Aufsatz 
Festschrift zur Feier des 25-jährigen Bestehens der Höheren Bürgerschule (jetzt Realschule i.E.) zu Schlitz am 27. Juni 1925. Hrsg. v. dem Lehrerkollegium der Realschule am 19. April 1880
Entstehung
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Das Kuratorium.

Statutengemäß wurden zu Mitgliedern nur Väter von Schülern der Privatſchule gewählt und blieben nur ſolange Mit⸗ glieder als ihre Kinder die Schule beſuchten. Mitglieder waren die Herren: Kaufmann Carl Jäger, Buchbinder Müller, Conditor Jungblut, Oberverwalter Hoffmann, Oberamtsrichter Braun, Forſt⸗ meiſter Stockhauſen, Bürgermeiſter Zinßer, Rendant Ausfeld, Ober⸗ amtsrichter Wahl, Fabrikant Niepoth, Kammerſekretär Jenſch, Kaufmann Ludwig Jäger und Kaufmann Wilhelm Frank.

Nach zwanzigjähriger Tätigkeit an der Privatſchule ſuchte Fräulein Pauline Schneegans bei Großherzoglichem Miniſterium des Innern um Verwendung im Staatsdienſte nach, die ihr auch zugeſagt wurde. Nachdem nun in Lauterbach die Privatſchule in eine höhere Bürgerſchule umgeſtaltet worden war, bemühte ſie ſich um die Verſtaatlichung der hieſigen Privatſchule. Nach wiederholten Beſprechungen auf dem Miniſterium mit Herrn Miniſterialrat Dr. Eiſenhuth und Herrn Oberſchulrat Nodnagel wurde die Gründung einer höheren Bürgerſchule bei genügender Schülerzahl(35) in Ausſicht geſtellt. Fräulein Schneegans ſuchte darauf Eltern ſchul⸗ pflichtiger Kinder für die Sache zu intereſſieren und bald war die nötige Anzahl Schüler geſichert. Herr Bürgermeiſter Zinßer, deſſen eifrigſtes Beſtreben es war, das Städtchen auf allen Gebieten zu fördern, ſtand der Gründung wohlwollend gegenüber und tat die nötigen Schritte bei Gemeinderat und hoher Schulbehörde. Noch vor Oſtern 1900 ließ darauf Großherzogliches Miniſterium die Kreisſchulkommiſſion und den Rektor der höheren Bürgerſchule zu Lauterbach Einſicht von den Schulverhältniſſen nehmen und die Schule einer amtlichen Prüfung unterziehen. Auf Grund des Berichtes der Kreisſchulkommiſſion wurde die Verſtaatlichung der Schule genehmigt; Fräulein Pauline Schneegans wurde die Stelle einer für höhere Schulen geprüften Lehrerin übertragen und ſomit in den Staatsdienſt übernommen. Herr Stadtpfarrer Schmidt, unter deſſen tatkräftiger Leitung die Privatſchule nunmehr die ſtaatliche Anerkennung erreicht hatte, übernahm den Religionsunter⸗ richt, während dem Lehramtsaſſeſſor Dr. Flechſenhaar die Leitung der Anſtalt im Hauptamt übertragen wurde. Cine weitere Lehrſtelle erhielt Herr Lehrer Guſtav Jöll.

So konnte am 1. Mai 1900 die Höhere Bürgerſchule ihre Eröffnung feiern.

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