Aufsatz 
Festschrift zur Feier des 25-jährigen Bestehens der Höheren Bürgerschule (jetzt Realschule i.E.) zu Schlitz am 27. Juni 1925. Hrsg. v. dem Lehrerkollegium der Realschule am 19. April 1880
Entstehung
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Ausnahme ihre Gedichte vor. Am Schluſſe der Prüfung hielt Herr Stadtpfarrer den Konfirmanden eine zu Herzen gehende Abſchiedsrede mit ernſten väterlichen Ermahnungen und treuen Segenswünſchen auf ihren ferneren Lebensweg. Mit Gebet uud einem Choral ſchloß die Feier gegen 5 Uhr. Alsdann luden die von den Eltern mit Kuchen reich beladenen Tiſche im Nebenſaal zu einem Kaffeeſtündchen ein, an dem alle Anweſenden, Groß und Klein, teilnahmen. Daran ſchloſſen ſich noch die Spiele der Kinder und gegen ſieben ſchlug die Abſchiedsſtunde für ſie. Um acht Uhr vereinigte dann ein gemeinſchaftliches Abendeſſen Lehrer, Eltern und Kuratorium zu einer gemütlichen Ausſprache. Gegen zehn Uhr hob Herr Stadtpfarrer die Feier auf und man verabſchiedete ſich mit den beſten Wünſchen für das fernere Wohlergehen der Schule

Alle drei Jahre wurde die Schule von der Großherzoglichen Kreisſchulkommiſſon geprüft. Zu ihr gehörten der Kreisrat, der Kreisſchulinſpektor,(Eckhardt und ſpäter Andres), der Dekan des Dekanats Lauterbach und als Laie Kaufmann Carl Jaeger. Zugegen war auch das Kuratorium. Alle acht Jahrgänge wurden in allen Fächern geprüft. Das Protokoll führte der Schulinſpektor und nach Schluß der Prüfung wurde das Ergebnis vorgeleſen.

Zur Viſitation des Religionsunterrichts kam alle ſechs Jahre der Superintendent der Provinz Oberheſſen.

Der Kreisſchulinſpektor inſpicierte mehrmals im Jahre den Unterricht.

Schulfeierlichkeiten, paslergange und Tageoaueflüge.

Am Geburtstag des Großherzogs und des Kaiſers fand eine Schulfeier ſtatt, bei der der Dirigent der Anſtalt die Feſtrede hiell. Am Sedanstag beteiligte ſich die Schule an dem Zuge der Vereine und der Stadtbehörden zur Friedenseiche, wo der Bürgermeiſter, der Pfarrer oder Lehrer eine Rede hielt, in der auf die Bedeutung des Tages hingewieſen wurde. Nach Beendigung der Feier zogen die Schüler der Volksſchule und der Privatſchule zur Schule, wo ſie mit Brezeln erfreut wurden. Außer den kleineren Spazier⸗ gängen wurde jährlich ein größerer Tagesausflug gemacht. Ziel war Fulda, Milſeburg, Frauenberg, Stoppelsberg, Herzberg, Hoherodskopf, Schloß Eiſenbach oft mit Leiterwagen. Die Mitglieder des Kuratoriums und Eltern beteiligten ſich gern daran.

freie Schultage, ferien.

An den beiden Markttagen im November und am Ludwigs⸗ tag fiel die Schule aus. Die Ferien betrugen acht Wochen im Jahr.

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