Aufsatz 
Der Raum für chemische Schülerübungen
Entstehung
Einzelbild herunterladen

12

führt, soweit es die Witterung irgend zuließ. Von der regelmäßigen Abgabe von Milch durch den Hausmeister machte weiterhin der größere Teil der Schülerschaft Gebrauch.

9. Das Schulgeld betrug im abgelaufenen Schuljahr 200 Mk., für auswärtige Schüler 250 Mk., und wurde in monatlichen Teilzahlungen von der Stadtkasse er- hoben. Die sehr zahlreich eingegangenen Anträge auf Erlaß oder Ermäßigung des Schulgelds konnten, abgesehen von wenigen Fällen, wo die Bedingungen hinsichtlich der Begabung und des Strebens nicht erfüllt waren, genehmigt werden, sodaß an 30 Schüler ganze oder halbe Freistellen verliehen werden konnten. Die Hilfs- bücherei wurde weiter vermehrt und viel benutzt.

10. Die Berufsberatung wurde in der im vorigen Jahre geschilderten Weise

fortgeführt. IV./ Der Elternbeirat

wurde bestimmungsgemäß zu Beginn des Berichtsjahres neu gewählt. Die vor- bereitenden Elternversammlungen waren sehr schwach besucht. Es wurde nur eine Liste eingereicht, sodaß als gewählt gelten(nach der Feststellung des Wablaus- schusses vom 10. Juni 1926): 1. Professor Dr. Küster, 2. Postmeister Weber, 3. Di- rektor Dr. Crain, 4. Georg Stimpert, 5. Lehrer Otto Weber.

Aus der Jahresarbeit des Elternbeirats, dessen Leitung wieder Herrn Prof. Dr. Küster anvertraut wurde, verdient besonders hervorgehoben zu werden die Sitzung vom 11. Januar 1927, die sich neben allgemeinen Fragen, wie Ausgestaltung der Pestalozzi- und anderer Schulfeiern, eingehend mit der Abwehr der Gefahren für die sogenannten Fahrschüler befaßte(vgl. auch unter VII). Für besondere Elternver- sammlungen stellte sich kein Bedürfnis ein. Durch Herrn Lehrer Weber war der Elternbeirat vertreten bei der Tagung der Reformanstalten und Oberrealschulen am 4. bis 7. Oktober 1926 in Frankfurt am Main.

V. Verschiedenes.

Die Instandhaltung von Haus und Hof mubte wieder infolge der gebotenen äußersten Sparsamkeit auf das unbedingt notwendige Maß beschränkt werden. Da- gegen konnte, wie aus dem als Anhang beigefügten besonderen Bericht zu ent- nehmen ist, die schon lange geplante Einrichtung des Raumes für chemische Schüler- übungen dank der Opferwilligkeit der Behörde und des Patronats geschaffen werden.

Die Sammlungen wurden den Mitteln entsprechend weiter ergänzt und darüber hinaus bereichert durch eine Anzahl wertvoller Stiftungen, so z. B. eines Glasmodells einer hydraulischen Presse durch Hauser UIII, sowie einer Drogensammlung durch den vorjährigen Abiturienten Lauer und einiger Mineralien aus Ceylon seitens des Ober- primaners Eck. Die Clichés zu Plan und Lichtbildern des Sonderberichtes(s. o.) stiftete Herr Direktor Cunz, Stadtverordneter und Mitglied des Schulausschusses. Herr Direktor Faßnacht, Mitglied des Schulausschusses, schenkte eine Maske Beethovens, die bei der Beethovenfeier erstmalig zur Ausschmückung des Festsaales Verwendung fand, und die Eltern unseres Abiturienten Brandes überwiesen der Schule den Betrag von 100 RM. zur Beschaffung von Bildschmuck, wofür unter Hinzunahme eines weiteren Betrages aus dem Kreis des Kollegiums 3 Mannfeld'sche Radierungen angekauft werden konnten.

Allen hochherzigen Stiftern sei an dieser Stelle der aufrichtigste Dank der Schule ausgesprochen.