— B—
Leitfaden.§. 1— 102. Die Lehrsätze schriftlich ausgearbeitet; 4wöchentliche Extemporalien, Schulamts-Cand. Schönborn. Im Winter: in Arithmetik nnd Geometrie dasselbe. L. Herberg. 8) Physik. 2 St. Die Lehre von den einfachen Grundstoffen und ihren hauptsächlichsten Verbindungen. Dr. Loew. 9) Geschichte. 2 St. Im Sommer: wie in der Tertia; bis zu den Ferien: Prof. Monskt; seitdem bis Michaelis: Dir. Wendt. Im Winter: Alte Geschichte, nach Welter. L. Herberg. 10) Geographie. 2 St. Oro- und hydrographische Verhältnisse der aussereuropäischen Welttheile, nach Roon. Oberl. Ziegler.
Unter-Quarta. Ordinarius: Prof. M. iller.
1) Deuts ch. 3 St. Im Sommer: Grammatik(Verbum, Conjunction, Adverbium), 1 St. Uebungen im freien Erzählen, abwechselnd mit Deklamationen, 1 St. Beurtheilung der schrift- lichen 14tägigen Ausarbeitungen, 1 St. Im Winter: Grammatik(Orthographie und Inter- Ppunktionslehre). Alles andere wie im Sommer. Prof. Müller.—
2) Latein. 8 St. Im Sommer: Flendys Leseb. p. 12— 127. Im Winter: Penecke’s Leseb. 3 St. Grammatik: Syntaxis der Casus nach 0. Schulz Gramm., mit Wiederholung der Formen- lehre, 3 St. Extemporalien und Exercitien, 1 St. Prof. Benecke.
3) Französisch. 3 St. Im Sommer: Etymologie des Verbe, des Pronom, Einübung der Verbindung beider. Lektüre der Uebungsstücke in Hermann's Gramm. Extemporalien und orthographische Diktate. Oberl. Ziegler. Im Winter: Einübung des regelmässigen Verbe, der Pronoms und der Zahlwörter. Extemporalien und Exercitien. L. Kuhm.
4) Polnisch. 4 St. Grammatik: Repetition und Vervollständigung des Pensums der vori-
en Klasse; ausserdem die Pronomina, Zahlwörter und das Verbum, 2 St. Exercitien ab- wechselnd mit Extemporalien, 1 St. Lektüre in Polsfuss Leseb., 1 St. L. Herberg.
5) Religion. 2 St. Bis zu den Sommerferien: Biblische Geschichte: das Leben Jesu Prof. Monski, seitdem bis Michaelis: Geschichte der ersten Ausbreitung des Christenthums durch die Apostel. L. Schönborn. Im Winter: das Leben Jesu nach ausgewählten Stellen der heil. Schrift. Auswendiglernen erklärter Bibelstellen. L. Herberg.
6) Geometrie. 1 St. Combinatorische Vorübungen; im Sommer: Schulamts-Cand. Schön- born: im Winter: L. Herberg.
7) Rechnen. 3— 4 St. Im Sommer: Bruchrechnung und Regeldetri nebst Kopfrechnen, 3 St. Schulamts-Cand. Schönborn. Im Winter dasselbe, 4 St. L. Kuhm.
8) Naturlehre. 2 St. Im Sommer: Von den allgemeinen und besonderen Eigenschaften der Körper. Schulamts-Cand. Schönborn. Im Winter: dasselbe in Verbindung mit kleinen Experimenten. L. Brüllow.
9) Geschichte. 2 St. Im Sommer: Uebersicht der allgemeinen Weltgeschichte von 476 n. Chr. bis zum 7jährigen Kriege. Im Winter: Von den ältesten Zeiten bis 476 n. Chr. Prof. Miiller. 4— 8.
10) Geographie. 3 St. Ethnographie und Statistik nach dem dritten Curs. des Leit- fadens von Roon. Prof. Müller.
11) Kalligraphie. 1 St. Uebung der deutschen und lateinischen Schrift nach Vorlege- blättern von Mädler. L. Priillow.


