Aufsatz 
Was bedeutet der Name Lüneburg?
Entstehung
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schon in der Langobardenzeit das Tal zwischen Kalkberg und Schildstein pesiedelt gewesen ist. Der Umstand, daß auch in Bardowik eine Straße den Namen»im Grimm« führt, beweist nur die auch sonst bekannte Verwandtschaft der Bevölkerung beider Orte...

Noch eine andere Ortsbezeichnung in Lüneburg könnte auf einen langobardischen Personennamen zurückgehen. Die Bezeichnung»der Graal« haftet wohl ursprünglich an dem südlichen Ansatze des»Linden- berzes«, der sich jetzt unter der Bastion versteckt. Man erklärt das Wort»Graal« meistens als»Jubele und sieht darin eine alte Bezeichnung des Maifestes, das vielleicht dort auf dem Hügel begangen wurde. Das Wort könnte aber ebenso gut eine Zusammenziehung aus*Gradel sein und den langobardischen Namen rdädulus enthalten, der zu Grddolfus, Grädeldis, Grädeleupa, Grelinda gehört und mit dem as. gęrddag»gierig« zusammenhängt. Die 7uο̈ν⁴. Kurzform Grädo entspricht dem Namen der lünbg. Bürger Heyne und Hennvng Grade (1351 und 1377).

Auch zu dem dunklen Namen Gumuma(noch jetzt in der BezeichnungGummastraße« erhalten), der einen kleinen Wasserlauf benannte, der vom Kalkberge zur Ilmenau floß und in der Salzbrückerstraße überbrückt war, kann man eine Parallele finden in dem langobardischen BV Gumulfus oder Gummiolfus, der neben anderen desselben Stammes wohl zu as. gumo» Mensche gehört. Gumma wuͤre dann=ü(rumin-ahd. Von den altlüneburgischen Bürgernamen kann dazu gehören Thidericus dictus Cummen(1292), etwa wie der öd. Ortsname in Gummeri, in vico et fundo campania Gummari, wozu der lünebg, Ortsname Gummern zu stellen ist.

Wir können demnach unsere Betrachtung dahin zusammenfassen, daß wir durch nichts berechtigt sind, als Ursprung der Stadt Lüneburg slavische Ansiedlungen anzunehmen, daß vielmehr die Anfänge der Stadt aller Wahrscheinlichkeit nach in die Zeit hinaufzurücken sind, die vor der Einwanderung der Slaven in diese Gegend liegt, in die Zeit der Langobarden.

Für diese Annahme sprechen nun auch die Namen der umliegenden Dörfer sowie die Namen der Siedehäuser in der Saline. Auf letztere hat schon Hammerstein(Bardengau S. 577) aufmerksam gemacht und zwei von diesen Namen auf die langobardischen Herzoge Lbon und Agio zurückgeführt. Man kann aber jetzt eine durchgehende Ubereinstimmung dieser Namen mit langobardischer Namengebunz feststellen. Es bleiben nach meiner Rechnung nur sechs übrig, zu denen ich keine Parallelen aus dem Langobardischen angeben kann. Ich stelle hier die Namen der Siedehäuser mit langobardischen Personennamen(und Ortsnamen auf ingo, engo) zu einer Tabelle zusammen.

Namen der Siedehauser.. Langobardische Personennamen (und Ortsnamen auf-*αο. Barninge, Bernerdinge, Berndinge, 3 Bernardus, Berarcluts, Bernerius. Berdinge. Benninge. Benno. Belshuesen, Betsehiltsen... Beto, Belto, Beso. Bovinge. Böbo. Böbulénus. Breminge. 3. Primo. Primaldus(brim Brandung). Bulszinge. in Buszengo. Burga. Porcari. Biurgolus. Dengueringe. Tancomärus.(Dankwart fehlt.) Deginge. Deuinge. Taco. Ditmaringe. Thitmeringe. Teudemdri, Tödemdrius, Tédlmdrius. Dorntzinge. Dortzinge. ae loco Torningo. Tornenęo. FEöbetsinge. Ebbetsinghe. Ebo. Evrardus. Eberulfus. Oder 1 4 Abo. Aöobo. Abould. Ebbinge. FEbo. Oder Abo. Abbo. Apho. Eadinge. Ado.. Egetinge. Ago. Agio. Aeifrit. Agebert. Für das 3 Suffix zu vergleichen Eldera. Ecberlinge. 3 Aibertus, Akepertus, Acihertus. Elverdinge. Alverdinge. Alavardus. Alhari. Alferada.

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