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I. Gesang-Klasse: An dieser nehmen Schüler von IV. bis Prima teil. Gesungen wurden:„Das Lied von der Glocke“, Schiller-Romberg.— Chöre aus dem Festspiel„Die Ruinen von Athen“, Kotzebue-Beethoven, in der Bearbeitung von Fr. Kriegeskotten.— „Reiterlied“, Schiller-Zahn.—„Soldatenlied“, Eggers-Taubert.—„Heimkehr aus Frank- reich“, Volkslied, bearbeitet von P. Schnöpf.—„An die Freude“, Volkslied, bearbeitet von P. Schnöpf.—„Der frohe Wandersmann“, M end elssohn., für Sopran, Alt, Tenor, Baß von P. Schnöpf.—„An das Vaterland“, Uhland-Kreutzer.„Der deutsche Rheins, Becker-Schnöpf.—„Schwertlied“, Körner-Weber.—„Kaiserlied“, Plötz-Schnöpf.— „Estote fortes“, E. Fischer.—„Comitat“, Hoffmann v. Fallersleben-Mendelssohn. — Chorlieder von Oehlschläger.—„Zigeunerleben“, von Rob. Schumann.
Sonntag, den 11. Februar 1906, veranstaltete die I. Gesang-Klasse eine Abend- unterhaltung(Aufführung des Festspiels„Die Ruinen von Athen“ von Kotzebue-Beethoven) zum Besten der Stiftungen des Gymnasiums, deren Ertrag(Mark 144,90) der Adalbert Kuhn- Stiftung überwiesen und Herrn Prof. Kindel übergeben wurde.
2. Turnen.
Die Anstalt besuchten(mit Ausschluß der Vorschulklassen) im Sommer 393 und im Winter 400 Schüler.
Von diesen waren befreit
vom Turnunterricht überhaupt von emzelmen Ubungsarten auf Grund ärztl. Zeugnisses...ſim 8. 24, im W. 25 im S. 10, im W. 3 aus andern Gründen...... jim S.—, im W.— im S.—, im W.— zusammen.... im S. 24, im W. 25 im S. 10, im W. 3 also von der Gesamtzahl der Schüler ſim S. 6, 11%, im W. 6,2 5% V im S. 3,9 3%, im W. 0,75%
Infolge weiten Schulweges oder Zusammenfallens mit anderem Unterricht(Singen Zeichnen, Konfirmandenstunden, Chemie, Englisch) konnte eine größere Anzahl Schüler der Oberklassen an einzelnen Turnstunden nicht teilnehmen. Dieselben wurden anderen Klassen zugewiesen, deren Turnstunden ihnen besser lagen.
Es bestanden bei 16 getrennt zu unterrichtenden Klassen 10 Turnabteilungen; zur kleinsten von diesen gehörten 20, zur größten 60 Schüler.
Der Vorschule gehörten im S. 143, im W. 151 Schüler an. Sie turnten nach Klassen getrennt zweimal wöchentlich. Uberhaupt Nichtturner waren im S. 5, im W. 8, teilweise Nichtturner im S.—, im W. 1 Schüler.
Allwöchentlich finden 2 Vorturnerstunden statt, deren erste nach einander an den einzelnen Geräten eine UÜbersicht der, für das Schulturnen geeigneten UÜbungen geben soll, während in der zweiten verschiedene Ubungsgruppen in methodischer Weise vorgeführt werden, namentlich mit Rücksicht auf geeignete Hilfestellung. In der ersten(Beteiligung S. 65, W. 97) wurden im vergangenen Jahr die UÜbungen einfacher Art am Pferd und Barren durch- genommen, in der zweiten(S. 25. W. 68) eine Ubersicht der UÜberschläge aus Stand, Stütz und Anlauf am Reck, Bock, Barren, Pferd, Ringe, sowie gemischte Sprünge an Barren, Reck und Pferd gegeben. Die Beteiligung an der ersten Vorturnerstunde(namentlich für die Unterklassen eingerichtet) unterliegt keinen Beschränkungen, bei der zweiten wird eine bestimmte Turnfertigkeit verlangt.
Das freiwillige Abendturnen der I und II bestand auch in diesem Jahre und hatte gute Erfolge aufzuweisen. In Anwesenheit des Turnlehrers turnen die Schüler unter selbst- gewähltem Vorturner und Turnwart abwechselnd Frei- oder Marschübungen und an zwei Geräten. Die übrige Zeit wird mit Kür und Spiel, sowie Fechten ausgefüllt. Fast in jedem Monat wurde


