Aufsatz 
Commentationis criticae de carmine Cantico, quod legitur in Aesch. Sept. C. Theb. vv. 78-164. Schuetz. pars.
Entstehung
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erschwert. Eim Theil jener Nenlinge hat sich in den Geist der Anstalt Telunden: Manche geben indessen noch wenig IIoffnung.

2. Durch die Gleichzeitigheit der Hebräischen u. Zeichenstunden für die beiden obern Klassen hat jetzt kein Zögling unserer Anstalt mehr als 32 wöchentliche Stunden zu besu- chen; die der zwei untern. Klassen hatten schon früher nur 30 und 28. Diese Anordnung ist den weisen Bestimmungen der Hohen Behörden angemessen. Wesentlichen Aenderungen in der Verfassung der Gymnasien wird die erleuchtete Einsicht der Männer, welche dem Schul wesen in unserem Vaterlande vorgesetzt sind, wie wir zuversichtlich hoffen, vorbeugen. Es ist bekannt, dass ein Arzt, und wie seine Schrift zeigt, ein mit dem Unterrichtswesen jetzi- ger und früherer Zeit ganz unbekannter Mann(um nichts Schliinmeres zu sagen) unsere Gymnasien der Ueberhäufuang mit Lehrstunden, Lehrgegenständen und häuslichen Arbeiten beschuldigt hat, und dass seine dreiste Behauptung, sie seien grossentheils an der krankl haf- ten Körperschwäche der jetzigen Jugend schuld, selbst bei Denen einigen Anklang gefunden hat, welche an Kenntniss weit über ihm stehen könnten. Zwar ist nur Einer, wie es scheint, und zwar einer, der kaum die Universität verliess und höchstens auf seine Erfahrungen als Schüler bauen Konnte, so dreist gewesen, mit Verhöhnung nichtnur der Wahrheit, sondern selbst der Mäöglichkeit dem Lärmbläser unbedingt Recht zu geben, und gleich dahinter mit einem lateinischen- Elementarbuche, als muthmasslichem Korrektiv jener Leiden der Jugend hervor- zutreten; dagegen hat ein anderer sich abgemüht, der Lehrverfassung der Gymnasien Wider- sprüche und Mangel am Einheit aufzuhürden, einer verwirft die Vorbereitungen und die eras- mische Aussprache als höchst geisttödtend, einer möchte das Griechische erst in Tertia anfangen und nur 26 wöchentliche Stunden gestatten; mehrere vereinigen sich, um die Ein- richtung von Realschulen zu empfehlen, dGamit der Lehrplan der Gymnasien vereinfacht und mehr auf seine ursprüngliche rein philologische. Grundlage zurückgeführt werde; noch meh- rere bejammern die Plage der Prüfungen(NB. es giebt nur einc), durch welche die Schü- ler wie mit Spiessruthen gejagt und darüber blass und elend würden, dass sie fast dem Lorinserschen Bilde vonmatten, hohläugigen, altklugblickenden, brillenbenasten Gymna- siastengesichtern glichen. Die grosse Mehrzahl dieser halben Tadler würde noch im Jahre 1835 zu den enthusiastischen Lobrednern unserer Gymnasien gehört haben. Unsere Ueber- zeugung ist, dass mit Ausnahme der philosophischen Propädeutik und der Französischen Sprache, in deren Wiedereinführung mancher eine unzeitige Bequemung nach der materiali- stischen Richtung unserer Zeit erkennen möchte, kein Theil unseres, gar wohl in sich eini- gen und organisch verbundenen Lehrplans gestrichen oder beschränkt werden darf, wenn man nicht mit vollen Segeln der Barbarei entgegensteuern will. In wohlgeleiteten Gymnasien sind die Schüler dabei nicht mit Arbeiten überhäuft, wohl aber ordentlich beschäftigt. Wo sie vor der Abgangsprüfung über dem Nachtsitzen und Auswendiglernen blass und matt wer- den, da liegt die Schuld theils an der Anstalt, theils an ihrem eigenen übeln Willen. Zu dem oben erwähnten kläglichen Bilde cines heutigen Gymnasiasten haben unsere Schüler nicht gesessen und sie werden nicht die einzigen sein. Wo sich dergleichen Jammer- gestalten finden, legt die Ursache entweder in erblicher Anlage oder in der aufsichtslosen Verführung grosser Städte. Auch haben vorurtheilsfreio Kerzte, wie Frorie p und Eber- maier, hinlänglich erwiesen, dass unsere Gymnasihlverfassung dem Gesundheitszustande an