ihre Anwesenheit, sowie durch Spendung von Turnpreisen wesentlich zur Ver- schönerung desselben beigetragen.
Der achtzehnte October wurde auch bei uns, wie fast überall im deut- schen Vaterland, mit warmem Interesse gefeiert. Am Tage vorher suchten die Klassenführer in den verschiedeneti Klassen durch passende Anspracheii und histori- sche Mittheilungen die Schüler aus die hohe Bedeutung des Festes aufmerksam zu machen. In den beiden Oberklassen wurde nach einer Schilderung der dama- ligen traurigen Lage Deutschlands eine genaue Beschreibung der Leipziger Völ- kerschlacht gegeben. Am Festtage selbst begaben sich Vormittags sämmtliche Schü- ler und Lehrer in geordnetent Zuge nach dem Gotteshause, und Nachmittags he- theiligten wir uns in gleicher Weise an dem Festzug Als Nachfeier wurde Tags daraus ein gemeinschaftlicher Spaziergang in den benachbarten Wald veranstaltet.
Am is. November traf die Anstalt ein harter Verlust: der erste Lehrer und Dirigent, Herr F. W. Greim, schied, um in seinen neuen Wirkungskreis als Director an der Realschule zu foenbach einzutreten. Wenn wir auch aii der Freude über die Beförderung den herzlichsten Antheil nahmen, so mußten wir doch im Hinblick auf das kurze Bestehen unserer Schule und auf das schöne kollegialische Verhältttiß zwischen den Lehrern seinen Weggaiig sehr bedauern. Lehrer und Schüler werden seiner stets mit Hochachtung und Dankbarkeit gedeu- ken. Möge er auch sie in freundlicher Erinnerung behaltenl
Durch Hohe Verfügungen Großherzoglicher Oberstudieti-Direction vom 26. Oc- tober und 6.» November wurden die Functionen des Dirigenten bis auf Weiteres dem Neallehrer Schäfer, und die Fuuctionen des zweiten Lehrers dem Reallebrer Götz übertrageii. Am 4. Januar 1864 trat der von Großherzoglicher Oberstu- dien-Direction zum Vicar der vierten Lehrerstelle ernannte Pfarrvicar Schrimpf seinen Dienst an, und seit dieser Zeit ist das Lehrercollegium wieder vollzählig. Während der Zwischenzeit hatteic sich die drei ordentlichen Lehrer in die Stunden des Herrn Greim so getheilt, daß in keinem Lehrgegenstand der Unterricht unter- brochen wurde. Ueber die Personalien des neuen Lehrers sind uns folgende Notizen mitgetheilt worden.
Valentin Schritan geboren am 5. Januar 1837 in Schlechtenwegen, Kreis Lauter-trach, besuchte dad Gymnasium in Büdiugeu 1852—1856, widmete sich von da an dein Studium der Theologie auf der Landesuuiversität Gießen bis 1859, war darauf Mitglied des Predigersemiuars zu Friedberg bis Herbst 1860 und bestand im Februar 1861 das Definitorialexaiueu in Darm- stadt. Von St. Goarshausen CHerzogthuIn Nassau), wo dersellse ein Jahr au einem Handelsni- ftitute als Lehrer thätig war, wurde er zuerst als Pfarroirar nach SandbaklspNeustadt im Odcii- wald und im Oktober 1862 als Pfarrverwalter nach Ober-Eiseuhausen, im Kreise Biedenkopf, ver- sehr, von wo er nach 11t4jähriger Wirksamkeit zu Anfang des Jahres 1864 als Lehrer an die Realschule zu Alafeld kam.
Durch Alter-höchste Decrete vom t. März 1864 wurden die Lehrer Schäfer und Götz definitiv an der Realschule zu Alsfeld angestellt.
Der Gesundheitszustand der Schiller war während des Schuljahrs im Ganzen befriedigend; doch haben wir den Verlust eines sehr braven, fleißige-n


