestigt. Zur Uebung im Vortrag dienten Gedichte, geeignete Auftritte aus den gelesenen Schauspielen, ferner Jnhaltsangaben des Gelesene11. Schriftliche Arbeiteti- Aufsätze und Uebungen im Zergliedertt von Aufsatzstoffen schlossen sich haupt- sächlich an das im Deutschen oder Französischen Gelesene an.

Klasse l, 4 St., bei Herrn Veith: a) Gelesen wurden größere zusannnenhängende Stücke aus Paldamus V; Dispositionsüblingen an denselben, sowie Uebungeti im mündlichen Vortrag; Wiederholung von Wilhelm Tell; neu: Jungfrau von Orleans von Schiller. Me- morieren von Gedichten. b) Die Geschichte der deutscheit Nationalliteratur bis zur Neuzeit mit eingehender Behandlung der Blüteperiodeti und der in Paldamus Vl gebotenen Dichtungen. c) Aufsätze.im Anschluß an das Gelesene, den geschichtlichen und literarischen Unterricht; freie Wiedergabe französischer und englischer Erzählungen

3 Französisch

Klasse Vl, 6 St., bei Herrn Garnier: Einübung der Aussprache und der Formen- lehre der Hauptsache nach G 153 des Lehrgattgs der französischen Sprache von Löwe). Lese- stücke aus dem»Sprachstoff für Quinta« desselben Lehrgangs übersetzt und erklärt. Uebungen im Memorieren. Extemporalien..

Klasse V, 6 St., bei Herrn Dr. Hager: Vervollständigung der Formenlehres nach dem Lehrgang von Löwe. Schwierigere Stücke für Quinta wurden wiederholt, dann ein großer Teil der Lesestiicke für Quarta übersetzt, auch die schriftlichen Arbeiten teilweise zurückübersetzt. Sprech- übungen im Anschluß an das Gelesene. Auswendiglerneti von Gedichten und Prosastücketi aus beiden Teilen des Lehrbuches.

Klasse IV, 5 St., bei Herrn Veith: Nach Dr. Löwes Lehrgang: Wiederholung der Uebungsstoffe für Quarta; Vertiefung der regelmäßigen Formenlehrez Einübung der unregel- mäßigen Zeitwörter; fortgesetzte mündliche und schriftliche Uebungen über den erworbenen Sprach- stoff. Jn Löwes II. Teil wurden die Regeln über Jnversioti durchgenommen und an den Uebungssätzen eingeübt.

Klasse III, 5 St., bei Herrn Schnellbächer: Den Mittelpunkt des Unterrichts bildete die Lectiire, daran schlossen sich mündliche und schriftliche Uebungen(eine schriftliche Arbeit alle

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