Aufsatz 
Schillers Wallenstein, für den Unterricht behandelt
Entstehung
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Bürgerſchule zu Aſchersleben als Lehrer für Mathematik und Naturwiſſenſchaften angenommen hat. Au ſeine Stelle hat der Magiſtrat den Candidaten des höheren Schulamts und Hülfslehrer am Gym⸗ naſtum zu Herford Auguſt Schröder gewählt und bereits der Königlichen Regierung präſentirt. 10. Der unterrichtsgang hat leider in dem abgelaufenen Jahre eine ſehr eingreifende Störung erlitten. Nachdem ſich der Lehrer Kirchner bereits ſeit längerer Zeit ſo unwohl gefühlt hatte, daß es ihm nur mit großer Kraftanſpannung möglich geweſen war, ſeine Functionen fortzuführen, erkrankte er in der Mitte des Monats Juli ſo ernſtlich, daß eine länger andauernde Vertretung in Ausſicht ſtand. Die⸗ ſelbe hat ſich in der That vom 14. Juli bis zum Schluſſe des Jahres nöthig gemächt und iſt ſo geordnet geweſen, wie oben(S. 23) näher nachgewieſen iſt. Selbſt nach ſeinem Wiedereintritt konnte er anfäng⸗ lich nur einen Theil ſeiner Stunden, die volle Zahl erſt vom S. Februar an wieder übernehmen. Ob⸗ wohl der Unterricht in den einzelnen Gegenſtänden von den vertretenden Lehrern nach Möglichkeit fort⸗ geführt worden iſt, ſo braucht doch kaum bemerkt zu werden, daß das lang danernde Interimiſticum den betroffenen Klaſſen nicht gerade zum Vortheil gereichen konnte. Noch eine zweite Vertretung machte ſich vom 5. bis 16. Januar wegen einer Krankheit des Directors nöthig. Außerdem ſind mehrfach kürzere Unterbrechungen in dem Gange des Unterrichts eingetreten.

11. Eine ſeltene und in hohem Grade erfreuliche und erhebende Feier beging unſere Realſchule beim Schluſſe des Sommerhalbjahrs, am 23. September. Es waren 25 Jahre verfloſſen, waͤhrend welcher unſer verehrte College Falck im Schulamte und zwar ununterbrochen an den Schulen der hie⸗ ſigen Stadt treu und ſegensreich gearbeitet hatte. Seit Begründung der Realſchule um Oſtern 1844 hat ter dem Lehrer⸗Collegium dieſer Anſtalt angehört; und ſeine hingebende Thätigkeit hat nicht unweſentlich dazu mitgeholfen, das Vertrauen ihr zu erwerben, deſſen ſie ſich gegenwärtig erfreut, wie er ſich denn auch in der That ſelber innig mit dieſer Schule verwachſen fühlt. Es war daher natürlich, daß ſeine näheren Collegen jenen wichtigen Tag, der ihn vor 25 Jahren dem Lehramte zuführte, nicht unbeachtet vorüber⸗ gehen laſſen mochten, ihn vielmehr als einen Ehrentag für ihren wackeren Mitarbeiter auszeichnen wollten. Und es zeugt von der vorzüglichen Achtung, die er ſich uberall erworben hat, und von der beſonderen An⸗ erkennung, die man allſeitig ſeiner geſegneten Amtswirkſamkeit zollt, daß ſich bei der Veranſtaltung der Jubelfeier und bei der Feſtlichkeit ſelber der Magiſtrat und die Stadtverordneten, die Lehrer der hieſigen Schulen, die Eltern unſerer Schüler und die näheren Freunde des Gefeierten zuvorkommend und zahlreich betheiligten. Der beſchränkte Raum machte leider eine noch größere Ausbreitung der Theilnahme unmög⸗ lich. Die Schüler hatten den Schulſaal mit Gewinden und Blumen feſtlich ausgeſchmückt, und dadurch ihrer Liebe und ihrer Freude einen ſchönen Ausdruck gegeben. Der Verlauf der Feier geſtaltete ſich, programmartig zuſammengeſtellt, wie von ſelbſt, folgendermaßen:

Choral: Lobe den Herrn. V. 1. 2. 3. 4.

Rede des Directors: Was ein ſolcher Inbeltag egenti bedeut, und welche nsfndumgen uns an demſelben erfüllen müſſen.

Geſang der erſten Geſangklaſſe.

Anſprache des Oberlehrers Winterſtein im Namen des Lehrer⸗ Collegiums der kaſat bei Ueberreichung eines Angedenkens(Fauſt von Göthe, illuſtr. von Siebertz). 8

Anſprache des Primaners Eggert im Namen ſämmtlicher Schüler. 2 4

Anſprache des Quartaners Paaſche im Namen der Quartaner an ihren Ordinarius, bei Ueber⸗ reichung eines Zeichens der Liebe und Dankbarkeit.

Gegenrede des Jubilars: Ausdruck ſeines Dankes und Rückblick auf die frühere Zeit in Ver⸗ gleich mit der gegenwärtigen rückſichtlich des Schulweſens der Stadt Burg.

Gebet des Directors.

Geſang der erſten Geſangklaſſe.