— 17—
16. Buttler meldet, daß Terzky's Regimenter die kaiſerlichen Adler von den Fahnen reißen und W.'s Zeichen aufpflanzen; die Küraſſiere marſchiren auf der Stelle ab, trotz W.s Bemühung ſie zurück⸗ Seache(b. Der Verſuch mißlingt.— Vierter Schlag.—)
(13. bis 16. Auch der Verſuch, die Pappenheimer zu gewinnen, gelingt nicht.)
17. Die Herzogin ſtürzt ins Zimmer; Thekla und die Gräfin folgen ihr.— Die Herzogin hat alles erfahren und iſt außer ſich.— Es ſcheint, daß Max noch nicht fort iſt; W. und die Gräfin bauen darauf neue Hoffnung.(Uebergangsſcene)
18. bis 23. Max Pieccolomini.
18. Mapx kommt, von heftigem Schmerz bewegt, um von Thekla Abſchied zu nehmen. Er bekennt ſeine Liebe; W. aber ergießt ſich in Vorwürfe gegen Octavio und droht, Max gefangen zu behalten. Dann verſucht er noch einmal die Macht der Ueberredung geltend zu machen; Max iſt tief erſchüttert. (a. W. verſucht noch einmal, Max zu gewinnen.)
19. Rittmeiſter Neumann zeigt an, daß die Pappenheimer im Begriff ſind das Haus zu ſtürmen, um Max zu befreien; W iſt entſchloſſen, ſie mit Gewalt abzuwehren.(b. Die Pappenheimer wollen Max mit Gewalt befreien.)
20. Terzky meldet, daß ſeine Regimenter begierig ſind, die abgefallenen Truppen anzugreifen; M will eben den Befehl geben: da erfolgt ein Schuß, und Neumann fällt. W., im heftigen Zorn, eilt hinaus, um durch ſeine Gegenwart die Truppen zum Gehorſam zurückzubringen.(a. W. will die abgefallenen Truppen durch ſeine perſönliche Gegenwart zum Gehorſam zurückbringen.)
21. Max iſt in dem peinlichſten Kampfe; er wendet ſich an Thekla, und dieſe führt ihn zu ſeinem erſten Entſchluſſe, dem Kaiſer treu zu bleiben, zurück.(b. Max wird durch Thekla bei der Treue gegen den Kaiſer feſtgehalten.)
22. Terzky kommt zurück und theilt mit, daß W.'s Erſcheinen nichts über die Truppen vermocht habe.(b. Fünfter Schlag.)
23. Wallenſtein, Illo, Buttler.— W. giebt Befehl an Terzky und an Buttler zum Aufbruch nach Eger.— Küraſſiere treten ein, um Max zu holen, der in Verzweiflung ſcheidet, um den Tod zu ſuchen.(b. Alles iſt mißlungen; W. zieht ſich zurück.)
Hauptinhalt des dritten Aufzuges.— Die Empörung iſt mißlungen: der größte Theil des Heeres iſt abgefallen, Octavio's Untreue wird offenbar, Prag iſt verloren und die Acht über W. ausgeſprochen. Octavio's Treuloſigkeit erſchüttert ihn tief, bald aber faßt er ſich, und bietet kräftig dem Unglück die Stirn. Auch der Verſuch, die Pappenheimer noch zu gewinnen, ſowie der, die abgefallenen Truppen durch ſeine perſönliche Gegenwart zum Gehorſam zurückzubringen, gelingt nicht, und Max reißt ſich mit blutender Seele von Wallenſtein(und von Thekla) los. Da giebt er den Befehl zum Rückzug nach Eger.
Vierter Aufzug. In Eger, in dem Hauſe des Bürgermeiſters; am Abend des folgenden Tages.
1. Buttler kommt eben an. Sein Selbſtgeſpräch läßt ahnen, daß Wallenſteins Verhäng⸗ niß hereinbricht.(b. W.'s Verhängniß droht.)
2. Buttler und Gordon.— Buttler erklärt Gordon ſeine Abſicht, W. in Eger zu verhaften, und nimmt ſeine Hülfe dazu in Anſpruch. Gordon fügt ſich mit ſchwerem Herzen ſeiner Forderung.(b. W. droht Gefangenſchaft.)
3. Wallenſtein kommt im Geſpräch mit dem Bürgermeiſter von Eger.— W. deutet dem Bürgermeiſter mit einer gewiſſen Feierlichkeit an, daß Oeſtreichs Herrſchaft zu Ende gehe und daß eine
3


