Aufsatz 
Das Alexanderlied des zwölfen Jahrhunderts
Entstehung
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Lehrſtunden bei. Einen Monat ſpäter beſuchte auch der Herr Regierungs⸗, Conſiſtorial⸗ und Schulrath Schultz am 24. Februar auf einer Durchreiſe die Anſtalt und wohnte dem Unterrichte mehrerer Lehrer bei.

Zu der Abiturienten⸗Prüfung hatten ſich ſieben Ober⸗Primaner gemeldet und in der Zeit vom 20. Februar bis 4. März die ſchriftlichen Arbeiten angefertigt. Einer derſelben mußte nach der im vorigen Programme unter Nro. 19 der amtlichen Verordnungen abgedruckten und den Abiturienten vorſchriftsmäßig mitgetheilten hohen Mi⸗ niſterial-Verfügung vom 24. Februar 1853 von der Prüfung zurückgewieſen werden, ein zweiter trat wegen des ungünſtigen Ausfalls der ſchriftlichen Arbeiten freiwillig davon zurück; die übrigen fünf Abiturienten beſtanden in der unter dem Vorſitze des Herrn Schul⸗ und Regierungsrath Bogedain als Commiſſarius der Königlichen Re⸗ gierung und des fürſtbiſchöflichen Commiſſarius Herrn Erzprieſter Neumann als Lokal⸗Commiſſarius am 20. und 21. März abgehaltenen mündlichen Prüfung und erhielten ſämmtlich das Zeugniß der Reife. Dieſelben ſind:

Herrmann Dartſch aus Neiſſe, 18 Jahr alt, zum Militair,

Richard Franke aus Neiſſe, 19 ½ Jahr alt, zur Intendantur,

Hugo Lur aus Kempa, Kreis Rybnik, 201 Jahr alt, zum Forſtfach,

Adolph Volkmann aus Eckersdorf, Kreis Glatz, 21 Jahr alt, zur Poſt, Friedrich Winkler aus Liszkowo, Kreis Wirſitz, 18 ½ Jahr alt, zum Forſtfach.

Im Laufe des Schuljahrs ſind die feſten Lehrkräfte der Realſchule anſehnlich vermehrt worden, indem zu⸗ nächſt Herr Lehrer Pohl, welcher ſchon eine Reihe von Jahren als Collaborator an der Anſtalt wirkt, und Herr Religionslehrer Stier, deſſen Berufung im October 1851 erfolgte, am 26. Juni, und darauf am 18. September auch Herr Lehrer Brilka, welcher bis dahin als Hilfslehrer fungirte, nach der erfolgten Beſtätigung des hohen Miniſteriums als ordentliche Lehrer der Realſchule eidlich verpflichtet wurden. Ueber die Lebensverhältniſſe der

beiden erſtgenannten Herrn iſt ſchon in früheren Programmen der Realſchule Nachricht gegeben, Herr Brilka hat mir darüber Folgendes mitgetheilt.

Franz Brilka wurde zu Autiſchkau, Kreis Koſel, am 6. October 1822 geboren, beſuchte anfänglich die Dorf⸗ ſchule des polniſchen Geburtsortes, ſpäter, um Deutſch zu lernen, die Dorfſchule zu Koſtenthal, wurde im Herbſt 1834 auf das Gymnaſium zu Leobſchütz gegeben, das er 1842 mit dem Zeugniß der Reife verließ, um auf der Univerſität zu Breslau ſich dem Studium der Mathematik und Phyſik zu widnen. Von 1848 1851 lebte derſelbe theils im elterlichen Hauſe, theils im Militairdienſte. Nach der im Frühjahre 1852 beſtandenen Prüfung pro facultate docendi trat er an dem Königlichen katholiſchen Gymnaſium zu Breslau ſein Probejahr an. Seit dem 19. September deſſelben Jahres fungirte er als Hilfslehrer an der hieſigen Realſchule.

Die definitive Anſtellung und Vereidung des Herrn Collaborator Haxlitſchka erfolgte am 7. März 1854. Derſelbe hat über ſeine Lebensverhältniſſe folgende Mittheilung gemacht.

Reinhold Haplitſchka, Sohn des Kreisgerichts⸗Actuar's Haplitſchka in Gleiwitz wurde in Lublinitz d. 4. Fe⸗ bruar 1825 geboren. Nach vierjährigem Beſuche der Elementar⸗Schule zu Gleiwitz wurde er 1834 auf das der tige Gymnaſium nach Sexta aufgenommen. Im Jahre 1842 bezog er, mit dem Zeugniſſe der Reife verſehen, die Univerſität zu Breslau und ſtudirte dort von 1842 46 und im Jahre 1848 anfangs Theologie, ſpäter Lh⸗ loſophie beſonders Naturwiſſenſchaften. In den Jahren 1847 und 1849 52 war er Hauslehrer in Oberidichen Am 5. März 1852 beſtand er vor der wiſſenſchaftlichen Prüfungs⸗Commiſſion zu Breslau das Cramer, dpatnn cultate docendi. Hierauf trat er ſein Probejahr am Gymnaſium zu Gleiwitz an und blieb auch nach wan 5 deſſelben als Lehrer an demſelben Gymnaſium beſchäftigt, bis er im September d. J. als Collaborator hieſige Realſchule kam. 9 1

Auch für die vacante Oberlehrerſtelle iſt endlich der geeignete Mann in Herrn H. Theiſſing aus Ahlen im Hannböverſchen gebürtig, gegenwärtig Lehrer an der Realſchule zu Münſter, gefunden worden. Seine Berufung