Aufsatz 
Observationes in locos aliquot Promethei Aeschylei, ejusdemque fabulae in germanicum translatae specimen
Entstehung
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Jubelgreis, der ungeachtet ſeines hohen Alters noch immer einen ſo le⸗ bendigen Antheil an der Jugendbildung nimmt, noch die Freude erlebte, das Stipendium vertheilen zu koͤnnen! Die Erfahrung lehrt, daß in unſerm Salzwedel der ruͤhmliche Sinn, das Gute und Nuͤtzliche zu unterſtuͤtzen, noch nicht verloren gegangen iſt, und daß in unſrer Mitte noch ſo viele wackere Maͤnner leben, denen es Freude macht, Juͤnglinge zu unterſtuͤtzen, die in der Folge vielleicht Zierden unſrer Anſtalt werden koͤnnen. Daher darf ich mich wohl der Hoffnung hingeben, daß auch fuͤr den genannten Zweck baldigſt ſo viel durch außerordentliche Beitraͤge, die ja nicht in großen Summen oder Tha⸗ lern zu beſtehen brauchen, eingehen werden, um durch die noch feh⸗ lenden funfzig Thaler das erforderliche Kapital voll machen zu koͤnnen. Über die eingelaufenen Beitraͤge ſoll in unſerm Wochen⸗ blatt quittirt werden. Mit Recht beklagen wir, daß ein Ver⸗ ſtorbener ſein fruͤheres Verſprechen, fuͤr dies Stipendium eine Sume me in ſeinem Teſtament auszuſetzen, nachher vergeſſen hat.

c. Mit deſto groͤßerer Freude zeigen wir dagegen unſern theil⸗ nehmenden Leſern an, daß wir unerwartet ein nicht unbetraͤchtliches Schulſtipendium fuͤr fleißige Waiſen, die ſich den Univerſitaͤts⸗ ſtudien widmen wollen, gewonnen haben, naͤmlich durch das Schul⸗ zeſche Vermaͤchtniß. Wir geben die naͤhern hiſtoriſchen Um⸗ ſtaͤnde, die vielen unſrer Leſer vielleicht nicht ganz unintereſſant ſein werden. Anna Eliſabeth Schulze, Wittwe des Buͤrgers und Lohgaͤrbers Joachim Dietrich Schulze allhier, ſetzte in ihrem unter dem 4. Maͤrz 1751 entworfenen Teſtamente ihre beiden En⸗ kel von ihrer Tochter, die Gebruͤder Dilſchmann, zu Erben ihres Vermoͤgens ein, und beſtimmte, daß, ſollten beide ohne Leibeserben verſterben, die eine Haͤlfte des Vermoͤgens an die Deſcendenten ih⸗ res verſtorbenen Bruders Jakob Schulze fallen,die andere Haͤlfte aber der hieſigen lateiniſchen Stadtſchule dergeſtalt vermacht ſein ſolle, daß alles zu Kapital geſchlagen, dafür liegende Gruͤnde angekauft und