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welchem der Lehrer Kreutzberg die Festrede hielt. Derselbe wies in einem Ueberblicke über die Geschichte des 19. Jahrhunderts nach, wie viel Deutschland dem Hause der Hohenzollen verdankt.
IV. Statistik.
1. Frequenz.
Nach der im letzten Programme enthaltenen Nachweisung waren am 29. März v. J. 278 Schüler auf der Realschule. Davon gingen am Schlusse des Schuljahrs noch 43 ab, und verblieb demnach ein Bestand von 235 Schülern für das jetzige Schuljahr. Am Anfange desselben wurden 42 neue Schüler aufgenommen, wodurch die Frequenz auf 277 stieg. Dieselben vertheilten sich in folgender Weise auf die einzelnen Klassen:
Es sassen i...... IIsup. IIinf. IIIsup. IIlinf. IV V VI Summa 29 19 24 23 34 43 52 53 277 Dazu traten während des Schuljahres————— 2 9 10 21 Besuchten also überhaupt die Anstalt 29 19 24 23 34 45 61 63 298 Gingen bis zum 24. März c. ab 4 3— 3 2 6 6 1 25 Es sind also vorhanden..... 25 16 24 20 32 39 55 62 273
Die Zahl der Oberprimaner betrug 18 und die Schüler in den beiden unteren Klassen waren gleichmässig in zwei parallele Cötus getheilt. Unter den Schülern befanden sich 159 Neisser und 139 Auswärtige, 208 gehörten der katholischen, 69 der evangelischen Confession an, 21 waren jüdischen Glaubens.
2. Abiturienten-Prüfungen.
Der Bericht über den Ausfall der zu Ostern v. J. am 4. April abgehaltencn Abiturienten- Prüfung konnte in das vorjährige Programm nicht mehr aufgenommen werden, weshalb hier darüber nachträglich zu berichten ist.
Von den 10 Abiturienten, welche sich zu der Prüfung gemeldet hatten, traten zwei vor der mündlichen Prüfung zurück und erhielten von den acht geprüften die nachgenannten sechs das Zeug- niss der Reife und zwar No. 1, 3, 5 und 6 mit dem Prädicat„gut“ bestanden, die beiden anderen mit dem Prädicat„genügend“ bestanden. No. 1 und é wurden von der mündlichen Prüfung dispensirt.
1. Eugen Bernhard, geb. den 9. December 1857 zu Züegenhals, Kreis Neisse, jüdischen
Glaubens, Sohn des Kaufmanns Lazarus Bernhard zu Berlin, war 7 ½ Jahr auf der Real- schule, will sich dem Studium der neueren Sprachen und der Geschichte widmen.
2. Gregor Bittner, geb. den 14. Februar 1857 zu Berlin, katholisch, Sohn des Kaufmann Joseph Bittner zu Berlin, war 7 ½ Jahr auf der Realschule, will sich dem Studium der neueren Sprachen widmen.
Oscar Fränzel, geb. den 15. September 1858 zu Berlin, evangelisch, Sohn des zu Neisse
verstorbenen Telegraphen-Stationsvorstehers gl. N., war 9 Jahr auf der Realschule, will sich
dem Studium der Sprache verbunden mit Geschichte und Geographie widmen.
4. Friedrich Grollmus, geb. den 6. Januar 1858 zu Neisse, evangelisch, Sohn des Nagelschmiedemeisters Friedrich Grollmus zu Neisse, war 9 Jahr auf der Realschule, will sich dem Studium der Philosophie widmen.
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