Jahrgang 
1884
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Louis Bischofs aus Alsfeld ist mit seinen Eltern nach Grünberg gezogen. Heinrich Grünewald aus Alsfeld ist in Privatunterricht übergetreten. Heinrich Schneider aus Alsfeld trat einer langwierigen Krankheit wegen zeitweilig aus. Karl Bischofs aus Alsfeld ist mit seinen Eltern nach Grünberg gezogen. Friedrich Koch aus Alsfeld ist in die Volksschule übergetreten.

Konrad Schnitzel aus Alsfeld ist mit seinen Eltern nach Grünberg gezogen. Franz Veck aus Alsseld ist mit seiner Mutter nach Darmstadt gezogen. Alexander Fuchs aus Angenrod ist in die Volksschule übergetreten.

Otto Spier aus Alsfeld ist zu seinen Verwandten nach Frankfurt a. M. gezogen. Ferdinand Bis choff aus Alsfeld ist mit seinen Eltern nach Grünberg gezogen. Wilhelm Frei) aus Alsseld ist mit seinen Eltern nach Darmstadt gezogen.

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4. Hm Geschichte der nekitskyutes

Das Schuljahr begann am 2. April 1883 und endet am 28. März 1884. Durch Ver- fügung Großherzoglichen Ministeriums vom 30. März 1883 wurde Herr Dr. Noack, der seit Herbst 1881 eine Lehrerstelle verwaltet hatte, in gleicher Eigenschaft an die Realschule zu Offenbach versetzt und die dadurch erledigte Stelle dem Herrn Karl Sturnifels aus Semd übertragen.-

Karl Sturmfels, geb. am 14. März 1856 zu Semd(Kr. Dieburg), besuchte die Volksschule seines Heimatsdorfes bis 1869, von da bis Ostern 1872 die Realschule zu Groß-Umstadt und dann die allgemeine Schule des Polhtechnikums zu Darmstadt, die er im Herbst 1874 mit dem Reifezeugniß verließ. Von October 1874 an studirte er neuere Philologie an der Landeshochschulez machte im Frühjahr 1877 eine Nachprüfung am Gymiiasium zu Gießen und im Juni 1878 seine Fakultätsprüfung. Jm Herbst desselben Jahres wurde ihm die Verwaltung einer Lehrerstelle an der Realschule zu Groß-Umstadt übertragen. Herbst 1880 ging er mit Urlaub Großherzoglichen Ministeriunis nach Genf und im Juli 1881 nach England, unt sich im praktischen Gebrauch des Französischen und Englischen zu vervollkommnen. April 1883 wurde ihm eine Lehrerstelle an der hiesigen Realschule übertragen.

Durch Allerhöchsten Beschluß vom 31. März 1883 wurde Herr Eduard Härter, welcher von Ostern 1881-1883 eine Lehrerstelle verwaltet hatte, fest angestellt.

Am 2. Juli wurde von der ganzen Anstalt ein größerer Ausflug gemacht; von den unteren Klassen in die Wälder der Umgegend, vott den 3 Oberklasseti am 1. und 2. Juli nach Wilhelmshöhe und Kassel. Wettii die Witterunkz es erlaubte, wurden allmonatlich noch kleinere Spaziergätige unternommen. Ani 1(). November feierte die Anstalt den 40()jäl)rigen Geburtstag Dr. Martin Luthers durch Gesänge und einen Vortrag des Religionslehrers. Zum Andenken an diese Feier wurde jedem Schüler eine illustrirte Broschüre(Frommel, Bilder aus Dr. Martiii Luther-Z Leben) überreicht.

Der Gesundheitszustand ließ manches zu wünschen. Einige Lehrer waren 814 Tage durch Unwohlsem von der Versehung ihres Dienstes abgehalten, und auch bei den Schülern kamen in Folge katarrhalischer Leiden und des Auftretens von Scharlach viele Versäumnisse vor, besonders in der V. Klasseund in der Vorschnle. Der Schuldiener, dem in den Weih- nachtsferien ein Kind an Scharlach erkrankt war, mußte, damit die Gefahr der Uebertragung jener Krankheit möglichst vermindert werde, vom 7.19. Januar die Lehrzimmer meiden; seine Geschäfte wurden während dieser Zeit von einem Stellvertreter versehen. Jm Sommer fiel aixh4 Tagen(4. und 5..Juni, 3. und 4. Juli) wegen zu großer Hitze der Nachmittagsunter- ri t aus.«