III. Chronik von Michaelis 1825— 1826.
Am 6ten October 25. Eroͤffnung des neuen Curſus durch Cenſur, und Trans⸗ loration. Am 2ten Jan., am 22ſten Maͤrz und am 18ten Juli Vierteljaͤhrige Cenſur aller Klaſſen. Andere Schulfeſte haben nicht Statt gefunden. Die Feier der oͤffentlichen Abiturienten⸗Entlaſſung zu Oſtern d J. ward am loten Maͤrz vollzogen. Veraͤnde⸗ rungen im Perſonale der Lehrer ſind nicht vorgefallen.
IV. Statiſtiſche Ueberſicht.
Die Geſammtzahl der Schuͤler betrug zu Anfange dieſes Schuljahres 203. Aufgenommen wurden im Laufe deſſelben 36 neue Schuͤler. Zur Univerſttaͤt ſind fuͤnf entlaſſen worden, naͤmlich:
Nach Michaelis 1827:
Hermann Jobſt Olivier v. Knobelsdorf, gebuͤrtig aus Marienwerder, 18 ¼ Jahr
alt; ſeit 1821 auf dem Gymnaſio, in Prima 2¾¼ Jahr; ¼ Jahr Primus
omnium, erhielt No. Eins, ſtudirt die Rechte in Leipzig und Berlin.
Zu Oſtern 1826:
1) Friedrich Wilhelm Wagner aus Coͤslin, 19 Jahr alt; ſeit 1821 auf dem Gym⸗ naſium; 2 Jahr in Prima; erhielt No Zwei, will Theologie und Philolo— gie in Greifswald und Berlin ſtudiren
2) Carl Ludwig Adolph Muͤller aus Coͤslin, 20 ¼ Jahr alt, ſeit 1821 auf dem Gymnaſium; 2 Jahr in Prima; erhielt No. Zwei, ſtudirt Theologie in Berlin.
3) Friedrich Ehrenreich Alexander Immanuel Hube, aus Kuttezow bei Ruͤgenwalde,
19 ¾ Jahr alt; 4 Jahr auf dem hieſigen Gymnaſium; 2 Jahr in Prima; erhielt No. Zwei, und ſtudirt Theologie in Koͤnigsberg in Preuſſen.
4) Bernhard Stein, aus Stolp; 18 ½ Jahr alt, hat das hieſige Gymnaſium nur 1 ¼ Jahr in Prima beſucht; auch er erhielt No. Zwei und ſtudirt Medizin in Koͤnigsberg in Preuſſen.
Außer dieſen zur Univerſitaͤt Entlaſſenen haben aus den obern und untern Claſ⸗ ſen zuſammen 33 das Gymnaſium verlaſſen. Hiernach bleiben uns jetzt 201 Schuͤ⸗ ler, wovon 13 in Prima, 25 in Secunda, 35 in Tertia, 42 in Quarta, 30 in Ober⸗Quinta, 42 in Unter⸗Quinta, und 14 in der Vorſchule ſitzen. Von dieſer Anzahl genießen 23 die Wohlthat der Freiſchule; naͤmlich neun durch die Unter— ſtuͤtzung des Huͤlfsvereins, drei, nach einem alten Herkommen der ſonſtigen Stadt— ſchule, welches die Lehrer bisher noch beſtehen ließen, ſieben, durch beſondre Be⸗ willigung des Lehrer-⸗Collegiums, und vier als Soͤhne der Lehrer.


