allen für die Schule in Betracht kommenden kriegswirtſchaftlichen Maßnahmen taten unſere Schüler ihr Beſtes. Ein Lehrer und 13 Schüler haben ihr Leben auf den Altar des Vaterlandes geopfert (ſiehe die Ehrentafel in dieſer Feſtſchrift'). Wenn auch durch den unglücklichen Ausgang des Weltkriegs dieſe Opfer als vergeblich gebracht erſcheinen mögen, ſo wollen wir das doch nimmermehr glauben. Der Geiſt der Hingabe an die Allgemeinheit und die Großtaten unſerer Kämpfer und des geſamten Volkes in jener Zeit ſollen immerdar unſerer Jugend erhebend und anſpornend vor Augen ſtehen. Denn„nicht was wir für uns, ſondern was wir für andere getan haben, entſcheidet über den Wert unſeres Lebens.“ Von der deutſchen Not der Inflationszeit wird unſere Schule berührt, als ſich für das Jahr 1920/21 das Kuratorium entſchließen muß, eine Lehrerſtelle eingehen zu laſſen. Bis 1. 8. 1921 wurde ſo der Unterricht für fünf Klaſſen wiederum nur von 3 Lehrkräften erteilt. Das Mißliche dieſer Tatſache gerade für die inzwiſchen an Schülerzahl gewachſenen Klaſſen ſahen die Eltern unſerer Schüler in verſtändnis⸗ voller Würdigung der Schulbelange ein und beſchloſſen in einer Elternverſammlung vom 9. 5. 21 aus eigenen Mitteln die 4. Lehrſtelle wieder zu beſetzen. Das Schuljahr 1922 23 bringt uns einen weiteren Schritt vorwärts, die Unterſekunda wird aufgebaut und eine 5. Lehrkraft eingeſtellt. Mit Beginn des Schuljahres 1925/26 wird der lange erhoffte Ausbau zur Realſchule zur Tat. Der Gemeinderat genehmigt die Koſten für eine 6. Lehrkraft und der heſſiſche Landtag in ſeiner Sitzung vom 7. 4. 25 den Ausbau unſerer Schule zur Realſchule.— Soweit der äußere Verlauf unſerer Schulgeſchichte. Der Raum verbietet, an dieſer Stelle. aufzuzählen die Beſichtigungen unſerer Schule, die alljährlich durch die oberſte Schulbehörde vorgenommen wurden, die Schulausflüge, die heimat⸗ lichen und vaterländiſchen Gedenktage, die die Schule ſtets benutzt hat, um den jugendlichen Herzen die Liebe zur Heimat und Volk und das Verſtändnis für die Verdienſte unſerer Großen einzupflanzen. Ueberblicken wir die Geſchichte unſerer Anſtalt, und auch die an anderer Stelle dieſer Feſtſchrift gegebene Ueberſicht über die Ent⸗ wicklung des Schülerſtandes erweiſt es, ſo erkennen wir, daß unſere Schule aus kleinen Anfängen heraus ſich immer glänzender entwickelt hat. Nicht zuletzt iſt dies dem zu danken, daß wir allzeit bei unſeren Kuratoriumsmitgliedern, bei der Stadtverwaltung, bei der oberſten Schulbehörde und bei unſeren Eltern das für die günſtige Entwicklung der Schule erforderliche Verſtändnis gefunden haben. Allen Förderern unſerer Anſtalt ſei daher an dieſer Stelle der wärmſte Dank aus⸗ geſprochen, der ſich freilich nicht nur in Worten ausdrücken ſoll, ſondern der unſichtbar in dankbarer Erinnerung an die in unſerer Schule erworbene Geiſt- und Gemütbildung in den Herzen der Schüler leben ſoll. Die Feier des 25jährigen Beſtehens will auch hierfür Zeugnis ablegen, denn freudig ſtimmten alle ehemaligen Schüler zu, als der Plan gefaßt wurde, dieſe Feier gemeinſam zu begehen. Noch jüngſt durſten wir eine warmherzige Förderung
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