Jahrgang 
1864
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4. Georg Pfannmüller, besucht die höhere Gewerbschule in Darmstadt;

5. Johannes Fink, wird Landwirthz

6. Heinrich Knierim, wird Kaufmann;

7. Wilhelm Berck, wird Lithograph.

. Fünf von diesen Schülern erhielten im Abgangszeugniß die Note Il, und

zwei die Note Ill.

Von den im Laufe des Schuljahrs ausgetretenen 18 Schülern widmen sich 6 der Kaufmannschast, 4 erlernen ein Handwerk, 2 sind in andere Lehranstalten übergegangen, 1 wird Müller, 1 wird Apotheker, 1 ist weggezogett, l ist gestor- ben, und von den übrigen ist der Grund des Austritts nicht bekannt.

5. Clhronilt der Anstatt.

Das Schuljahr nahm am 8. Juni 1863 seinen Anfang und wird am 4. Mai 1864 geschlossen werden. Der im vorjährigen Programm erwähnte Uebel- stand, daß wegen Mangel an Raum im Schullokal eine Klasse in einem Nach- barhause untergebracht werden mußte, hat zwar bis jetzt noch fortgedauert; doch können wir uns der Hoffnung hingeben, daß demnächst Abhülse eintreten wird.

Am 25. u. 26. Juni betheiligten sich sämmtliche Lehrer und Schüler der Anstalt an den zur Feier der Anwesenheit Seiner Königlichen Hoheit des Großherzogs veranstalteten Festlichkeiten, und es gereichte unsern Schülern zur großen Freude, den allverehrten Landesherrn bei der Ankunft und Abreise aus militärische Art, mit Trommeln und Fahnen, begrüßen zu dürfen.

Von Ausflügen der ganzen Schule und einzelner Klassen heben wir nur die größere Sommerexcursion hervor. Am Zo. Juli, Morgens 7 Uhr, marschir- ten wir, etwa 90 an der Zahl, über Reihertenrod, Willingshausen, Wasenberg, durch Treysa aus den dortigen Bahnhof. Da die meisten unserer Schüler zum ersten Male eine Eisenbahn sahen, so gab es Stoff zum Beschauen, Fragen und Erklären in Menge. Auch hatten die Bahnhofbeamten die Gefälligkeit, den Schü- lern der ersten und zweiten Klasse die beiden Telegraphen zu zeigen und in Thä- tigkeit zu versetzen. Waren schon diese neuen Anschauungen geeignet, die Jugertd in heiterer Stimmung zu erhalten, so wurde die Fröhlichkeit noch in hohem Mitße gesteigert, als der Zug heranbraus'te und wir die in unserm Beisein per Tele- graph für uns bestellten Wagett bestiegen, um bis zur nächsten Station mit- zusahren. Nach kurzem Aufenthalt in Neustadt wurde der Rückweg angetreten, und über Arnshain, Ruhlkirchen, Seibelsdors, Angenrod, Leuiel gelangten wir, obgleich sehr ermüdet, in bester Stimmung Abends 9 Uhr in Alsseld an.

Unser diessähriges Turnsest, womit ein Preisturtten verbunden war, feierten wir am 4. September- Eitre große Zahl. von Eltern und Schulsreunden. hat-durch