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Reduciren und die 4 Species mit benannten Zahlen durch Kopfrechnen und haͤusliche Aufgaben ein. 9.) Kalligraphie lehrte in 3 St. erſt Herr Huͤlfslehrer Lucas, dann der Ordinarius nach den oben genannten Vorſchriften. Auch zu haͤuslichen Uebungen wurden die Schuͤler angehalten. 10.) Singen lehrte Herr Cantor Hoppe in 2 St. Elementar-Unterricht: von der richtigen und deutlichen Ausſprache, Uebungen im Notenleſen, vom richtigen und ſichern Tontreffen und von den Taktarten. Eingeuͤbt wurden Lieder von Hahn, Arien von Scholz, Naͤgeli und Hoppe. II.) Zeichnen lehrte Herr Primarius Paul in 2 St. An dem Unterricht dieſer Claſſe nahmen mehrere Tertianer freiwillig Antheil, da dies in ſo weit geſtattet iſt, als die Zahl der zugleich Zeichnenden nicht zu groß wird.
Den Religionsunterricht fuͤr die katholiſchen Schuͤler ¹ertheilte erſt Herr Kaplan Forelle, dann von Oſtern 1840 an Herr Kaplan Tſchuppick. Die Schuͤler waren dabei in zwei Abtheilungen getheilt und jeder derſelben 1 Stunde zugewieſen.
In der erſten Abtheilung, welche aus den Schuͤlern der drei hoͤhern Claſſen beſteht, wurde nach einer kurzen Ueberſicht des Ganzen die Glaubenslehre fortgeſetzt und zwar uͤber die ſogenannten vier letzten Dinge des Menſchen,— den Leibestod und uͤber das, was dem Menſchen nach der Offenbarung in der Ewigkeit bevorſteht. Darauf wurde uͤbergegangen zur chriſtl. Pflichtenlehre und vorgetragen die Pflichten gegen Gott und gegen uns ſelbſt. Außerdem wurde die Glaubenslehre wiederholt mit beſonderer Hervor— hebung der Unterſcheidungslehren der katholiſchen Kirche, wobei ſich ununterbrochen Gelegenheit darbot, auf die heilige Schrift und Kirchengeſchichte hinzuweiſen. In der zweiten Abtheilung, die aus den Schuͤlern der untern Claſſen beſteht, wurde nach Anleitung des Katechismus von Godehart Ontrup vorgetragen die Lehre vom Daſein Gottes, uͤber die Offenbarung, Bibel, Erblehre und Erklaͤrungen der Kirchenverſamm— lungen. Hierauf uͤbergegangen zur Lehre uͤber Gott und ſeine Eigenſchaften, wurde das Dogma uͤber Schoͤpfung, Erloͤſung und Heiligung dargelegt.
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Neben den hier aufgefuͤhrten Lectionen waren fuͤr Diejenigen, die vom Beſuch der griechiſchen Lehr⸗ ſtunden dispenſirt ſind, noch folgende Stunden eingerichtet. Die Nichtgriechen der Tertia hatten außer dem Zeichnen-⸗Unterricht in der Quarta, wovon oben ſchon geſprochen worden, Franzoͤſiſch 1 St., in welcher Herr Oberlehrer Balſam die Uebungsſtuͤcke in Hirzels Grammatik mit ihnen durchging. Zu Pfingſten uͤbernahm Herr Dr. Erner dieſen Unterricht, uͤbte die pronoms conjoints und die Zeitwoͤrter
wein und ließ aus Hirzels Grammatik die dazu gehoͤrenden Uebungsſtuͤcke uͤberſeten.— Dieſelben wurden waͤhrend zweier griechiſchen Lectionen von dem Lehrer, erſt Herrn Huͤlfslehrer Lucas, ſpaͤter Herrn Kruͤger⸗ mann, mit kalligraphiſchen Uebungen beſchaͤftigt.— Die Nichtgriechen der Quarta unterrichtete fruͤher Director Linge, dann Herr Primarius Paul in 2 St. im Franzoͤſiſchen durch Ueberſetzen der Hirzelſchen Leſeſtuͤcke, Vocabellernen und damit zuſammenhaͤngende Uebungen.— Sogenannte Hospites haben wir jetzt nicht.— Auch unternahm Herr Dr. Koͤrber botaniſche Excurſionen mit einigen Luſt und Liebe zur Sache ihm freiwillig darlegenden Primanern und Secundanern, weniger, um ſie mit den ein— „ zelnen Pflanzen bekannt zu machen, als um ſie zu einer tiefern Anſchauungsweiſe der Natur vorzubereiten.


