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Gymnasiums, Hr. Knoodt, zu Ostern 1841 aus seinem Amte ausschied, wurde er von dem hiesigen General-Vicariate zur provisorischen Wahrnehmung dieser Stelle vor- geschlagen und dieser Vorschlag von dem Königl. Provinzial-Schul-Collegium geneh- migt; worauf er dann den 7. Mai 1842 von dem Königl. Hohen Ministerium der geistlichen, Unterrichts- und Medizinal-Angelegenheiten seine definitive Anstellung und Ernennung erhielt.
Auch die zweite noch vakante Lehrerstelle wird mit dem Anfange des neuen Schul- jahres wieder definitiv besetzt werden, zu welcher Hr. Flesch, gegenwärtig Lehrer an der Realschule zu Düsseldorf, berufen ist.
Die Schulamts-Kandidaten, Hr. Dr. J. Schneider und Hr. P. Blum, waren auch dieses Jahr gemäss Verfügung des Königl. Hochlöblichen Provinzial-Schul-Collegiums gegen eine angemessene Remuneration an dem hiesigen Gymnasium beschäftigt. Hr. Dr. Schneider versah den mathematischen Unterricht in V. IV. III. und IIb. und Hr. Blum ausser dem Präceptorate der Sexta den Rechnen-Unterricht in Sexta, und den deutschen Unterricht in Tertia und Sexta. Beiden sind wir das Zeugniss schuldig, dass sie diesen Unterricht stets mit Fleiss und Eifer und schönem Erfolge wahrge- nommen haben.
Das Gymnasium zählte zu Anfang dieses Schuljahrs 419 Schüler. Von diesen waren in Ober-Prima 25, in Unter-Prima 25, in Ober-Secunda 43, in Unter-Secunda 41, in Tertia 64, in Quarta 87, in Quinta 79, in Sexta 55. Zu Anfang des Som- mer-Semesters war die Schülerzahl 415: in Ober-Prima 24, in Unter-Prima 24, in Ober-Secunda 41, in Unter-Secunda 43, in Tertia 67, in Quarta 83, in Quinta 75, in Sexta 58. Neu aufgenommen wurden zu Anfang des Schuljahrs 124, zu Anfang des Sommer-Semesters 18. Im Laufe des Schuljahres sind abgegangen 22.
Der Gesundheitszustand der Schüler war während dieses Jahres immer sehr befrie- digend. Auch hatten wir mit dem Fleisse und dem Betragen unsrer Schüler im Ganzen alle Ursache zufrieden zu sein. Zwei Schüler jedoch, welche sich in die Schulordnung nicht fügen konnten, haben den Rath erhalten, das Gymnasium zu verlassen, und gegen 4 andere musste wegen sträflichen Betragens ausser der Schule die schärfste Schulstrafe ange- wandt werden. Wir müssen hierbei bemerken, dass alle diese Schüler wieder Söhne von nicht in der Stadt wohnenden Eltern sind, und sehen uns daher veranlasst, den auswärtigen Eltern es wiederholt ans Herz zu legen, doch bei der Wahl der Kost- häuser vorsichtig zu sein, und ihre Söhne nur solchen Hauswirthen anzuvertrauen, welche eine strenge Aufsicht über dieselben zu führen im Stande sind und den ern- sten Willen haben. Die Wirksamkeit der Schule kann nicht gedeihen, wenn sie nicht durch häusliche Zucht und Aufsicht auf das Kräftigste und Nachdrücklichste unterstützt wird.
In der diessjährigen Herbst-Abiturienten-Prüfung(zu Ostern hatte an dem hiesigen Gymnasium keine Abiturienten-Prüfung Statt) welche unter dem Vorsitze des Königl.


